Indonesien Tsunami trifft Java und Sumatra
Ein Tsunami hat die Küsten der indonesischen Inseln Sumatra und Java getroffen. Hier zu sehen ist die Region um Anyer auf Java.
Bergungsarbeiten auf Java: Laut Behörden sind mindestens 280 Menschen ums Leben gekommen.
Mehr als 1000 Menschen wurden verletzt, viele gelten noch als vermisst, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde am Sonntag mitteilte.
Wahrscheinlich hat ein Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau zu einem Unterwassererdrutsch geführt, der die Flutwelle auslöste.
Der Vulkan ist immer wieder aktiv, wie ein Satellitenbild vom September zeigt.
Einige der am heftigsten getroffenen Gegenden befinden sich in Banten, wo es viele Strandunterkünfte für Touristen gibt.
Der Tsunami kam überraschend. Behörden hatten zunächst Entwarnung gegeben, weil es kein starkes Erdbeben gegeben habe.
Ein umgekipptes Auto liegt mitten zwischen Wohnhäusern. Der Tsunami hatte es mitgerissen.
Ein Mann schleppt einen Fernseher aus den Trümmern.
Indonesien hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land der Welt, weil der Inselstaat auf dem Pazifischen Feuerring liegt. Die Region ist die geologisch aktivste Zone der Erde.
Erst vor knapp drei Monaten wurde die indonesische Insel Sulawesi von einem schweren Erdbeben und einem dadurch ausgelösten Tsunami getroffen. Mehr als 2200 Menschen kamen dabei um Leben.
Bei der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004 starben mehr als 120.000 Menschen.
Getroffen wurden Küstenstriche zu beiden Seiten der als Sundastraße bekannten Meerenge zwischen Sumatra und Java.
Menschen in Anyer stehen zwischen den Trümmern ihrer Häuser.
In der Region um den Anyer Beach machen derzeit viele Menschen Urlaub.