Iconbit Nettab Space III Das russische Retina-Tablet
Iconbit Nettab Space III: 300 Euro kostet der Tablet-PC des russischen Herstellers. Das Unternehmen wirbt damit, das gleiche Display zu verwenden wie Apple im iPad 4.
Gegenüberstellung: Tatsächlich ist die Bildschirmqualität von iPad 4 (hinten) und Space II (vorne) sehr ähnlich. Gespart wurde bei dem russischen Modell an der Hintergrundbeleuchtung, die für dieses Foto auf den Maximalwert gesetzt wurde. Beim iPad reichte es aus, die Beleuchtung auf die Hälfte des Höchstwerts einzustellen, um dieselbe Helligkeit zu erzielen.
Rücken an Rücken: Die Kamera sitzt an einer anderen Stelle, das Apfel-Logo fehlt, ansonsten kann das Space III seine Ähnlichkeit mit dem Apple-Tablet nicht leugnen.
Ganz schön schlank: Zwar ist das Iconbit-Tablet ein wenig dicker als das zum Vergleich daneben gelegte iPhone 5, es gehört mit 9,2 Millimetern aber immer noch zu den sehr dünnen Tablet-Rechnern.
Erstaunliche Ähnlichkeit: Der französische Hersteller Archos bietet mit dem 97 Platinum HD ein Gerät an, dass dem Space III sehr ähnlich sieht und dieselbe Bildschirmauflösung zum gleichen Preis bietet. Allerdings hat es einen Quadcore-Prozessor und nur acht Gigabyte Speicher, während das Iconbit mit Dualcore und 16 Gigabyte daher kommt.
Ist das das eigentliche Vorbild? Auf der Cebit suchte die chinesische Firma Shenzhen Ployer Electronics nach Kunden für ein Gerät, dass eine Kreuzung aus den Iconbit- und Archos-Tablets ist. Bei identischer Bildschirmauflösung hat es 16 Gigabyte Speicher und einen Quadcore-Prozessor. Es wurde für 199 Dollar (156 Euro) angeboten.
Auffällige Übereinstimmung: Auf den Ployer-Geräten wurde die Schutzfolie von einem kleinen Aufkleber fixiert, den wir später an anderer Stelle wiederfanden.
Bitte abnehmen: Der gleiche Aufkleber klebte auch auf dem Bildschirm des Space III. Möglicherweise also wurde es in derselben Fabrik im chinesischen Shenzhen hergestellt.
Unterschiede: Die Bestückung mit Schnittstellen unterscheidet sich beim Space III deutlich vom Ployer-Modell. Von rechts nach links sind hier der Kopfhöreranschluss, das eingebaute Mikrofon, die Netzteilbuchse und der USB-Port zu sehen.
Spielraum für Erweiterungen: In diesen Schlitz können microSD-Speicherkarten eingesteckt werden, um das Gerät um bis zu 32 Gigabyte zu erweitern.
Feines Detail: Die Lautsprecheröffnungen werden nicht von einem billigen Plastiknetz, sondern von gelochten Aluminiumblechen geschützt.
Objektivöffnung: Die beiden Kameras des Space III sind identisch, haben eine Auflösung von zwei Megapixeln.
Fotoqualität: Aufnahmen der Rückkamera weisen stets einen deutlichen Farbstich auf. Zudem neigt die Kamera zum Verwackeln und schafft es auch nicht, wenn sie auf einer festen Oberfläche fixiert ist, wie bei diesem Bild, überzeugend scharfe Schnappschüsse zu schießen.
Hässlich: Eine auf der Rückseite befestigte Kunststoffschutzfolie hinterließ beim Testgerät nach dem Abziehen unschöne Klebstoffreste.
Dateimanager: Neben dem normalen Lieferumfang von Android 4.1 ist auf dem Space III auch eine App installiert, mit dem man Dateien verwalten und verschieben kann. Erinnerungen an DOS werden wach.
Überflüssig: Im Kontrollfeld Einstellungen findet man einige unnötige Menüpunkte. Beispielsweise lässt sich ein Ethernet-Anschluss aktivieren, der ebenso wenig vorhanden ist wie das Mobilfunkmodem, das sich per Fingertippen scheinbar aktivieren lässt.