Hus: Blutwäsche soll Ehec-Opfer retten - DER SPIEGEL
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Hus Blutwäsche soll Ehec-Opfer retten

Der Erreger, der in Deutschland grassiert, unterscheidet sich von anderen Ehec-Typen: Vor allem Erwachsene erkranken und entwickeln oft die gefährliche Komplikation Hus. Ärzte versuchen, den Patienten mit einer Art Blutwäsche zu helfen - zudem kommt eine neue experimentelle Therapie zum Einsatz.
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Gurkenpflücker in Almería, im Südwesten Spaniens: Spanische Behörden schlossen vorübergehend zwei Betriebe in Almería und Málaga, teilte die EU-Kommission mit. Es seien Boden-, Wasser-, und Produktproben genommen worden.

Foto: FRANCISCO BONILLA/ REUTERS
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Beutel mit Blutplasma hängen an einem Plasmapherese-Gerät: Ärzte filtern das Blut von Hus-Patienten. Plasmaaustausch oder Plasmapherese wird das Verfahren genannt, bei dem das Blut in Zellen und Flüssigkeit, das sogenannte Plasma, aufgetrennt wird. Dabei wird die mit Giftstoffen belastete Flüssigkeit durch Spenderplasma oder Plasmaersatzmittel ersetzt.

Foto: Kay Nietfeld/ picture-alliance/ dpa
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Warnschild am Institut für Hygiene an der Uni Münster: Am Freitagmorgen meldete das zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) 276 HUS-Fälle, 24 Stunden zuvor waren es 214 gewesen. Hus, das hämolytisch-urämische Syndrom ist die schwerste Komplikation, die bei einer Ehec-Infektion auftreten kann.

Foto: Marius Becker/ dpa
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Salatgurken an einem Gemüsestand: An vier Gurken wiesen Wissenschaftler vom Hamburger Hygiene-Institut den gefährlichen Durchfallerreger Ehec nach. Wegen der Ausbreitung der Ehec-Fälle raten das RKI und das Bundesinstitut für Risikobewertung weiterhin davon ab, Tomaten, Salatgurken und Blattsalate insbesondere in Norddeutschland roh zu verzehren. Der Großteil der schweren Erkrankungen durch den ist bislang in Norddeutschland aufgetreten.

Foto: MORRIS MAC MATZEN/ REUTERS
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Flaute auf dem Wochenmarkt: Der Gemüsehandel verzeichnet deutliche Einbrüche, seitdem das Grünzeug als Infektionsquelle ins Visier gerückt ist. Die Bauern trifft es enorm hart, wenn die Verbraucher für einige Tage auf das frische Gemüse verzichten", sagte Johannes Funke vom Bauernverband in Berlin am Freitag. Der Branchenverband hofft, dass der Markt sich schnell normalisiert.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Pfleger im Hamburger Marienkrankenhaus: Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat wegen der Ehec-Welle bereits zu Blutspenden aufgerufen. Rund zwei Drittel der HUS-Patienten bräuchten eine Plasmapherese, sagte eine Sprecherin am Freitag. "Seit Anfang der Woche werden daher derzeit im UKE rund 500 Blutplasmen pro Tag verbraucht." Der Vorrat reiche zwar nach jetzigem Stand für die kommenden Wochen aus, doch in einigen Wochen müsse mit einem deutlichen Engpass gerechnet werden.

Foto: Angelika Warmuth/ dpa
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Erreger unterm Mikroskop: Am Donnerstag identifizierten Forscher der Uni Münster den Ehec-Typ, der für den Ausbruch verantwortlich ist. Er zählt zu den 42 bekannten Ehec-Typen, die seit 1996 in Deutschland bei Patienten aufgetreten sind - seit 2007 waren keine neuen dazugekommen. Er sei ein alter Bekannter, der bislang nicht auffällig in Erscheinung getreten sei, sagte der Direktor des Instituts für Hygiene des Uni-Klinikums, Helge Karch. Der Typ trete eher selten in Erscheinung. Weder in Deutschland noch weltweit wurden bisher Ausbrüche mit diesem Erregertyp dokumentiert.

Foto: REUTERS/ HZI
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Bakterienkultur im Labor: Die Forscher in Münster entwickeln ein Testverfahren, mit dem Patienten mit Verdacht auf Ehec schnell auf die Erregervariante untersucht werden können.

Foto: Christian Charisius/ dpa
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Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Ehec-Bakterien: Enterohaemorrhagische Escherichia coli heißt der Erreger in voller Länge. Normalerweise sind E.-coli-Bakterien für den Menschen harmlos. Sie besiedeln millionenfach die Gedärme von Mensch und Tier und helfen bei der Verdauung mit. Ehec-Bakterien haben Gene von anderen Bakterien aufgenommen, so dass sie Gifte produzieren.

Foto: dapd / Robert Koch Institut
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Toxin-Suche: Labore können Ehec-Erreger anhand der von ihnen produzierten Gifte nachweisen.

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa
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