Braunkohlekraftwerk Vockerode Verlassenes Raumschiff
Abgedreht: In dieser gigantischen Halle wurde der Wasserzu- und -abfluss geregelt. Wie von Riesen hingestellt wirken die technischen Geräte, durch das einfallende Licht entsteht eine dramatische Szenerie.
Kein Licht am Ende des Ganges: Auf dem langen Gang sind überall große Anzeigen montiert. Das farbige Licht, Reste einer Kunstinszenierung Ende der der neunziger Jahre, schafft eine unwirkliche Atmosphäre.
Lightshow in der Trümmerdisco: Die eigentümliche farbige Beleuchtung, wie hier im Bereich der ehemaligen Heizöfen, erinnert an die Nutzung der Anlage nach ihrer Schließung 1994. Für die sachsen-anhaltinische Landesausstellung 1998 wurde das Licht in dem Werk kunstvoll umgestaltet - und bis heute so belassen.
Morbide Lounge-Atmosphäre: Mehrfach wurde das ehemalige Kraftwerk für Kunstveranstaltungen genutzt - etwa für die Ausstellung "Mittendrin" im Jahr 1998. Noch heute stehen in den Hallen der Industrieanlage vereinzelte Möbel, die nach der Ausstellung einfach stehengelassen wurden.
Schattenspiele: Stahltreppe im Bereich der Heizöfen. Das einfallende Sonnenlicht macht aus dem kargen Gerüst ein Kunstwerk und vermittelt ein Gefühl von Industrieromantik.
Verwaister Irrgarten: Im Inneren des Industriebaus befindet sich ein unübersichtliches Labyrinth aus langen, verwinkelten Korridoren und Treppen. Dieser Gang liegt im Bereich der riesigen Heizöfen. Hier herrschte einst Gluthitze - doch heute kann man die Öfen gefahrlos besichtigen.
Heiße Technik: Armaturen, Schalter, Anzeigen - diese Steuerungsanlage im Bereich der Heizöfen versprüht heute den Charme längst vergangener Tage, Neonröhren inklusive.
Dimensionen wie ein Flugzeughangar: Die Haupthalle des ehemaligen Braunkohlekraftwerks erstreckt sich über eine Länge von 270 Metern - und ist bis zu 30 Meter hoch. Doch durch das enorme Gemäuer schallt heute kein Maschinenlärm mehr - nur noch die Stimmen von Besuchergrüppchen, die die Industrieromantik der verlassenen Anlage aufsaugen.
Faszinierende Kleinigkeiten: Das Bauwerk beeindruckt Besucher vor allem mit seinen riesigen Räumen. Dennoch schenkte Fotograf Jörg Rüger auch den kleinen Details Aufmerksamkeit - etwa den abstrakten geometrischen Mustern auf dieser Schalttafel, die sich...
...in der Schaltzentrale des Kraftwerks Vockerode befindet. Von hier aus wurde die gesamte Anlage gesteuert. Schalter und Regler soweit das Auge reicht - wie eine Tapete überziehen die Schaltelemente die Wände und beeindrucken so auch nicht technisch interessierte Gäste.
Relikt: Eine zurückgelassene Schaufel erinnert an die schwere Arbeit, die hier geleistet wurde.
Lichtspiel im Staub: Nur vereinzelt stehen in den verlassenen Räumen des Kraftwerks noch Möbelstücke - wie in diesem Büroraum. Die Gitter vor den Fenstern werfen Schattenmuster auf die dicke Staubschicht, die den Boden im Werk inzwischen überzieht.
Knopfarbeit: Wie ein Requisit aus einem Science-Fiction-Film wirkt das Wirrwarr aus Reglern und Anzeigetafeln auf dem Schaltpult der zentralen Kraftwerkssteuerung.
Befehlsstand: Wie die Brücke eines Raumschiffs wirkt dieser Stand, von dem aus die Turbinen gesteuert wurden. Seit 1968 wurde Dessau von hier aus mit Fernwärme versorgt. Die Stadt hatte damals immerhin mehr als 100.000 Einwohner. Im Inneren des Kontrollraumes...
...wirkt es, als hätten die Arbeiter die Anlage gerade erst verlassen. Doch bereits seit 1994 wird hier kein Strom mehr erzeugt.
Kurz vor 12: Die dreckigen Wände geben einen wenig dezenten Hinweis auf die Arbeitsbedingungen, die im Kraftwerk Vockerode herrschten. Und wieder die unvermeidliche Uhr. Die Uhren in der ganzen Anlage sind alle zu unterschiedlichen Zeiten stehen geblieben.
Pockennarbiges Metall: Über Stahltreppen bewegt man sich in den Werkshallen in die oberen Ebenen hinauf. Für Besucher mit Höhenangst sind die Aufstiege über durchsichtige Metallgitter oft eine wahre Herausforderung.
Am großen Rad drehen: In Vockerode war schon immer alles etwas größer. Dieses Einstellrad hat einen Durchmesser von einem Meter.
Uhren-Werk: Überall in dem ehemaligen Kraftwerk sind Uhren montiert, die den Arbeitern zeigten, was die Stunde geschlagen hatte. Das Kraftwerk wurde in drei Schichten betrieben, 24 Stunden lang.
In der Zeit hängengeblieben: Was auch immer mit diesem Kran bewegt werden musste, es war groß und schwer.
Wahlhelfer: Dieses Wählscheibentelefon hängt in einem der ehemaligen Fahrstühle des Kraftwerks. Im Notfall sollte offenbar die 480 gewählt werden - sicherheitshalber wurden sogar die Positionen der Nummern auf der Wählscheibe noch einmal markiert.
Stromlinien: In diesem Teil der Anlage war aus der Braunkohle und dem Wasser der Elbe längst schon Strom geworden. Beeindruckend ist die schiere Größe der Isolatoren, die hier verwendet wurden.