Modesünden Mann, sah ich scheiße aus!
Immer Locke bleiben: Modern Talking gelten als Inbegriff des schlechten Geschmacks in den achtziger Jahren. Können Sie diesem Modehorror in Hemd und Haaren toppen - oder zumindest gleichziehen?
Mit Moped und Flokati-Mantel: Das ist der Autor 1971 als 14-Jähriger mit seinem heißgeliebten Sachs Caravelle 48 ccm Motorrad von 1969. Man beachte das psychedelische Muster auf dem Hemd und den Kunstfaser-Pelzmantel mit Hochglanz-Plastikrändern.
Und ja, wie es damals auch Mode war, der Zwei-Gang-Motor mit seinem revolutionärem Membranenzylinder wurde manipuliert, zeigte lebensgefährliche 93 kmh auf den Tachometer von Nachbars Auto. Erlaubt sind 30 kmh.
Frisurensünde: Diese furchtbare Kurzhaar-Dauerwelle war Anfang der neunziger Jahre leider top-modern - heute ist es einfach nur noch zum Heulen.
Stretchwood: Bassist "Elwood" der Gruppe The Chain Gang kurz vor einem Auftritt im legendären Club "Grosse Freiheit 36". Bei dem Konzert am Vortag hatte ich meine Anzughosen vergessen und mir die Stretch-Jeans unseres Lichttechnikers geliehen. Nach einem Blick in den Spiegel wurde das Outfit allerdings wieder geändert.
Bart und Brille: Dem Bild des angehenden Sozialpädagogen zu entsprechen, ist optisch gelungen. Inhaltlich hat es bis heute nicht geklappt.
Alte Besen kehren gut: Ein Praktikum in jungen Jahren offenbarte sich als Probandenstelle. Ich musste irrwitzige Projekte eines Sattlers mittragen. Wie in bildlästigem -äh -lastigem Beispiel illustriert wird, unter anderem eine halbfertige Uniform aus Krokodilleder nach historischem, ägyptischem Vorbild. Sancta Simplicitas!
Bei der Arbeit: Leser Rainer Schinzel im Herbst 1973, kurz nach dem Beginn seiner beruflichen Laufbahn, an seinem Arbeitsplatz - der schwarze Samtsweater und seine damalige Frisur lagen Anfang der siebziger Jahre voll im Trend.
Gehasste Jacke: Nur unter Gewaltandrohung gelang es meiner Mutter, mich zum Anziehen dieser Seppeljacke zu bewegen.