Insel Utøya Ein Jahr danach
Marcel Gleffe (Archivbild vom Juli 2011): Als Anders Breivik auf Utøya mordete, machte der deutsche Dachdecker Urlaub auf einem Campingplatz gegenüber der Insel. 20 bis 30 Jugendliche rettete er aus dem Wasser. Seitdem war er mehrmals auf Utøya, das habe ihm geholfen, die schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten, so der 33-Jährige.
Oddvar Hansen zog im Juli 2011 ebenfalls Jugendliche aus dem Wasser. Zudem brachte er mit seinem Boot die Polizei nach Utøya - die Spezialeinsatzkräfte hatten Probleme mit ihrem eigenen Boot. Zum Jahrestag des Anschlags bekommt er Besuch von zwei Jugendlichen, die er gerettet hat.
Kerzen zum Gedenken auf Utøya: Breivik tötete auf der Insel 69 Menschen, die meisten waren jugendliche Teilnehmer eines sozialdemokratischen Sommerlagers.
Die "MS Thorbjørn" am Anleger von Utøya: Mit diesem Schiff flohen einige Jugendliche von der Insel. Das Schiff hätte jedoch Dutzenden Platz geboten. An Bord war auch Eskil Pedersen, Vorsitzender der norwegischen Jusos. Er war selber ein Opfer - und muss sich doch mit Schuldvorwürfen auseinandersetzen. Für viele Jugendliche auf der Insel sei die Fähre die einzige Hoffnung gewesen, schrieb ein anderer Überlebender in einem Buch.
Luftaufnahme von Utøya: Die Insel war einmal ein Ferienparadies.
Stilles Gedenken: Ein Rose am Treppengeländer zur Cafeteria auf Utøya
Der Ort, der alles veränderte: Im August kehrten Überlebende des Anschlags zurück nach Utøya.