"Hustler"-Verleger Larry Flynt Vulgär, gestört und äußerst mächtig
Larry for President! Der Herausgeber des "Hustler"-Magazins, hier am 27. Oktober 1983 in Los Angeles, ist auch in der Politik aktiv - wie sein T-Shirt verkündet. Der Koffer voller Dollarnoten zeigt allerdings, wie der Verleger Politik macht. So lobte er schon mehrmals eine Million Dollar aus, damit ihm schlüpfrige Details über bestimmte Politiker zugetragen werden.
Larry im Wunderland: Verleger Larry Flynt hat einen Sinn für Extravagantes - sein Rollstuhl ist vollständig vergoldet, sein individuell angefertigter Gulfstream II Jet glänzt komplett in Schwarz, aufgenommen im Januar 1996 in Los Angeles.
Der Pornokönig und seine Ehefrau: Der Verleger des "Hustler"-Magazins, Larry Flynt, und seine Frau Althea posieren am 24. Februar 1983 in ihrem Büro in Century City, Los Angeles.
Attentat in der Prozesspause: Verleger Larry Flynt leistet am 6. März 1978 während eines Prozesses wegen Obszönität einen Eid vor Gericht in Lawrenceville, Georgia. Als Flynt während einer Verhandlungspause eine Cafeteria verließ, wurde er aus einem vorbeifahrenden Wagen angeschossen und ist seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt.
Nachricht an Hollywood: Ein Banner mit der Message "Columbia Studios suck L. Flynt" wird am 24. März 1997 vor der 69. Oscar-Verleihung über dem Shrine Auditorium in Los Angeles gesichtet. Flynt, Verleger des "Hustler"-Magazins und Hauptfigur des Films "The People Vs. Larry Flynt", wurde nicht zur Oscar-Verleihung eingeladen und hat sich offenbar mit dieser Botschaft an der Filmfirma gerächt.
Nach dem Attentat: Verleger Larry Flynt wird am 14. April 1978 auf einem Flughafen in Atlanta an Bord eines Krankentransportflugzeugs gebracht. Der Transport verlief unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Im März war er in Lawrenceville angeschossen worden und ist seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt.
Wieder frei: In Cincinnatti wurde Flynt einmal wegen "Obszönität und organisiertem Verbrechen" zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt. Absitzen musste er davon nur sechs Tage, denn seine Anwälte hatten längst den entscheidenden Hebel gefunden, mit dem Flynt jeden politischen und gesellschaftlichen Widerstand gegen sein wachsendes Porno-Imperium beiseite räumen konnte: das verfassungsmäßige Recht auf freie Meinungäußerung.
Das Volk gegen Flynt: Demonstranten protestieren am 24. März 1997 in Los Angeles gegen Pornografie und Larry Flints Veröffentlichungen, als der Regisseur des Films "The People Vs. Larry Flynt", Milos Forman, zur Verleihung der 69. Academy Awards erscheint. Daraufhin werden sie von Sicherheitsleuten fortgebracht.