Instagram: Die schönsten Porträts - DER SPIEGEL
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Instagram-Leserfotos Gesichter mit Geschichten

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte: Ein gelungenes Porträt erzählt Bände über einen Menschen, seinen Alltag und sein Land. Auf Instagram haben wir Leser gebeten, uns ihre Lieblingsbilder zu schicken - hier finden Sie das Ergebnis!
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"Kein Wunder, dass es so viele Modemacher und Künstler in den Süden Marokkos zieht", sagt die 56-jährige Claudia Rolfes aus Osnabrück. Diese Region und die Sahara seien wunderschön, die Farben leuchten sehr intensiv. Diese junge Frau lernte Rolfes in der Fremdenlegionärsgarnison Ouarzazate kennen, auch das Hollywood Marokkos genannt. "Das Foto entstand am Set von 'Der Medicus'", sagt Rolfes. "Die junge Nordafrikanerin war eine der Statistinnen - wunderschön und etwas scheu." Oft sehe sie die Fotos schon vor ihrem inneren Auge; das Fotografieren erziehe sie zum genauen Hinsehen. Zum Instagram-Profil von Claudia Rolfes .

Foto: Claudia Rolfes
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"Am Hafen von Dhaka in Bangladesch traf ich auf diesen alten Mann, der inmitten von Hafenarbeitern, die LKW-weise frische Kokosnüsse und Bananen am Fluss Buriganga verluden, seelenruhig seinen Yogi-Tee trank", sagt Christian Thiel, der neben seinem Hauptjob in der Entwicklungszusammenarbeit als freier Fotograf in Berlin arbeitet. Während einer Dienstreise nach Dhaka hatte der 36-Jährige einen halben Tag Zeit, die Stadt zu erkunden. Mit dabei: eine Canon EOS 5D Mark II und ein Weitwinkelobjektiv mit 40 Millimeter Brennweite. "Die Menschen in Bangladesch sind unglaublich freundlich und lassen sich gern fotografieren - ideale Bedingungen für tolle Porträts", sagt er. Zum Instagram-Profil von Christian Thiel .

Foto: christianthiel.net
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"Auf meiner Indienreise im September bin ich das erste Mal über meinen Schatten gesprungen und habe fremde Menschen um Erlaubnis gefragt, sie fotografieren zu dürfen", sagt die 41-jährige Melanie John aus Frankfurt, die nebenberuflich als freie Fotografin arbeitet. Dieses Mädchen in Delhi sei nach einem spontanen Fotoshooting auf der Straße merklich aufgetaut. Während sie anfangs noch ernst blickte, löste sie später ihren Haarzopf und lächelte in die Kamera. "Dabei sind so herrlich natürliche Fotos entstanden, die mir selbst immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern." Die Aufnahme gelang John im September mit einer Canon 6D und einem 70-200mm-Objektiv. Zum Instagram-Profil von Melanie John .

Foto: Melanie John
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Auch von interessierten Beobachtern lassen sich diese zwei Männer in der apulischen Hafenstadt Gallipoli nicht davon ablenken, an Reusen für die Fischer zu werkeln. "Bei einem Spaziergang durch die Altstadt bin ich im September auf die beiden gestoßen und fragte sie, ob ich sie bei ihrer Arbeit fotografieren dürfe, und sie willigten ein", sagt Jens Wilke aus München. Die Auswahl der richtigen Blende, Belichtung oder des Bildausschnitts hat der 47-Jährige in seiner Ausbildung noch an analogen Spiegelreflexkameras gelernt, heute weiß er auch die Qualität und die Handlichkeit der Smartphone-Kameras zu schätzen. Zum Instagram-Profil von Jens Wilke .

