Die schönsten Winterfotos Gespensterwald, Eichenkreise, Brockenbahn
Den Gespensterwald im Nebel wollte Jonas Hafner im November fotografieren, stattdessen erwartete ihn und seine Freunde bei Nienhagen in Mecklenburg-Vorpommern ein blauer Himmel. "Im Nachhinein erwies sich das als glückliche Fügung", sagt Jonas Hafner, Assistenzarzt aus Hamburg. "Die Lichtstimmung an jenem Nachmittag war wirklich atemberaubend, und da haben wir nicht nur die letzten Sonnenstrahlen des Jahres genossen, sondern auch die Ruhe, die von diesem Ort ausgeht."
Was könnte es im Winter Schöneres geben als ein finnisches Saunahäuschen, ein zugefrorener See und ein mit der Motorsäge ins Eis gefrästes Badeloch? "Bei minus 35 Grad liefen wir über den eiskalten Schnee Richtung Ufer", sagt Hafner. "Die Füße brannten vor Kälte, und wir hörten nur unseren eigenen Herzschlag. Ich habe mich wahrscheinlich noch nie so lebendig gefühlt wie in jenem Moment, als ich in das Wasser eintauchte." Instagram-Profil von Jonas Hafner
Vom Brummen der Fotodrohne ließ sich ein Schwarm von Graugänsen nicht beeindrucken, die in der Nähe der Eichen auf dem Acker saßen. "Die Gleichgültigkeit der Vogelwelt gegenüber der fliegenden Technik ist sogar die Regel und nicht die Ausnahme, solange man ihr nicht auf den Federpelz rückt", sagt der Buchautor und Fotograf Björn Nehrhoff von Holderberg. Erst aus der Luft betrachtet zeigen sich die Muster auf den Feldern hier die Pflugspuren im Schnee.
"Nach einem kurzen Gastspiel am Tage verschwindet die Sonne hinter den mächtigen, mit Schnee bedeckten Bergen der Ofoten, die südlich der norwegischen Inselgruppe Lofoten liegen", sagt Björn Nehrhoff von Holderberg, der als Autor und Fotograf für Outdoormagazine arbeitet. "Ein helles, oranges Glühen blieb eine ganze Zeit lang im Himmel zurück. Mitten in diese tolle Szene tuckerte der holländische Schoner Noorderlicht, der sich wohl gerade auf einer Expeditionsfahrt befand. Mit der langen Linse versuchte ich die Situation bei gut 500 mm Brennweite zu verdichten."
Instagram-Profil von Björn Nehrhoff von Holderberg
Eisige Winterwelten fing Maximilian Münch mit einer fliegenden Kamera am Jökulsarlón-Gletscher in Island ein. "Knackendes Eis, sanfter Regen und Wasser, das kälter gar nicht sein könnte. Es gab für mich nichts Schöneres, als mit dem Kajak durch diese stillen Jahrhundertlandschaften aus Eis zu paddeln", sagt der 24-Jährige, der Instagram zu seinem Beruf gemacht hat.
Zum Instagram-Profil von Maximilian Münch
"Im Winter fotografiere ich gerne fein verästelte Laubbäume. Davon gab es bei unserem Aufstieg mit Schneeschuhen auf der Hundwiler Höhe einige zu bewundern", sagt Christoph Brönnimann, der in Zürich als Informatiker arbeitet. "Von Gonten ist man in etwas mehr als einer Stunde auf dem 1309 Meter hohen Berg. Obwohl uns der Aufstieg ins Schwitzen gebracht hat, ließen wir uns die heiße Gerstensuppe im urigen Gipfelrestaurant nicht entgehen. Mit etwas Glück kommt man auch in den Genuss einer Stubete - so werden hier die spontanen Volksmusikkonzerte genannt." Instagram-Profil von Christoph Brönnimann
"Nur wenige Zentimeter lagen zwischen mir und der stampfenden Lok", sagt Fotograf Lars Krux, der an einem kalten Januartag aus Hamburg aufbrach, um die Brockenbahn im Harz zu fotografieren. "Nur an wenigen Orten verlaufen die Bahngleise neben Wanderwegen. Wir hörten das Signal und erreichten die passende Stelle gerade in dem Moment, in dem der Zug auch schon um die Kurve schnaufte. Ich hatte nur wenige Sekunden Zeit, um das Stativ aufzustellen, die Kamera draufzuschrauben, einen Bildausschnitt zu wählen und zu fokussieren." Instagram-Profil von Lars Krux
