Icann-Reform: Ein bisschen Aufsicht - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Icann-Reform Ein bisschen Aufsicht

Lautstark hatte die EU-Kommission im Vorfeld zum neuen Icann-Vertrag eine stärkere Beteiligung anderer Staaten bei der Aufsicht über das DNS-Systems des Internet eingefordert. Jetzt lassen die USA mehr Internationalität bei der Aufsicht zu - behalten aber die Kontrolle.
1 / 4

Icann: Die kalifornische Nonprofit-Firma definiert wichtige Rahmenbedingungen der Funktionen des Internet, verwaltet und gestaltet den so genannten Adressraum und übt mittelbar eine Kontrolle über die Rootserver des Internet aus, ohne die dort nichts läuft.

Foto: ARMANDO FRANCA/ AP
2 / 4

Icann-Chef Rod Beckstrom ist darum eine Art oberster Straßenverkehrsaufseher - nur dass seine Datenstraßen die Welt umspannen. Insofern kann über die Instrumentarien von Icann durchaus Macht ausgeübt werden, was seit Jahren ...

Foto: Rick Rycroft/ AP
3 / 4

...immer wieder auch Kritik hervorgerufen hat: Auch die EU-Kommission (im Bild: Kommissarin Viviane Reding) forderte mehr Beteiligung - und bekommt nun zumindest mehr Transparenz. Im international besetzten Aufsichtsrat der Icann wird die USA künftig nur mit einem Sitz vertreten sein. Daraus aber abzuleiten, die USA lockerten die Kontrolle über Icann und das Internet, wäre übertrieben, denn...

Foto: JOHN THYS/ AFP
4 / 4

...nach wie vor kontrollieren die USA direkt sieben der dreizehn großen Rootserver, an der Kontrolle der sechs anderen sind sie beteiligt. Insofern ist und bleibt die Struktur des Internet US-lastig. Die IANA, die die Zuteilung von IP-Adressen, Top Level Domains und IP-Protokollnummern koordiniert und die Rootserver mit Daten befüttert, bleibt über einen eigenen Vertrag an das US-Handelsministerium gebunden. Das letzte Wort behält somit die US-Administration.

Foto: Matthäus Wander
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?