Indien Der Wahn nach Gold
Schmuck als Statussymbol: Als Anlage eignen sich Goldbarren und Optionsscheine besser - weil Schmuck wegen der wechselnden Moden schnell an Wert verliert.
Vitrine im Geschäft von Juwelier Mohammed Salimbhai: in Indien wird trotzdem vor allem Schmuck gekauft - das Land ist so verrückt danach, dass es für ein Fünftel der globalen Gold-Nachfrage sorgt. Oft kaufen die Kunden die Ketten gleich im Set.
Eine junge Frau schmückt sich mit Ohrringen: Vor allem zur Hochzeit bekommen Inderinnen reichlich Ringe und Ketten als Mitgift...
....denn nicht selten hängt ihr Los in der neuen Familie davon ab, wie spendabel sich die Eltern bei der Vermählung gezeigt haben.
Juwelier Mohammed Salimbhai: "Gold macht die Menschen glücklich"
Goldwerkstatt in Indien: Die Goldschmiede arbeiten bei drückender Hitze, oft zehn Stunden am Tag.
Der Monatslohn beträgt oft nur rund 80 Euro. Die Ringe und Ketten, die sie herstellen, werden für ein Vielfaches dessen verkauft.
Hitze ist nötig, um das Gold formbar oder ganz flüssig für die Verarbeitung zu machen.
Frauen besuchen einen Goldschmied bei der Arbeit.
Rasik Dalvadi beim Bezahlen: Seine Tochter hat vor einem Jahr geheiratet. Schon damals hat er viel Geld für Schmuck ausgegeben. 12 Monate nach der Hochzeit beweisen die Braut-Eltern den Schwiegereltern traditionsgemäß noch einmal ihre Verbundenheit - dann gibt es weitere teure Geschenke.
Verkaufsgespräch beim Juwelier: Die Brauteltern ziehen oft mit den künftigen Schwiegereltern von Laden zu Laden, um die schönsten Stücke für die Mitgift auszusuchen.
Inderin mit Goldschmuck
Zumindest der Job in der Werkstatt ist sicher - denn die Nachfrage wird Experten zufolge trotz des steigenden Rohstoffpreises weiter anziehen.