Ikonen der Moderne: Das ist Bauhaus - DER SPIEGEL
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Bauhaus-Ikonen Kugel, Kegel, Kubus

Das Bauhaus feiert hundertjähriges Jubiläum – und Sie haben wenig Ahnung, worum es bei der erfolgreichsten Kunstschule ging? Hier ist Ihr Einstieg zu den Design-Ikonen, Architekten und Ideen der Moderne.
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Kugel, Kegel, Kubus - und das in Blau, Rot, Gelb: Die Bauhaus-Philosophie befasste sich mit elementaren Grundformen und Primärfarben. Diese Wiege von Peter Keler ist ein berühmtes Beispiel - es ist ein Kindermöbel, war aber auch als Manifest gedacht.

Foto: Klassik Stiftung Weimar/ Prestel
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Gemälde "Gelb - Rot - Blau" von Wassily Kandinsky: Bauhaus war eine Schule, aber auch eine Gemeinschaft, es war künstlerisch und politisch. Und es wollte Kunst und Handwerk wieder miteinander verbinden - deshalb gibt es so viele Bauhaus-Gebrauchsgegenstände.

Foto: Museé National d¿Art Moderne/ Centre Georges Pompidou/ Prestel
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Gestaltungsavantgarde war etwa das Tee-Extraktkännchen von Marianne Brandt, die am Bauhaus kommissarisch die Metallwerkstatt leitete. Brandt war die erste Frau dort und schlug bei Gebrauchsgeräten völlig neue Wege ein.

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Tischlampe "Rondella-Polo" von Christian Dell, der bis 1925 als Werkmeister am Bauhaus arbeitete. Anschließend wechselte er zur Frankfurter Städelschule.

Foto: akg-images
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Stahlrohrstuhl des niederländischen Architekten Mart Stam, der den Freischwinger erfand - als Revolution gegen die in den Zwanzigerjahren üblichen schweren Polstermöbel.

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Ebenso leicht und beschwingt wirkt dieser Clubsessel von Marcel Breuer. Die Frau trägt eine Maske von Oskar Schlemmer, der als Maler, Bildhauer und Bühnenbildner arbeitete.

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Kubismus trifft Avantgarde: Oskar Schlemmers "Triadisches Ballett" ist ein experimenteller Tanz, in dem die Darsteller Kostüme in geometrischen Grundformen tragen.

Foto: Wilfried Hoesl
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Der Bauhaus-Vater Walter Gropius wollte das Verhältnis Mensch-Maschine neu ausloten, experimentieren, neue Ideen für Wohnen, Sehen, Bauen erschaffen. Am Bauhaus sollte Leben, Handwerk und Kunst unter einem Dach vereint sein.

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Hauptgebäude der Bauhaus-Schule in Weimar. Hier entstand 1919 die Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne. "Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeiten ist der Bau", schrieb Walter Gropius in das Gründungsmanifest.

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Das Direktorenzimmer oder auch Gropiuszimmer im Bauhausgebäude Weimar stellte eine "Hommage an das Quadrat" dar: Das Zimmer war ein Kubus, eingerichtet in einem strengen Liniennetz.

Foto: Hans Engels/ Prestel
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Erstes Gemeinschaftsprojekt der Bauhaus-Schule war das Blockhaus Sommerfeld in Berlin. Walter Gropius und Adolf Meyer entwarfen es gemeinsam mit Studenten. Sie nutzten Teakholz von Schiffswracks als Baumaterial.

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Das Musterhaus "Haus am Horn" in Weimar setzte in Architektur und Inneneinrichtung konsequent die "Neue Sachlichkeit" des Bauhauses um.

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Klinke mit Style: Der streng sachliche Türdrücker von Walter Gropius aus geometrischen Formen war natürlich ebenfalls im Musterhaus am Horn.

Foto: Tecnolumen/ Prestel
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Die Bühne war der experimentellste Bauhaus-Bereich. Die "Bauhaus-Kapelle" war ein Zusammenschluss talentierter Musiker, ihre Musik war ein spontanes Produkt, inspiriert von amerikanischem Jazz und östlichen Volksweisen.

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Die Glasvorhangfassade des Bauhaus-Gebäudes in Dessau-Roßlau war für das Jahr 1925 revolutionär: Walter Gropius ließ es durch die Glasfassade leicht wirken, ließ den Blick auf tragende Elemente zu.

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Das Gebäude in Dessau-Roßlau war Walter Gropius' großer Wurf, der noch heute zeitlos wirkt. Es besteht aus fünf aneinandergefügten Flügeln.

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In den Dreißigerjahren bauten jüdische Bauhaus-Architekten in Tel Aviv mehr als 4000 Gebäude, die weltweit größte Ansammlung von Häusern im Bauhaus-Stil. Die Weiße Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Paul Klee war Meister der Buchbinderei-Werkstatt. Er hatte sich zur politischen Linken bekannt und passte deshalb zu den Malern des Bauhauses. Sein Sohn Felix wurde mit 14 Jahren der jüngste Bauhausschüler.

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Die Villa Tugendhat im tschechischen Brünn baute Mies van der Rohe um Jahr 1930 für das Unternehmer-Ehepaar Fritz und Greta Tugendhat. Die moderne Stahlskelettkonstruktion gilt als Meilenstein der Architektur.

Foto: imago/ CTK Photo
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Metro-Station Arnos Grove: Den Bauhaus-Einfluss im London der Dreißigerjahre hielt der Berliner Fotograf Jean Molitor fest.

Foto: Jean Molitor/ Hatje Cantz
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Die Neue Nationalgalerie ist das einzige Bauwerk, das Ludwig Mies van der Rohe im Nachkriegsdeutschland schuf, nachdem er 1938 in die USA emigrierte. Ein Jahr nach der Einweihung 1968 starb Mies van der Rohe.

Foto: imago/ epd
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?