Im Olympiafieber Poesie und Propaganda
Jesse Owens gewinnt über 100 Meter: Der Amerikaner Jesse Owens (r.) läuft im 100-Meter-Endlauf (10,3 Sekunden) bei den XI. Olympischen Sommerspielen in Berlin 1936 als Erster durchs Ziel. Mit dem Gewinn von insgesamt vier Goldmedaillen (außerdem 200 Meter: 20,7 Sekunden; Weitsprung: 8,06 Meter und als Startläufer (39,8 Sekunden) mit der US-Staffel) wird Owens zum sportlichen Symbol der Olympischen Spiele der Nazis.
Eröffnung der Olympischen Spiele: Am 1. August 1936 werden in Berlin die XI. Olympischen Spiele eröffnet. Auf der Ehrentribüne verfolgt Adolf Hitler (oben, M.) den Einzug der Athleten ins Olympiastadion. Die Hitlerdiktatur, die die 1931 vergebenen Spiele praktisch von der Weimarer Republik "geerbt" hatte, missbrauchte das Fest erstmals in seiner Geschichte bewusst zum Verfolgen politischer Ziele durch Prestige-Gewinn im Sport.
Leni Riefenstahl: Die deutsche Regisseurin und Fotografin Leni Riefenstahl mit einem Fotoapparat bei der Arbeit. Eines von Riefenstahls bekanntesten Werken ist der Film-Zweiteiler über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin: "Fest der Völker" und "Fest der Schönheit".
SPIEGEL-Titel über Olympia 1956: Spiegel-Titel zu den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne, auf dem Titelbild ist der Direktor des Freiburger Universitätsinstituts für Leibesübungen und deutscher Olympia-Trainer Woldemar Gerschler.