Irischer Osteraufstand Die Einschusslöcher sind noch deutlich zu erkennen
Spuren der Kämpfe:Nach den Straßenschlachten am Ostermontag 1916 stand dieses Auto ausgebrannt auf einer Straße Dublins. Der Osteraufstand vor 100 Jahren, obwohl nicht siegreich, wurde zum Ausgangspunkt des irischen Unabhängigkeitskampfs.
Schusswechsel: Soldaten der britischen Armee gingen während Feuergefechten am Ostermontag 1916 hinter einer Barrikade aus Fässern in Deckung.
Straßensperre: Die Miliz der Irish Volunteers errichtete Barrikaden in vielen Straßen Dublins - wie hier in der Townsend Street.
Rebellenführer: Eamon de Valera kommandierte die Gruppe der Aufständischen in Bolands Mill. Nach dem Osteraufstand wurde er einer der wichtigsten politischen Führer Irlands, Regierungschef und Präsident.
Zerstörte Gebäude: Die Dubliner Earl Street bot nach dem Aufstand ein Bild der Verwüstung.
Erbarmungslose Antwort: Die meisten der Anführer des Aufstands wurden im Gefängnis von Kilmainham hingerichtet. Die brutale Reaktion der britischen Armee auf die Unruhen befeuerte den Konflikt in Irland weiter.
Gut bewachte Patienten: Verletzte Gefangene wurden am Krankenbett von bewaffneten Soldaten der britischen Armee bewacht. Nach dem Aufstand wurde an vielen von ihnen mit drakonischen Strafen Exempel statuiert.
Von Kanonen durchlöchert: Die Hauptpost (General Post Office, kurz: GPO) im Herzen Dublins, vor der die Irish Volunteers die Unabhängigkeitserklärung verlesen hatten, wurde beim Osteraufstand durch britischen Kanonenbeschuss und Maschinengewehrfeuer zerstört.
Festnahmen: Unmittelbar nach der Zerschlagung des Aufstands im April 1916 wurden entwaffnete Gefangene von Soldaten der britischen Armee abgeführt.
Sicherheitsmaßnahmen: Nach der Niederschlagung des Osteraufstands mussten Dubliner Bürger noch lange Kontrollen der britischen Besatzer über sich ergehen lassen.
Schlüsselfigur: Michael Collins nahm während des Aufstands eine führende Rolle im belagerten GPO ein. Er wurde später im Bürgerkrieg 1922 Opfer eines Attentats.
Angriff vom Wasser aus: Die hier zu sehende Zerstörung an der O'Connell Bridge hatte damit zu tun, dass Gebäude in der Schusslinie eines Kanonenboots lag, das die Hauptpost auf der O'Connell Street unter Beschuss nahm.
Spuren der Gefechte: Ruinen in der Dubliner Sackville Street kurz vor dem völligen Einsturz
Aufgewachsen zwischen Trümmern: Statt Toben auf dem Spielplatz stand für viele Kinder Dublin Schutträumung auf dem Programm.
Militärische Übermacht: Eine Einheit der britischen Armee sichert eine Straßensperre in Dublin mit einem Maschinengewehr. Bei den Aufständen am Ostermontag 1916 hatte die irische Miliz zwar das Überraschungsmoment auf ihrer Seite, doch blieb sie gegen die Überzahl und die Ausrüstung der britischen Soldaten chancenlos.
Einfache Verpflegung: Britische Soldaten und ihre Behelfsküche auf offener Straße
Spuren der Geschichte: Ein Wandgemälde im von Unruhen erschütterten Belfast des Jahres 1966 erinnert an den Aufstand von 1916.
Andauernde Animositäten:Anlässlich des 50. Jahrestages des Osteraufstands wurde 1966 die Statue des britischen Admirals Nelson in Dublin gesprengt.
Initialfunke: Die Unabhängigkeitserklärung der Irischen Republik, die am Ostersonntag 1916 in Dublin verlesen wurde.
Schwelender Konflikt: Paramilitärs der "neuen IRA" versuchen, die 100-Jahr-Feierlichkeiten zum Osteraufstand zu benutzen. Ein Gefängniswärter wurde in Belfast im März 2016 Opfer eines Bombenanschlags.