Irak-Flüchtlinge Krieg und Friedland
Familie vor dem Aufbruch: Im August 2007 flohen die Eltern Maha und Mazen mit ihren Kindern Sara und Muhanad aus Bagdad nach Damaskus. Ihre beiden Autos, das Haus: Das alles haben sie wohl für immer verloren. Nun hoffen sie auf eine sichere Zukunft in Deutschland.
Erinnerungsfotos: Viel mehr konnte die Familie nicht aus dem Irak retten. Sie gehört zur Minderheit der Mandäer, von denen nur noch wenige Zehntausend leben. Im Irak gerieten die Mandäer als angebliche "Ungläubige" schnell ins Visier brutaler Terrorgruppen.
Mandäer-Kinder: Sara und Muhanad haben sich bereits mit Deutsch-Lehrbüchern eingedeckt. Sara würde gerne Zahnärztin werden. Muhanad will wie sein Vater als Ingenieur arbeiten. Was dem Sohn im Irak wiederfuhr, war einer der Gründe für die Flucht der Familie: Muhanad wurde entführt - und kam nur gegen ein Lösegeld frei.
Familienvater: Im Irak arbeitete Mazen als Ingenieur, auch für deutsche Unternehmen. "Ich will unbedingt wieder in meinen Beruf", sagt er - und hofft, dass sich in der neuen Heimat möglichst bald eine Stelle finden lässt.
Fluchtpunkt: In den Straßen von Jaramana, vor den Toren von Damaskus, leben viele der rund anderthalb Millionen Iraker, die nach Syrien geflüchtet sind. Zum Teil hausen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen.
Verfolgte Christen: Die Schwestern Rita und Jina mit ihren Vater am Tag vor der Abreise nach Deutschland. Die beiden werden, gemeinsam mit einer Schwester, einem Bruder und der Mutter nach Deutschland kommen. Eine vierte Schwester erhält möglicherweise die Chance, in die USA zu gelangen. Der Antrag des Vaters wird noch bearbeitet.