IAA-Karussell: Die Studien in Frankfurt - DER SPIEGEL
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IAA-Karussell Die Studien in Frankfurt

Alle zwei Jahre wieder ist Frankfurt der Nabel der Autowelt. Vom 15. bis 25. September findet die Internationale Automobilausstellung (IAA) am Main statt, die Top-Messe der Branche. Rund 900 Aussteller sind vor Ort - die wichtigsten Auto-Premieren finden Sie hier.
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Stück für Stück nähert die italienische Marke Alfa Romeo einen neuen, kompakten Sportwagen der Serienreife an. In Genf war die erste Studie des Autos zu sehen, auf der IAA in Frankfurt steht nun die zweite Ausbaustufe des Coupés, das - so ist aus Mailand zu hören - bereits 2013 in Produktion gehen soll. Die Daten, die es bislang zu dem Auto gibt, sind spärlich: Das Gewicht soll bei lediglich 850 Kilogramm liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h, als Motor soll ein Aggregat mit mehr als 220 PS zum Einsatz kommen.

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Audi A2 Concept: Die Ingolstädter zeigen auf der IAA die Studie des A2. Bereits vor zwölf Jahren präsentierte Audi ein Auto mit diesem Namen und mit ähnlichen Abmessungen, doch kaufen wollten ihn nur wenige. Mit der neuen Version soll das anders werden. Das Auto ist 3,80 Meter lang und soll nicht mehr als 1200 Kilogramm wiegen. Als Antrieb ist ein Elektromotor vorgesehen, außerdem soll es eine Variante als Plug-In-Hybrid geben. Bis das Auto auf der Straße zu sehen sein wird, dürfte es allerdings noch dauern. Der A2 soll frühestens 2015 auf den Markt.

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Mit Autos aus der Klasse der SUV kennt sich der koreanische Hersteller Ssangyong aus. Auf der IAA zeigt das Unternehmen erstmals die Studie Concept XIV-1, im Prinzip einen Kleinwagen im SUV-Look. Der wirre Name des Konzeptautos leite sich von der Bezeichnung "eXiting user Interface Vehicle" ab, teilt Ssangyong mit. Das macht einen aber auch nicht schlauer. Außer dass man ahnt, es geht bei diesem Auto wohl auch um ein neues Bedienkonzept.

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Die vier Flügeltüren kann man gleich wieder vergessen, ebenso das futuristische Innenleben der viersitzigen Studie Evos, die Ford auf der IAA zeigt. In Zukunft wird einem jedoch die eine oder andere Proportion und Karosserielinie dieses Konzeptautos auf der Straße wiederbegegnen - etwa in Form des künftigen Ford Mondeo. Denn auf das Design des Mittelklassemodells soll diese rassige Sportwagenstudie hindeuten. Und es soll noch viel mehr. Ford-Designchef J. Mays sagt: "Das ist der Baukasten, aus dem sich über 1100 Designer in unseren acht Studios rund um den Globus künftig bedienen werden."

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VW denkt über die Zukunft des Automobils nach - und kommt dabei auf ein Fahrzeug, das man durchaus als Minimalmobil bezeichnen kann. Das Forschungsauto Nils misst lediglich 3,04 Meter in der Länge und ist 1,39 Meter breit, der Einsitzer dürfte also ähnlich leicht zu parken sein wie ein Motorrad. Angetrieben wird Nils von einem 34 PS starken Elektromotor, der das Wägelchen auf bis zu 130 km/h beschleunigt. Warum die Seifenkiste mit Glaskuppel übrigens Nils heißt, weiß in Wolfsburg bislang niemand zu beantworten.

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Ein Van mit Flügeltüren, mit Filzsitzen, Lederfußboden und Verkleidungen aus lilafarbener Seide - so stellt sich Citroën die Zukunft des Reisens vor. Die Studie Tubik soll zeigen, wie variabel und zugleich bequem ein Interieur gestaltet werden kann - und sie soll erinnern an den legendären Typ H, jenes Wellblech-Lieferauto, das zum Frankreich der fünfziger und sechziger Jahre gehörte wie General de Gaulle oder die Existenzialisten. Die Studie tritt ähnlich dramatisch und letztgültig auf - wird aber in dieser Form garantiert nie gebaut.

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Ist es ein Jaguar? Ein Lexus? Ein Alfa Romeo? Nein, es ist die Kia-Studie KED-8, die auf der IAA Weltpremiere feiert und die demonstriert, wie sich die koreanische Marke eine viertürige Sportlimousine vorstellen könnte - nämlich rassig und elegant. "Mit diesem Fahrzeug gibt Kia ein starkes Statement: Wir sind bereit, ein neues Kapitel aufzuschlagen", sagt der deutsche Kia-Chefdesigner Peter Schreyer. Es deutet also einiges darauf hin, dass dieses Auto kein Showcar bleiben wird.

Foto: Kia Motors/ dpa
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Die englische Marke Jaguar zeigt auf der IAA eine Sportwagenstudie namens C-X16, die zum Traumwagen der Frankfurter PS-Show avancieren könnte. Bislang haben die Briten lediglich eine Zeichnung veröffentlicht, erst am ersten Messetag soll das Tuch vom Sportwagen der Zukunft gezogen werden. Das neue Auto soll unterhalb des jetzigen Sportmodells XK positioniert werden und könnte frühestens Ende 2013 serienreif und startklar sein.

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Audi Urban Concept: Audi wird sein Schmalspur-Elektroauto in gleich zwei Varianten auf der IAA präsentieren. Neben dem geschlossenen Zweisitzer mit den versetzt nebeneinander platzierten Sitzen wird es auch eine Spyder-Version ohne Dach geben. Die Türen öffnen schräg nach oben, die Räder stehen frei, zwei Elektromotoren sorgen für Vortrieb. Der Prototyp soll ein "Fahrzeugkonzept ohne Ballast" sein, das Leichtbau, minimalistisches Design und effiziente Technik vereint.

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Eine Gruppe von Professoren und Studenten der TU München hat ein Elektroauto namens Mute gebaut, das bei ersten Testfahrten einen exzellenten Eindruck gemacht haben soll. Und das - große Überraschung - zum gleichen Preis produziert und verkauft werden kann wie ein vergleichbarer Kleinwagen mit herkömmlichen Antrieb. Auf der IAA wird das Auto nicht als Technologieträger, sondern in einem hübschen, modernen Design gezeigt. Die Eckdaten: 500 Kilogramm Gewicht, 20-PS-Elektromotor, 100 Kilometer Reichweite, 3,55 Meter Länge. Gefördert wird das Mute-Projekt unter anderem von BMW und Mercedes.

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Die neue, große Peugeot-Modellreihe 508 erfährt auf der IAA eine weitere Diversifikation. Präsentiert wird in Frankfurt nämlich erstmals die Variante RXH, äußerlich ein höher gelegter Kombi mit rustikaler Karosserie für den Einsatz in leichtem Gelände. Unterm Blech sitzt ein Hybridantrieb, der einen 163 PS starken Dieselmotor mit einer 37 PS starken E-Maschine kombiniert. Da die Motoren auf unterschiedliche Achsen wirken, entsteht durch den Hybrid- zugleich auch ein Allradantrieb. Auf den Markt kommen soll der Wagen Anfang 2012.

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Renault Frendzy: Die Studie des französischen Herstellers ist zuallererst eine Stilübung für das künftige Design der Marke. Darüber hinaus unterstreicht das Modell mit einem 60 PS starken Elektromotor die E-Strategie des Unternehmens. Und schließlich bietet das Auto, das sich wahlweise als Familien-Pkw oder kleiner Lieferwagen konfigurieren lässt, allerlei interessante Details. Etwa eine innovative Innenraumbeleuchtung oder einen speziellen Fahrsound, der vom Komponisten Andrea Cera speziell für den Frendzy kreiert wurde.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?