Ingvar Kamprad: Das Ikea-Erbe - DER SPIEGEL
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Ingvar Kamprad Das Ikea-Erbe

Ikea ist Dutzende Milliarden wert, doch das Privaterbe von Gründer Ingvar Kamprad soll vergleichsweise bescheiden ausfallen. Laut Testament müssen seine Kinder das auch noch mit anderen Schweden teilen.
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Kamprad im Möbellager: Zu Lebzeiten stand Ikea-Gründer Ingvar Kamprad lange an der Spitze der Bloomberg-Rangliste der wohlhabendsten Menschen der Welt. Ende Januar starb der Unternehmer im Alter von 91 Jahren.

Foto: Inter IKEA Systems B.V.
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Sein Reichtum wurde von Bloomberg zuletzt auf rund 58 Milliarden Dollar geschätzt. Doch zu verteilen gibt es nach seinem Tod laut der schwedischen Zeitung "Dagens Nyheter" ("DN") deutlich weniger.

Foto: Inter IKEA Systems B.V.
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Kamprad mit seinen Söhnen: Das Geld des Unternehmers aus Småland steckt zum großen Teil in dem Möbelkonzern. Statt Milliarden vererbt er laut dem Bericht wohl nur "einige Hundert Millionen Kronen". Kamprads Privatvermögen belaufe sich insgesamt auf gerade mal 750 Millionen Kronen (umgerechnet 75 Millionen Euro), berichtete das Blatt unter Berufung auf die Zeitung "Sydsvenskan" - inklusive einem 240er-Volvo aus dem Jahr 1993 im Wert von umgerechnet 1500 Euro.

Foto: Inter IKEA Systems B.V.
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Kamprads Testament: Von dem noch zu verteilenden Erbe sollen Kamprads vier Kinder wiederum auch nur die Hälfte erhalten, wie aus dem von schwedischen Medien veröffentlichten Testament aus dem Jahr 2014 hervorgeht. Seine insgesamt drei Söhne sowie die aus erster Ehe stammende Adoptivtochter Annika Kihlbom müssten sich demnach gemeinsam mit 375 Millionen Kronen begnügen. Das entspräche knapp 94 Millionen Kronen (etwa 9,5 Millionen Euro) für jeden.

Foto: Växjö Tingsrätt
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Ikea im nordschwedischen Haparanda: Die andere Hälfte des Vermögens soll dem Testament zufolge in Kamprads Stiftung fließen. Dort soll das Geld speziell für die Entwicklung des strukturschwachen Nordschwedens eingesetzt werden. Bislang verwaltet die Stiftung ein Vermögen von etwa 4,7 Milliarden Kronen.

Foto: SCANPIX/ REUTERS
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Die genau vererbte Summe ist unbekannt. Doch Hunderte Millionen sind wenig verglichen mit dem Wert des Konzerns, dessen Geschicke die Söhne Peter und Mathias Kamprad bereits seit Jahren zusammen mit externen Managern führen. Vorstandschef ist seit 2017 Jesper Brodin, mehrere Stiftungen kontrollieren den Konzern. Immer wieder war Ikea wegen umstrittener Firmengeflechte in die Kritik geraten, die Inter Ikea Holding soll etwa Steuern umgangen haben.

Foto: Inter IKEA Systems B.V.
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Erstes Ikea-Geschäft in Stockholm: "Ingvar Kamprad war immer an Nordschweden interessiert und häufig dort", sagte der frühere Kamprad-Sprecher und Chef der Ikea-Stiftung, Per Heggenes, "Dagens Nyheter". "Er will, dass junge Menschen dort leben können und nicht umziehen müssen." Der sozialdemokratische Minister für den ländlichen Raum, Sven-Erik Bucht, hatte den Ikea-Gründer einst als guten Freund bezeichnet.

Foto: Lars_Nyberg/ picture-alliance / dpa/dpaweb
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Schreinerei Almblad in Älmhult: In dem Betrieb wurden 1953 erstmals dauerhaft Möbel ausgestellt. Kamprad hatte das Unternehmen im südschwedischen Städtchen Älmhult 1943 gegründet - im Alter von 17 Jahren.

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Fünf Jahre später entstand in Älmhult das erste Ikea-Einrichtungshaus. Das Akronym steht für Ingvar Kamprad Elmtaryd Agunnaryd. E und A erinnern an den Bauernhof Elmtaryd beim Ort Agunnaryd, wo Kamprad aufgewachsen war.

Foto: Inter IKEA Systems B.V.
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Filiale in China, wo diese Darstellerin der Pekingoper 2006 bei der Eröffnung einer Filiale auftrat: Heute macht das Möbelunternehmen rund 34 Milliarden Euro Jahresumsatz. Rund 150.000 Mitarbeiter arbeiten in mehr als 350 Warenhäusern.

Foto: CLARO CORTES IV/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?