Irans Atomprogramm: Raketen und Sanktionen - DER SPIEGEL
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Irans Atomprogramm Raketen und Sanktionen

Eine zweite Anlage zur Urananreicherung und Raketentests: Iran provoziert den Westen immer wieder. Bei Gesprächen in Genf will die Teheraner Regierung nicht über seine neue Atom-Anlage reden - doch die USA drängen auf Inspektionen und mögliche Sanktionen.
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Der Verdacht: Westliche Regierungen vermuten, dass Iran heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitet. Falls das Land keine Zugeständnisse macht, drohen sie mit weiteren Sanktionen. Der Uno-Sicherheitsrat hat in seiner Resolution 1696 vom 31. Juli 2006 die Islamische Republik erstmals aufgefordert, die Anreicherung von Uran einzustellen; Teheran weigert sich unter Berufung auf den Atomwaffensperrvertrag.

Foto: AFP/ Iranian Presidents Office
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Das Gespräch: Bei ihrem ersten Treffen mit Iran seit mehr als einem Jahr will die Sechsergruppe - USA, Großbritannien, Russland, Frankreich, China und Deutschland - das Land am Donnerstag in Genf drängen, seine Urananreicherung auszusetzen und offene Fragen der Uno-Atominspektoren zu beantworten.

Foto: ERIC FEFERBERG/ AFP
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Die Warnung: Sollten die Gespräche scheitern, könnte US-Präsident Barack Obama einen harten Kurs fahren. Iran breche Regeln, die alle Staaten zu befolgen hätten und gefährde damit das Ziel einer atomwaffenfreien Welt, betonte er beim G-20-Gipfel in Pittsburgh. Wenige Tage später sagte Obama etwas diplomatischer: "Mein Angebot eines ernsthaften Dialogs zur Lösung dieses Problems bleibt bestehen."

Foto: NICHOLAS KAMM/ AFP
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Die Gegenseite: Iran schließt einen Verzicht auf sein Atomprogramm aus und will bei dem Treffen am Donnerstag über allgemeine Sicherheitsfragen und sonstige Themen sprechen. Präsident Mahmud Ahmadinedschad zeigt sich demonstrativ unbeeindruckt. Von Journalisten mit der internationalen Kritik konfrontiert sagte Ahmadinedschad, die USA, Großbritannien und Frankreich würden ihre Vorwürfe "bereuen".

Foto: DON EMMERT/ AFP
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Die Weigerung: Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, erklärte zuvor, das Land werde "über nichts diskutieren, das mit unseren nuklearen Rechten zu tun hat". Salehi wirft Obama vor, er wolle die ganze Welt gegen Iran vereinen.

Foto: ATTA KENARE/ AFP
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Die Anlagen: Iran besitzt offenbar zwei Anlagen zur Urananreicherung. Bislang hat die Regierung in Teheran die Existenz von lediglich einer derartigen Anlage in Natans eingeräumt, deren Urananreicherung von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ständig überwacht wird. Doch offenbar gibt es einen zweiten Standort in der Stadt Ghom. Diese Ankündigung Irans hat Besorgnis und scharfe Kritik auf internationaler Ebene ausgelöst.

Foto: REUTERS/ DigitalGlobe
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Die Drohgebärden: Mit Raketenstarts demonstriert Iran seine militärische Stärke - und provoziert den Westen immer wieder. Nach eigenen Angaben testete das Land Kurz- und Mittelstreckenraketen.

Foto: AFP
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Der Hardliner: Ahmadinedschad sagt, Iran fürchte keine Angriffe durch Israel. Das Land "würde es nicht wagen", die Islamische Republik anzugreifen. "Wir sind in der Lage, uns zu verteidigen."

Foto: epa Abedin Taherkenareh/ picture-alliance/ dpa/dpaweb
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