Foto: Jens Wilke
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So begeistert war Mariam Doost von ihren Eindrücken vor zwei Jahren in Thailand, dass sie selbst im Tuktuk in Bangkok ihre Nikon D5100 nicht aus der Hand legen konnte. "Jede Fahrt war ein kleines Abenteuer. Unser Fahrer ließ sich das nicht anmerken. Da man ja meistens nur kurz das Gesicht sieht, habe ich im Rückspiegel seinen Ausdruck festgehalten", sagt die 24-jährige Kommunikationsdesignerin mit afghanischen Wurzeln, die in Deutschland geboren ist. "Ferne und fremde Kulturen haben mich schon immer interessiert. Nach jeder Reise gestalte ich ein Fotobuch und ein kurzes Video, die ich mir immer anschauen kann, wenn mich das Fernweh wieder packt." Zum Instagram-Profil von Mariam Doost .

Foto: Mariam Doost
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Höchstens zehn Minuten könne man im Januar bei circa minus 40 Grad schmerzfrei in der kältesten Großstadt der Welt spazieren gehen, sagt die 27-jährige Sabrina Reiter aus Rheinland-Pfalz. Weil die Wimpern und Haare schon nach ungefähr fünf Minuten gefrieren. Das lernte sie, als sie ein Jahr lang im sibirischen Jakutsk lebte, an der Universität Deutsch unterrichtete und Kulturprojekte organisierte. "Begleiterinnen von der Uni haben über mein zugefrorenes Gesicht gelacht - die Jakuten selbst haben keine langen Wimpern. Da zückte ich mein Smartphone für ein Selfie." Derzeit ist Reiter auf Weltreise - und dokumentiert ihre Eindrücke auf dem Blog "Sabrina's Travel Journal". Das Bild entstand mit einem Sony Xperia Z. Zum Instagram-Profil von Sabrina Reiter .

Foto: Sabrina Reiter
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Voller Geheimnisse und Geschichten seien die Gesichter, die ihr auf Reisen begegnen, sagt Theresa Schlage aus Fürstenwalde bei Berlin. Diesen Mann porträtierte die 32-jährige Fotografie-Studentin, die seit drei Jahren in Brüssel lebt, in einem Park nahe dem Tempel Wat Chulamani in Thailand. Dort würden sich zugleich Muslime und Buddhisten aufhalten. "Ich nutze jede Gelegenheit zum Reisen und werde Anfang nächsten Jahres gleich wieder für mehrere Monate nach Burma und Japan aufbrechen. Zukünftig hoffe ich, als Fotojournalistin arbeiten zu können, da mich der dokumentarische Aspekt der Fotografie besonders interessiert." Das Bild entstand mit einer Canon 1100D. Zum Instagram-Profil von Theresa Schlage .

Foto: Theresa Schlage
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Genau im richtigen Moment drückte Remo Rufer im August 2009 auf den Auslöser seiner analogen Spiegelreflexkamera Canon EOS 50E. "Wir wollten gerade mit dem Motorrad das Bauerndorf im Norden Vietnams verlassen. Plötzlich bemerkte ich, wie die Kinder mit ihren Wasserbüffeln wohl vom Baden zurückkamen und nutzte die Chance für einen Schnappschuss", sagt der Schweizer, Jahrgang 1984, aus Bern, der sich vor allem für Straßen- und Dokumentarfotografie interessiert. "Die Jungs dort sind, im Gegensatz zu den Mädchen, nicht kamerascheu. Sie nehmen meist sofort eine lustige Pose ein." Zum Instagram-Profil von Remo Rufer .

Foto: Remo Rufer
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„Diese reizende 90-jährige Frau habe ich im November in einem burmesischen Dorf nahe der archäologischen Tempelstätte Bagan getroffen", sagt Jan Ostendarp aus Hamburg. "Die Zigarre nennt sich Cheroot und besteht neben Tabak aus Holzstückchen des gleichnamigen Baums sowie einer Mischung aus Tamarindensaft, Bananen und Rohrzucker. Gerollt wird die Zigarre mit Maisblättern. Geschmacklich auf jeden Fall interessant." Der 35-jährige Ingenieur für Umwelttechnik hat die Porträtfotografie als "sehr spannendes Feld" für sich entdeckt. Entstanden ist das Bild mit einer Canon 6D und einem Tamron-24-70mm-Objektiv. Zum Instagram-Profil von Jan Ostendarp .

