Ifa 2008 Die Wohnküchenbüro-Messe
Nie zuvor war die Bandbreite der auf der Ifa gezeigten Produkte so groß wie in diesem Jahr. Neben Unterhaltungselektronik und ITK gibt es nun auch Haushaltsgeräte zu sehen - wobei die Übergänge mitunter so fließend sind wie bei dieser "kleinsten Kaffee-Pad-Maschine der Welt", die WMF vorstellt. Das passt natürlich gut neben den Bildschirm
Trend zum (fast) Alleskönner: Im Wohnzimmer sinkt endlich der Bedarf an Set-Top-Boxen und unterschiedlichsten Receivern. Trekstor zeigt mit dem neptune Full-HD 1080i einen digitalen HD-Sat-Empfänger, der zugleich Recorder und Multimedia-Station ist. Der Receiver wird zum Videorecorder, wenn externe Datenspeicher wie Festplatten oder USB-Sticks angeschlossen werden. Auf die schreibt er, und von ihnen liest er auch: So wird das Gerät zur Brücke zwischen Web-Videos vom PC und dem TV-Gerät.
Wasser marsch: Staubbeutel sind völlig out, seit mit etlichen Jahren Verzögerung auch hierzulande die beutellosen Zyklon-Staubsauger wahrgenommen wurden. Der Hersteller Thomas macht den Hausstaub nun zu einer abkippbaren Sache: In Wasser gebunden soll der Sauger Staub auch für Allergiker sicherer verwahren
Vorgeschmack: Ende September beginnt in Köln die Photokina. Etliche Hersteller lassen es sich aber nicht nehmen, erste Novitäten schon in Berlin zu zeigen. Sony präsentiert den Camcorder HDR-CX11E, der per Lächel-Erkennung während des Filmens automatisch Fotos macht, wenn die Gefilmten erkennbar Grinsen. Das hat was - wenn auch eine automatisierte Peinlichkeiten-Erkennung bei flickr für mehr Stimmung sorgen würde
Jetzt bloß das Kochen nicht vergessen: Dass Vielfraße mitunter fasziniert vor geöffneten Kühlschränken knien können, ist bekannt. Pünktlich könnten TV-Junkies auch vor geschlossenen Kühlschränken erstarren. Siemens zeigt in Berlin, dass es fließende Übergänge zwischen Küchen- und Unterhaltungselektronik gibt: Der coolMedia verfügt über 17-Zoll-LCD-Fernseher im 16:9 Format, natürlich HD-ready und mit integriertem DVB-T-Tuner. Aufnehmen kann er ansonsten aber nur Lebensmittel
Zwar schwarz, aber grün: Das ist einer der ganz großen Trends in allen Elektronikbereichen. Sharp spart Energie ein, wo es kann - und verbaut jetzt bevorzugt weniger giftige Materialien
Hifi: Das Thema Stereo geriet in den letzten Jahren etwas unter die Räder, seit einer neuen Musik-Hörer-Generation abgespeckte Kompressen-Musik und Knöpfe im Ohr reichen, so lange die nur chic sind. Revox heischt nun mit gewagten Boxen-Designs um mehr Aufmerksamkeit für seine Besser-Töner: Passend zu den Leder-verkleideten Boxen gibt es eine Bass-Box, die gleichzeitig Sitzmöbel ist. Wer das nicht mag, kann sich den Kram auch mit Fell bespannt bestellen
Trendy, weil irgendwie äppelig: Passend zu seinen leuchtenden, weiß berahmten Aurea-LCD-Fernsehern bietet Philips nun auch eine passend "weich" designte Heimkino-Anlage an. Die HTS8150 zaubert mit nur einer Box (die Marketing-Poeten tauften sie "Soundbar") und einem Sub-Woofer virtuellen Raumklang
3D ist Pflicht für Navi-Geräte: Auch diverses Auto-Zubehör fehlt nicht auf der Ifa - und natürlich stehen neben Auto-Multimnedia-Centern die handlichen Navis einmal mehr im Mittelpunkt. Das Navigon 7210 versucht sich an ausgefuchsten neuen Darstellungs-Optionen wie Idealspur-Anzeige - und bietet präzise Standortdaten inklusive passende Notruf-Nummern, sollte man einmal liegen bleiben
Hausradio: Auch Audio-Streaming-Lösungen sind weiter Trend. Loewe zeigt ein System, dass entweder Soundquellen vor Ort abspielt (DVD, CD, Radio, USB, iPod-Interface), als auch per W-Lan Musik im Haus verteilt. Dabei lassen sich von verschiedenen Stationen aus verschiedene Dateien parallel abrufen oder aber über verschiedene Stationen das ganze Haus beschallen.
Kaffee marsch: Die Impressa Z5 2@1 von Jura ist im weitesten Sinne auch eine Art Computer - hier programmiert man frei seine Kaffee-Wünsche. Wahre Liebhaber halten auch die Zubereitung eines Latte Macchiato für eine Art Layer Design.
Nicht empfehlenswert: Die Blume im Trockner dient der werblichen Botschaft. In Wahrheit geht es beim EcoLogixx 7 von Bosch natürlich um Wäsche. Die, behauptet der Hersteller, wird hier so grün getrocknet, dass es dafür noch keine Energieeffizienzklasse gibt. Die Maschine beruht auf einem Wärmetauscher - und landet so bei Energiewerten, die 40 Prozent unterhalb der Effizienzklasse A liegen
Die Küche, meine Disse: Internetradios werden schicker - und halten Einzug neben dem Dunstabzug. Grundigs Sonoclock 890 WEB glänzt mit polierter Oberfläche - und angeblich besonders unkomplizierter Menüführung