Invasive Arten Gefährliche Eindringlinge
Containerschiff: Meeresbewohner können in den Ballasttanks der Schiffe oder am Rumpf hängend binnen weniger Tage Regionen erreichen, in denen sie nicht zu Hause sind.
Hauptrouten invasiver Arten: Die Karte basiert auf einer mathematischen Analyse von fast drei Millionen Schiffsbewegungen aus den Jahren 2007 und 2008. Regelrechte "Ballungszentren der Bioinvasion" sind nach Angaben der Forscher Riesenhäfen wie Hongkong und Singapur, die zu den Top 3 der Welt zählen.
Rippenqualle: Die in die Ostsee eingewanderte Art kann nach Einschätzung von Fischereibiologen eine Gefahr für die ohnehin dezimierten Dorschbestände in der Ostsee darstellen.
Beifuß-Ambrosia: Aus Nordamerika gelangte die Pflanze per Schiff nach Europa. Weil sie heftige Allergien auslösen kann, ist das Kraut gefürchtet.
Waschbär: 1934 wurde das erste Pärchen in Deutschland am nordhessischen Edersee ausgesetzt. Ein Züchter hatte die Idee, mit den aus Amerika stammenden, bis zu 60 Zentimeter langen Kleinbären die örtliche Flora und Fauna zu bereichern. Mittlerweile sind die Tiere mangels natürlicher Feinden mancherorts zu einer Plage geworden.
Aga-Kröte in Australien: Feinde besitzt sie keine - und sie ist in Australien nicht einmal heimisch. Die Tiere wurden in den dreißiger Jahren importiert, um Käfer zu bekämpfen. Dumm nur, dass die Schädlinge fliegen konnten, die Kröten hingegen nicht. Aus den 100 eingeführten Tieren ist mittlerweile eine Population von vielen Millionen entstanden, die das ökologische Gleichgewicht gefährdet.
Tigerpython in den Everglades (Florida): Mehrere nicht heimische Riesenschlangenarten haben die USA erobert. Forscher warnen vor einem "hohen Risiko" für die betroffenen Ökosysteme.
Groß wie Ratten, gewaltiger Appetit und giftig: Die Afrikanische Riesenschnecke entwickelt sich zu einer gefährlichen Landplage im Südosten der USA. Die eingeschleppten Tiere zerstören Felder, vertilgen sogar Gestein und Autoreifen.