Allein auf dem Meer Immer gegen den Wind
Kampf mit den Elementen: Über viele Monate hinweg waren das Meer und die Gischt das einzige, was Wilfried Erdmann von seinem Segelboot aus sehen konnte. Besonders die Stürme im Südpolarmeer machten ihm schwer zu schaffen. Nachdem ihn einmal fünf Sturmfronten in neun Tagen überrollten, dachte er schon darüber nach, den Kurs zu ändern und seinen ursprünglichen Plan aufzugeben.
Guter Hoffnung: Wilfried Erdmann Minuten vor der Abfahrt. Voller Abenteuerlust stürzte er sich in das Vorhaben, allein und ohne Pause gegen den Wind einmal um die Welt zu segeln.
Streng rationiert: Als Proviant kam der Inhalt von 17 großen Supermarkt-Einkaufswagen mit an Bord. Da die Reise länger dauerte als gehofft und Erdmanns Energiebedarf wegen der körperlichen Anstrengung höher als gedacht, wurde der Proviant auf der Reise zwischenzeitlich trotzdem knapp.
Ein Stückchen Heimat: Diese Kajüte war Wilfried Erdmann für fast ein Jahr seine Heimat auf den Ozeanen. Alles hier war angebunden und festgezurrt, damit es bei starkem Wellengang nicht durch die Kajüte flog. In einem besonders heftigen Sturm halfen allerdings auch diese Sicherheitsmaßnahmen nicht mehr.
Von Cuxhaven nach Cuxhaven: Die Routenkarte zeigt den Weg, rund 32.000 Seemeilen, den Wilfried Erdmann zwischen seiner Abfahrt am 14. August 2000 und seiner Ankunft am 23. Juli 2001 zurücklegt.
Ein wachsames Auge: Auch wenn Wilfried Erdmann seine Nonstop-Reise alleine antrat, blieb er doch mit seiner Familie in Kontakt. Regelmäßig telefonierte er über Satellitentelefon mit seiner Frau Astrid und seinem Sohn Kym. Die beiden reisten ihm auch teilweise hinterher. So machte etwa Kym dieses Bild der "Kathena nui" südlich von Neuseeland.
Sturm im Südpazifik: Zu dieser Zeit schreibt Wilfried Erdmann in sein Logbuch: Schlechte Verfassung. Was Wunder nach 3 1/2 Tagen Sturm und erneut schlechten Aussichten. (...) Bin unberechenbar wie die Natur. Es ist nicht Angst vor den Elementen, es ist tiefe Enttäuschung. Bin verwundet, weil es nicht weitergeht. 14 Längengrade in 14 Tagen. Das sind nur 40 Seemeilen pro Tag. Wann und wie spürt man, wenn man verrückt wird? Spürt man es überhaupt?
Sturmsee von einem Segelboot aus gesehen: Wenn der Wind zu heftig wurde, blieb Wilfried Erdmann gar nichts anderes übrig, als alle Segel wegzunehmen, sich unter Deck zu verkriechen und sein Boot quer zur See treiben zu lassen.
Der Mann und das Meer: Mit dem Selbstauslöser seiner Kamera machte Wilfried Erdmann Bilder wie dieses von sich am Heck seiner "Kathena nui".
Flaute: Eine tagelange Windstille erlebte Wilfried Erdmann gleich zu Beginn seiner Reise auf dem Atlantik. Unter Deck herrschten um die 40 Grad. Er vertrieb sich die Zeit damit, ins Meer zu springen und das Unterwasserschiff von Entenmuscheln zu befreien.
Jubeltag: Die Umrundung berühmter Kaps, Feiertage, aber auch selbst erfundene Anlässe wie die Überquerung eines runden Längengrads zelebrierte Wilfried Erdmann regelrecht - mit besonderem Essen, Bier, einem Glas Wein und Kerzenschein.
Allein gegen die Elemente: Fast ein Jahr verbrachte Wilfried Erdmann auf seinem 10,60 Meter langem Schiff "Kathena nui". Auf seiner Reise begleiteten ihn nur das Meer, das Wetter, sein Bordtagebuch und seine Kamera.
Wiedersehen nach 343 Tagen: Am 23. Juli 2001 konnte Familie Erdmann sich in Cuxhaven endlich wieder in die Arme schließen. Das es zu dieser Reise überhaupt kam, wäre allerdings fast am Widerstand von Wilfried Erdmanns Ehefrau Astrid gescheitert, die zuerst strikt dagegen war. Erst mit der Zeit und genauer Planung des Abenteuers konnte Wilfried Erdmann sie auf seine Seite bringen.
Land in Sicht: Am 23. Juli 2001 kehrte Wilfried Erdmann nach seiner Weltumseglung nach Cuxhaven zurück.
Endlich wieder zusammen: Wilfried Erdmann und seine Frau Astrid sitzen gemeinsam im Hafen von Cuxhaven, nachdem er am 23. Juli 2001 von seiner insgesamt vierten Weltumseglung zurückgekehrt ist.
Willkommens-Komitee: Nicht nur seine Familie, sondern auch seine Fans begrüßten Wilfried Erdmann am 23. Juli 2001 nach seiner Weltumseglung im Hafen von Cuxhaven.
Großer Empfang: Bei seiner Rückkehr von seiner Weltumseglung wurden Wilfried Erdmann und sein Segelboot "Kathena Nui" (mit grün gestreiftem Segel) am 23. Juli 2001 schon vor Cuxhaven von zahlreichen Seglern in der Außenelbe in Empfang genommen.
Vor dem Auslaufen: Der Extremsegler Wilfried Erdmann auf seiner Segelyacht "Kathena nui" am kurz vor der Abfahrt zu seiner Weltumseglung am 14. August 2000 im Yachthafen von Cuxhaven.
Letzter Check: Wilfried Erdmann überprüft am 11. August 2000 im Yachthafen von Cuxhaven noch einmal die Takelage und Taue seiner 10,60 Meter langen Segelyacht "Kathena nui". Am 14. August startete er hier zu einer fast einjährigen Weltumseglung.