Progrock-Kreativer Wilson "Eine schlimme Geschmacksverirrung"
Anfang der Neunziger wurde Steven Wilson (hier 2010, zweiter von rechts) mit der Band Porcupine Tree bekannt. Wie er zum Progrock kam? "Ich wurde als Kind infiziert. Mein Vater war Prog-Fan", sagt Wilson.
Was der Papa rauf und runter hörte? Pink Floyd natürlich (von links: Roger Waters, Nick Mason, Syd Barrett und Rick Wright).
Und einen weiteren Klassiker des Genres: "Tubular Bells" von Mike Oldfield, das Debüt des britischen Progrockers aus dem Jahr 1973 (hier bei einem Konzert im Jahr 1999 zu sehen).
Wilson mit Begleitmusikern seiner Soloplatte: "Mein Alltag kreist allein um meine Arbeit, und das ist die Musik."
Steven Wilson auf der Bühne: "Meine Musik hat eindeutig ein überwiegend junges Publikum, das sehe ich bei jedem Konzert."
Voll und straight auf die Omme mit Angus Young (hier im Bild mit seinen Kollegen von AC/DC)? Ja, das geht auch. Aber Wilson mag's lieber kompliziert: "Natürlich weiß ich etwas sehr Direktes wie einen AC/DC-Song zu schätzen, aber etwas Komplexes wie ein King-Crimson-Track euphorisiert mich deutlich mehr."
Und warum das so ist? "Mich beeindruckt das Komplexe und Raffinierte", so Wilson. Aha!
Ein Lob dem Streit! "Es gibt keine nennenswerte kreative Verbindung, in der es nicht ab und zu kracht" - so Wilson über das Verhältnis zu seinen Prog-Heroen wie Ian Anderson von Jethro Tull, deren Klassiker er neu auflegt.