Maybrit Illner zu Spähaffäre Allerbester Talkshow-Stoff
Müssen wir uns angesichts des sich NSA-Skandals vor der "digitalen Besatzungsmacht" schützen? Dazu diskutierte Maybrit Illner mit ihren Gästen, darunter CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach (m.) und Anton F. Börner, der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels.
Auch die ehemalige Geschäftsführerin der Piraten, Marina Weisband, war in der Illner-Talkrunde vertreten. Ihre Quintessenz zum Thema der Sendung: Es gehe darum, die Interessenlage so zu gestalten, "dass Spionage weniger sexy ist".
Neben ihr saß Börner, der die Sache ohnehin lieber etwas "runterkochen" wollte. Weisband warb dafür, dass die Bürger ihre Rechte "vor allen Staaten schützen müssen" können.
Deutschland genieße nach wie vor die besondere Aufmerksamkeit der Amerikaner, beteuerte Fred Irwin, Ehrenpräsident der US-Handelskammer in Deutschland, hier rechts neben Grünen-Politiker Jürgen Trittin. Es gelte jetzt - Stichwort "No-Spy-Abkommen" -, Regeln unter Verbündeten für die Zukunft zu finden
Er darf neuerdings in keiner Talkshow zu dem Thema fehlen: Bosbach empörte sich über die "inakzeptable Bespitzelung der Bevölkerung", verwies auf das vorhandene strafrechtliche Instrumentarium - und musste sich dann von Illner irgendwann die Frage gefallen lassen, wie es denn nun mit der Union und dem Antiamerikanismus sei.