Irak-Krieg Geheimpapier belegt deutsche Warnungen an Bush
Verhärtete Fronten: George W. Bush, rechts, und Gerhard Schröder trafen sich am 23. Februar 2002 für bilaterale Gespräche im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz. Mit einem "Nein" zum Irak-Krieg war Schröder 2002 in den Wahlkampf gezogen - danach galt das Verhältnis zwischen dem US-Präsidenten und dem Bundeskanzler als angespannt.
Nein zum Irak-Krieg: Bundeskanzler Gerhard Schröder während einer Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung am 21. Januar 2003 im niedersächsischen Goslar. Schröder hatte eine Zustimmung Deutschlands im Uno-Sicherheitsrat zu einem Irak-Krieg ausgeschlossen. Wiederholt bekräftigte er, unter seiner Führung werde sich Deutschland nicht an einer militärischen Intervention im Irak beteiligen.
2003 - Bomben auf Bagdad: Von den Feuern der Bombeneinschläge wird Bagdad in der zweiten Nacht des Golfkriegs 2003, hell erleuchtet. Mit ihrer "Shock and Awe"-Strategie hatten die US-Truppen am 20. März 2003 zum zweiten Mal nach 1990/1991 den Irak angegriffen.
Grossman und Scharioth: US-Staatsekretär für politische Angelegenheiten, Marc Grossman (links), am 11. Dezember 2003 im Gespräch mit Klaus Scharioth. Grossman besuchte Berlin, um im deutschen Außenministerium die globale Verteidigungspolitik der Vereinigten Staaten zu diskutieren.
Condoleezza Rice: Die Nationale Sicherheitsberaterin der USA, Condoleezza Rice, steht am 14. März 2003 in Washington Reportern Rede und Antwort. Einen Monat zuvor hatte sie im Gespräch mit dem Berliner Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Klaus Scharioth, zur militärischen Intervention im Irak gedrängt. Es sei zwölf Jahre lang "alles versucht worden", aber Saddam Hussein habe immer "getäuscht, versteckt und gezögert", sagte sie.
US-Chefankläger Powell: US-Außenminister Colin Powell am 20. Januar 2003 im Uno-Sicherheitsrat über angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak. 2005 bedauerte Powell seine Rede, mit der er den Weltsicherheitsrat mit falschen Tatsachen vom Irak-Krieg zu überzeugen versuchte - als "Schandfleck" in seiner Karriere bezeichnete er später diesen Auftritt.
Weltsicherheitsrat: Uno-Generalsekretär Kofi Annan, Mitte, und der französische Außenminister Dominique de Villepin, links, während der Rede des US-Außenministers Colin Powell am 5. Februar 2003. Die Uno-Chefinspektoren Mohamed ElBaradei und Hans Blix (zweite Reihe) kündigten danach an, die von Powell vorgelegten Informationen über angebliche Verstöße des Irak gegen die Resolutionen der Vereinten Nationen zu prüfen. Außer Satellitenbildern legte Powell Tonbandaufnahmen vor, die nach seinen Worten belegen, dass der Irak geheime Waffenprogramme unterhält.
Mehr Geld fürs Militär: US-Präsident George W. Bush am 23. Januar 2002 bei einer Rede vor der Reserve Officers Association in Washington. Bush kündigte für 2003 eine Erhöhung der militärischen Ausgaben auf 48 Milliarden Dollar an - der höchste Anstieg seit zwei Jahrzehnten.
Debatte im Bundestag: Außenminister Joschka Fischer spricht am 13. Februar 2003 im Bundestag in Berlin über einen möglichen Militäreinsatz der Deutschen im Irak. Bundeskanzler Gerhard Schröder (im Hintergrund) hatte den USA offiziell seine Zustimmung zum Irak-Krieg verweigert.
Saddams Balkon: Ein US-Marine steht am 20. April 2003 auf einem Balkon des Palastes des ehemaligen irakischen Diktators Saddam Hussein in der antiken Stadt Babylon. Die amerikanischen Truppen hatten die Stadt gerade erobert, Hussein war noch auf der Flucht und die Iraker hatten begonnen, sein schnurrbärtiges Gesicht aus Bildern und von den Wänden zu kratzen.
Anschlag auf die Uno: Autos brennen noch vor dem Canal Hotel in Bagdad neben dem Uno-Hauptquartier, nachdem hier am 19. August 2003 ein Anschlag verübt wurde. Etliche Menschen wurden getötet, als ein Laster vor dem Gebäude explodierte.
Kurz vor dem Irak: Amerikanische Infanteriesoldaten des 3. Battalions peilen von der letzten Böschung auf kuwaitischen Gebiet vor der irakischen Grenze Ziele im Irak an.
Gefechtsfeuer: Ein amerikanischer Panzer feuert am 8. April 2003 von einer Brücke über dem Tigris in Bagdad auf irakische Aufständige.
Erste Hilfe: Ein US-Soldat kümmert sich um einen verwundeten irakischen Kriegsgefangenen, der bei einem Einsatz an einem Ölfeld im Südirak am 21. März 2003 festgenommen wurde.
Mission Accomplished: Die "Mission Accomplished"-Show von US-Präsident George W. Bush am 1. Mai 2003. An jenem Tag hatte der Kriegsherr an Bord des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" vor der kalifornischen Küste das siegreiche Ende des Irak-Kriegs verkündet. 138 US-Soldaten waren zu diesem Zeitpunkt im Irak gefallen.
An Bord der "Abraham Lincoln": US-Präsident George W. Bush mit der Besatzung des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln", wo er am 1. Mai 2003 seine historische Rede hielt, in der er das Ende des Irak-Kriegs erklärte.