Irak: Das Curveball-Drama - DER SPIEGEL
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Irak Das Curveball-Drama

Fünf Jahre nach dem Einmarsch im Irak entbrennt eine neue Debatte über das Versagen der Geheimdienste im Vorfeld des Krieges. Der deutsche Auslandsgeheimdienst habe der Bush-Regierung mit seinen Informationen über angebliche rollende Biowaffenlabore eine der zentralen Rechtfertigungen für den Waffengang geliefert, behaupten ehemalige US-Offizielle.
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21. März 2003, Bomben auf Bagdad: Der Präsidentenpalast in der irakischen Hauptstadt steht in Flammen.

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Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder versagte US-Präsident George Bush die Unterstützung für den Waffengang im Irak.

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Auch der einstige Außenminister Joschka Fischer sprach sich deutlich gegen einen Krieg im Irak aus.

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BND-Präsident August Hanning: Im Dezember 2002 schrieb er an CIA-Chef Tenet, die Curveball-Erkenntnisse, "wurden im Kern als plausibel und glaubhaft beurteilt, können jedoch nicht bestätigt werden".

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Im Februar 2003 hielt der damalige US-Außenminister Colin Powell vor den Vereinten Nationen seine inzwischen berüchtigte Kriegsrede. In Sachen Biowaffen berief er sich maßgeblich auf Erkenntnisse des Bundesnachrichtendienstes.

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Der ehemalige US-Chef-Waffeninspektor im Irak, David Kay, kritisiert den BND für seinen Umgang mit Curveball deutlich: Der deutsche Geheimdienst sei "offensichtlich selbst nicht willens oder in der Lage" gewesen, die "Quelle richtig einzuschätzen".

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Kays Verhältnis zu US-Präsident Bush gilt als vertraut. Bush schickte ihn nach der Irak-Invasion denn auch dorthin, um nach Massenvernichtungswaffen zu suchen.

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"Ihr Deutschen tragt zumindest eine Mitschuld", sagt Powells damaliger Stabschef Larry Wilkerson heute über das "Curveball"-Fiasko.

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