Hurrikan "Michael" Mit 250 Kilometern pro Stunde über Florida hinweg
Mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern ist Hurrikan "Michael" auf Florida getroffen. Dem Hurrikan fehlten nur zwei Stundenkilometer Windgeschwindigkeit, um in die höchste Kategorie fünf eingestuft zu werden.
Im Badeort Panama City riss der Sturm Bäume, Satellitenschüsseln und Ampeln um. Auch Boote wurden zerstört, wie auf diesem Bild zu sehen ist.
Auch dieses Foto entstand in Panama City. "Michael" ist der zweite Hurrikan binnen wenigen Wochen, der auf den Südosten der USA trifft. Hurrikan "Florence" hatte dort Mitte September Milliardenschäden verursacht.
Die Behörden hatten die Bewohner Floridas mit drastischen Warnungen auf die Ankunft von "Michael" vorbereitet und vor "unvorstellbaren Zerstörungen" gewarnt.
Gouverneur Rick Scott bezeichnete "Michael" als einen "monströsen Sturm", der Teilen von Florida "totale Zerstörung" bringen könne.
Der Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, sagte bei einer Einsatzbesprechung im Weißen Haus, "Michael" sei der stärkste Sturm im Panhandle seit 1851. Der nationale Wetterdienst erklärte gar, es gebe keine Aufzeichnungen über einen Hurrikan der Stärke 4 in dieser Region.
US-Präsident Donald Trump betonte die enorme Wucht des Sturms. Es sei nicht erwartet worden, dass der ursprünglich kleine Sturm sich zu einem "Monster" auswachsen würde. Trump kündigte an, sich "sehr, sehr schnell" nach Florida begeben zu wollen.
Im nördlichen Landkreis Gadsden kam nach Angaben einer Behördensprecherin ein Mensch ums Leben. Unglücksursache war demnach ein umgestürzter Baum. In Georgia wurde ein elfjähriges Mädchen getötet, als ein durch die Luft wirbelnder Carport auf ihrem Haus landete, wie der Chef der örtlichen Katastrophenhilfe, Travis Brooks, mitteilte.
Inzwischen hat sich "Michael" auf seinem Weg über den US-Bundesstaat Georgia deutlich abgeschwächt. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) stufte den Sturm am Mittwoch auf die Stufe "eins" herab.