Foto: Jan Ostendarp
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Aus einem Taxifenster heraus entdeckte Steffi W. Neukirchen dieses hübsche Motiv: "Wir standen im Stau, als ich die Dame auf dem Klappstuhl bemerkte, die eine Art Wandschmuck mit einem buddhistischen Motiv bestickte. Mich fasziniert der Kontrast zwischen dem Hochglanzmotiv im Hintergrund und dem typischen vietnamesischen Straßenleben davor. Ho-Chi-Minh-Stadt ist voller solcher Gegensätze", sagt die 42-jährige Kommunikationsdesignerin aus Süddeutschland, die gerade mit ihrer Familie im vietnamesischen Ho-Chi-Minh-Stadt lebt. Immer wieder aufs Neue sei sie überwältigt von ihren Entdeckungen in Asien. Das Foto entstand mit einem iPhone 5. Zum Instagram-Profil von Steffi W. Neukirchen .

Foto: Steffi W. Neukirchen
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Von gestellten Fotos hält Vanessa Thielemann wenig, das zeigt auch ihre Momentaufnahme von der Insel Sao Miguel im Mai. "Plötzlich hörte ich Pferdegetrappel im Hintergrund, und dann kam dieser nette ältere Herr auf uns zugeritten, vollbepackt mit Milchkannen und Taschen. Der Kontrast zu den Autos im Hintergrund zeigt sehr schön: Da treffen ganz verschiedene Generationen aufeinander", sagt die 25-jährige Personalerin aus Rees am Niederrhein, die mit einer Freundin das Reiseblog "the travelogue" betreibt. "Die wunderschönen Azoren sind noch nicht so touristisch erschlossen, das spiegelt auch das Bild gut wider." Das Foto entstand mit einer Nikon D90. Zum Instagram-Profil von the.travelouge .

Foto: Vanessa Thielemann
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Als schönsten Moment ihrer Rundreise 2014 durch Usbekistan erlebte Jeanette Dobrindt die Begegnung mit diesen Mädchen in der Kizilkum-Wüste. "Mit Händen und Füßen fragte ich sie, ob ich ein Foto machen dürfte. Sie nickte, dann stand sie dort, völlig in sich ruhend und sehr zufrieden. Anschließend gab sie mir zu verstehen, dass sie mich mit einem Kamel fotografieren will. Ich zögerte kurz wegen des teuren geliehenen Objektivs, gab ihr aber dann meine Kamera. Sie hängte sich die Kamera um den Hals und knipste mit viel Spaß drauf los", sagt die 33-Jährige aus Berlin, die nebenberuflich als Fotografin arbeitet. Ihren Fokus legt sie dabei darauf, das normale Leben möglichst wahrheitsgetreu abzubilden - ohne viel nachträgliche Bildbearbeitung. Sie nutzte eine Canon 500D mit einem 24-70mm-Objektiv von Canon. Zum Instagram-Profil von Jeanette Dobrindt .

Foto: Jeanette Dobrindt
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Auf der "andalusischen Version einer Kirmes" gelang Claudia Mannes dieses hübsche Porträt im September. "Am 'Tag des Pferdes' versammelt sich auf der 'Feria de Tarifa' alles, was Beine und Hufe hat", sagt die TV-Redakteurin aus Köln. "Frauen und Mädchen kommen in Flamenco-Kleidern, Männer und Jungen als 'Cowboys'. Es beginnt eine Art Fotozirkel, bei dem Reiter und Reiterinnen reihum hoch zu Ross posieren, während sich auch das eine oder andere Getränk hoch auf den Pferderücken verirrt. Die Kinder fand ich an diesem Tag besonders spannend, vor allem die 'Mini-Caballeros'". Zum Instagram-Profil von Claudia Mannes .

Foto: Claudia Mannes
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?