"Ich habe die beiden Skiwanderer neidisch aus einer Gondel fotografiert. Sie waren abseits der präparierten Pisten auf dem Weg zu einem der wundervollen Gipfel im Stubaital unterwegs", sagt Jörg Farys aus Berlin, der dort gerade einen Skikurs machte. "Aber auch für Nichtskifahrer lohnt sich das Gebiet im Winter. Man kann entweder bequem mit der Gondel auf die Gipfel fahren und die Aussicht genießen oder auch kleine Rundwanderwege nutzen." Instagram-Profil von Jörg Farys
Den letzten Tag des Jahres 2016 erlebte Dennis Melsa in Seoul. "Ein Wintertag, wie man ihn sich wünscht: kalt, aber sonnig! Der See mit dieser kleinen Insel befindet sich auf dem weitläufigen Gelände des Gyeongbokgung -Palasts", sagt der 36-Jährige aus Berlin. "Ein wunderbarer und ruhiger Ort, an dem man fast vergessen könnte, dass er inmitten einer Millionenstadt liegt." Instagram-Profil von Dennis Melsa
Bei einem Sonntagsspaziergang fing Margarete Liliane Metzdorf einen Glücksmoment ein - das Foto vom Wiener Neustädter Kanal hat sie in ihr Tagebuch geklebt. "Ich war überwältig von der Schönheit und der Stille der Natur und fühlte mich glücklich", sagt die 57-jährige Diplom-Krankenschwester, die seit 23 Jahren in Österreich lebt. Instagram-Profil von Margarete Liliane Metzdorf
"Anfang November erlebte Stockholm einen rekordverdächtigen Wintereinbruch und versank regelrecht im Schnee", sagt Marina Schmid, die in Schweden studiert und gerade ein Praktikum an der Deutsch-Schwedischen Handelskammer macht. "Auf einem Spaziergang nach Skeppsholmen machten mein Freund Nicolas und ich einen Abstecher auf das Deck der Jugendherberge Af Chapman, die sich in einem stillgelegten Frachtsegler befindet. Mit Blick auf die Altstadt, die Gamla Stan, konnten wir die Sonne im Gesicht genießen."Instagram-Profil von Marina Schmid
Was macht man bei einer Expedition im Vatnajökull-Nationalpark in Island, wenn es heftig regnet und das Zelt undicht ist? Fotografin Marzena Skubatz nahm ihre Ausrüstung und erkundete die Gegend. "Ich bin kein großer Freund von Regen, aber wechselndes Wetter zeigt einen Ort erst in seinen verschiedenen Facetten", sagt die Berlinerin, die überwiegend an dokumentarischen Projekten arbeitet. Durch den Nebel über dem Svinjafaellsjökull wirkt der Gletscher auf dem Foto wie in Schwarzweiß gezeichnet. Instagram-Profil von Marzena Skubatz
"Seit einigen Jahren betreue ich eine Jugendfreizeit im Skigebiet am Genfer See. Der besondere Blick auf die Dents du Midi in den Savoyer Voralpen gehört dabei jedes Jahr genauso wie die täglichen Abfahrten zum Programm", sagt Max Schlesiger, Student aus Gießen. "Auf diesem Foto lassen sich die Gipfel das erste Mal wieder nach einer dreitägigen Schlechtwetterperiode blicken." Instagram-Profil von Max Schlesinger
"An diesem Tag im Januar war das österreichische Hallstatt komplett in Weiß getaucht. Die Berge verschwanden den ganzen Tag im Nebel, und dicke Schneeflocken rieselten vom Himmel", sagt Nina Hüpen-Bestendonk aus Berlin, die das Reiseblog Smaracuja betreibt. "Es herrschte eine angenehme Stille, und es fühlte sich an, als würde man durch die Seiten eines Märchenbuchs laufen." Instagram-Profil von Nina Hüpen-Bestendonk
"Die Schneeschuhwanderung im Allgäu war ein Traum bei Kaiserwetter und dazu ein halber Meter Neuschnee", sagt Yannick Lange, Student aus Mosbach. "Gegen Abend, kurz bevor wir unsere Hütte erreichten, begann es ganz sanft zu schneien, während die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand. Eine ganz besondere Lichtstimmung!" Instagram-Profil von Yannick Lange