Irokesenschnitt Von der Protestfrisur zum Gucci-Punk
Punks und Polizisten: Ein Punkpärchen während der Feiern zur Walpurgisnacht am 30. April 2007 in Berlin. Der Irokesen-Haarschnitt wird heute noch gern von Punks getragen - gerne in wilden Farben. Doch als Protest-Frisur hat der Hahnenkamm seit David Beckham an Durchschlagskraft verloren.
Gucci-Punk: So wurde der Iro, im Englischen Mohawk genannt, zum Fauxhawk - einem Möchtegern-Hahnenkamm. David Beckham, Kapitän der britischen Fußball-Nationalmannschaft, am 30. Mai 2002 bei einer Pressekonferenz in Kobe. Seine neue Haartracht prägte damals den Begriff Gucci-Punk.
Der Taxi Driver: Robert De Niro in dem legendären Scorsese-Film "Taxi Driver" von 1976. Auf die Idee, sich die Haare zum Iro zu schneiden, kam De Niro, als ein Freund von Scorsese den beiden von seinen Erlebnissen im Vietnam-Krieg berichtete. Dort trugen manche US-Soldaten einen Iro.
Original Irokese: Ein Häuptling der Mohawk auf einer Zeichnung. Dieser Indianerstamm hat den Irokesenschnitt berühmt gemacht. Den deutschen Namen trägt diese Frisur, weil die Mohawk dem Stämmeverbund der Irokesen angehörten. Im englischen Sprachraum nimmt man's allerdings genauer: dort heißt der Iro Mohawk.
Filthy Thirteen: Im Zweiten Weltkrieg führte der Halbindianer und Fallschirmjäger Jake McNiece den Irokesenschnitt in der US-Armee ein. Er war der Anführer der "Filthy Thirteen", einer Truppe von kampfbereiten aber aufmüpfigen Fallschirmjägern. Sie waren an der Landung der Alliierten Truppen in der Normandie im Juni 1944 beteiligt waren.
In dem Buch "The Filthy Thirteen" von Richard Killblane und Jake McNiece wird die Geschichte des "Dirty Dozen" erzählt.
Auf dem Sprung: US-Fallschirmjäger bereiten sich am Ende des Zweiten Weltkriegs in Arras, Frankreich auf ihren Absprung über Deutschland vor - mit einem Irokesen-Haarschnitt.
Teilzeit-Punks: Zwei junge Chinesen feiern den chinesischen Nationalfeiertag, am 2. Oktober 2005 in Peking, bei einem Rock'n'Roll Festival. Ihre Punkfrisuren werden, sobald das Haargel wieder ausgewaschen ist, wieder verschwinden.
Stereo-Irokese: Zwei Punks mit der typischen Stachelfrisur auf einem Foto von 1983.
Punk-Cowboy? Travis Barker, Schlagzeuger der Band "Blink 182" bei seiner Ankunft bei den "Country Music Awards" in der MGM Grand Garden Arena am 23. Mai 2006 in Las Vegas.
Im Schein der Straßenlaterne: Ein Punker mit Irokesenschnitt steht am 30. April 2007 in Berlin-Kreuzberg auf der Straße. In der Nacht zum ersten Mai gibt es hier regelmäßig Straßenschlachten zwischen Polizei und Randalierern - aber die Frisur sitzt.
An der Nase vorgeführt: Ein Punk führt bei einer Tattoo-Messe 2006 in London seinen Lieblingsschmuck vor.
Mit Haut und Haaren: Ein Punk mit dem Namen J-Sin posiert beim jährlichen "Skin Two Rubber Ball" 2004 in London. Ein Iro ist eigentlich längst kein Protestsymbol mehr, aber diese Erscheinung flößt trotzdem Respekt ein.
Polit-Punk: Eine Deligierte mit Irokesenschnitt und Stimmzettel auf dem Bundesparteitag der PDS am 9. April 2000 in Münster.
Ziege mit Iro: Christian Ziege mit frischem Irokesen-Haarschnitt am 22.02.2002. Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft traf sich vor ihrem Abflug nach Japan in Frankfurt-Heusenstamm zu dem schon obligatorischen Mannschaftsfoto und einem leichten Training. Noch vor einigen Jahren hätte Ziege mit seinem Haarschnitt auf dem Mannschaftsfoto wohl für einen kleinen Skandal gesorgt. Doch seitdem David Beckham den Irokesen in einer abgemilderten Form gesellschaftsfähig gemacht hat, stört sich keiner mehr daran.
Spanien-Fans: Während des WM-Spiels Spanien gegen Tunesien am 19. Juni 2006 in Stuttgart beobachten diese Fans ihre Mannschaft - mit Irokesen-Perücken in den spanischen Landesfarben.
Spaßfrisuren: Kurz vor dem Halbfinale der Handball-WM - Deutschland gegen Frankreich - am 01. Februar 2007 in der Kölnarena, bereiten sich zwei Deutsche Fans auf das Spiel vor. Wie man sieht hat die einstige Protestfrisur Irokesenschnitt mittlerweile auch ihren Einzug in die Spaßgesellschaft gehalten.
Iro in England: Ein Punk schaut am Strand von Blackpool auf das offene Meer.
Stachelschatten: Ein Mann mit Iro hinter einer roten Fahne am 26. Oktober 2005 in Berlin während der Demonstration gegen den Zapfenstreich der Bundeswehr vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Hunderte Miglieder linker Gruppen protestierten gegen die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Bundeswehr.