Neues Parlament Iraks mutige Wähler
Zwei junge Frauen, die den irakisch-kurdischen Sicherheitskräften angehören, zeigen ihre blauen Zeigefinger: Sie haben in Arbil im irakischen Kurdistan gewählt.
Nuri al-Maliki hofft auf eine dritte Amtszeit als Premierminister. Doch das könnte schwierig werden. Nach den Wahlen werden wahrscheinlich monatelange Koalitionsverhandlungen anstehen.
Ein irakischer Polizist zeigt seinen tintenblauen Finger. Irakische Sicherheitskräfte durften bereits zwei Tage vor dem eigentlichen Wahltag abstimmen, damit sie am 30. April für Sicherheit sorgen können.
In Bagdad sind vor einem Wahlbüro Spezialkräfte im Einsatz. Die Sicherheitslage ist prekär. Monatlich kommen Hunderte Menschen ums Leben. Es sind Todeszahlen wie zuletzt während der schlimmsten Jahre des Bürgerkriegs.
Die Stadt Falludscha im Westen des Landes steht derzeit nicht unter der Kontrolle Bagdads. Islamistische Milizen haben dort gemeinsam mit örtlichen Stammesmilizen die Macht übernommen. Viele Anwohner sind geflohen.
Auch der einflussreiche schiitische Klerikale Muktada al-Sadr hat seine Stimme abgegeben. Seine Anhänger gehörten lange zu den erbittersten Gegnern der Amerikaner. Kurz vor den Wahlen verkündetet Sadr nun seinen überraschenden Rückzug aus der Politik.
In manchen Gegenden im Westen Iraks wird gar nicht abgestimmt, weil die Regierung in Bagdad dort nichts mehr zu sagen hat. Die Hunderttausenden Flüchtlinge aus dieser Region dürfen nun außerhalb ihrer Heimatorte abstimmen.
Irakische Frauen zeigen stolz, dass sie gewählt haben. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet.