Irre Beinahe-Besetzungen - DER SPIEGEL
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Das Casting-Karussell Als Terminator, Mel Gibson

Tom Selleck als Terminator? Bill Murray spielt Batman? Für viele Ikonen der Filmgeschichte saßen ursprünglich ganz andere Kandidaten im Casting-Karussell. einestages erinnert an einige der erstaunlichsten und absurdesten Beinahe-Besetzungen der Filmgeschichte.
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Menschmaschine gesucht: Am Anfang seiner Karriere besaß Arnold Schwarzenegger tatsächlich die schauspielerischen Fähigkeiten eines Roboters. Trotzdem war er nicht die erste Wahl für die Rolle der Killermaschine in "Terminator". Vor ihm...

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...sagten diverse Hollwood-Größen ab. Darunter Mel Gibson, Sylvester Stallone - und Tom Selleck. Der Schnauzbartträger hätte die Rolle eigentlich gern angenommen, stand aber zu dieser Zeit in seiner Paraderolle als hawaiihemdtragender Privatermittler für die Fernsehserie "Magnum" vor der Kamera.

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Das Durchbruch-Drehbuch: Er hatte das Script selbst geschrieben - und wäre trotzdem beinahe ausgebootet worden. Mehr als 300.000 Dollar wurden Sylverster Stallone für sein "Rocky"-Script geboten. Der Legende nach hatte der 28-Jährige zu diesem Zeitpunkt gerade mal 106 Dollar auf der hohen Kante und dachte darüber nach, seinen Hund zu verkaufen, weil er sich sein Futter nicht mehr leisten konnte.

Trotzdem lehnte er das Angebot erst mal ab. Denn er wollte vor allem eins: die Hauptrolle in "Rocky" (1976). Er blieb hart und handelte aus, dass das Script nur mit ihm verfilmt würde. Die Produzenten Irwin Winkler und Robert Chartoff gingen mit der Geschichte zu United Artists, die ein Budget von zwei Millionen Dollar veranschlagten...

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...und Schönling Robert Redford, Burt Reynolds oder James Caan für die Rolle des Boxers wollten. Als die Produzenten der Produktionsfirma den Deal mit Stallone erklärten, halbierten diese kurzerhand das Budget. Kurz vor Ende der Dreharbeiten war das Geld alle. Um den Film dennoch fertig zu stellen, nahmen die Produzenten Hypotheken auf ihre Häuser auf. Dann gewann der erste Teil von "Rocky" drei Oscars und spielte weltweit mehr als 200 Millionen Dollar ein. Die Produzenten konnten ihre Domizile behalten - und Stallone seinen Hund.

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Drei Milchgesichter sind zwei zu viel: Mit keiner Rolle wird Michael J. Fox so stark assoziiert wie mit der des Marty McFly. Wer sonst hätte in "Zurück in die Zukunft" (1985) hinter dem Steuer eines De Lorean per Fluxkompensators durch die Zeit reisen können, als das erfolgreichste Milchgesicht Hollywoods? Nun ja, vielleicht das zweiterfolgreichste...

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...Milchgesicht Hollywoods. Ralph Macchio hatte damals gerade seine beiden größten Erfolge "Die Outsider" (1983) und "Karate Kid" (1984) abgedreht - und war tatsächlich die erste Wahl für die Rolle des zeitreisenden Teenies. Er lehnte ab weil er nicht in einem Film über "einen Jungen, ein Auto und Plutoniumpillen" mitspielen wollte.

Anschließend wurde Eric Stoltz ("Killing Zoe", "Die Fliege 2") gefragt. Der hatte zwar ein Milchgesicht - aber nicht genug komödiantisches Talent für die Rolle, wie sich leider erst ein paar Wochen nach Beginn der Dreharbeiten herausstellte.

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Die Waffe war's: Mit Filmen wie "Erbarmungslos" und "Million Dollar Baby" wurde Clint Eastwood einer der bedeutendsten Regisseure der Gegenwart. Vorher war er für die meisten Filmfans nur Harry Callahan, ein zynischer Cop mit einer 44er Magnum im Holster. Ausgerechnet der Riesenrevolver verschaffte ihm seine Rolle in "Dirty Harry" (1971). Denn eigentlich...

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...wollte Regisseur Don Siegel den stoischen Cop mit Frank Sinatra besetzen. Doch der hatte sich bei den Dreharbeiten zu "Botschafter der Angst" (1962) das Handgelenk gebrochen und sich nie ganz von der Verletzung erholt. Deshalb fand er den schweren Revolver zu unhandlich.

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Nacktes Mädel zum Abfilmen gesucht: Das Teenie-Insel-Drama "Die blaue Lagune" (1980) ist berüchtigt für seine freizügigen Szenen. Die Hauptdarsteller laufen fast die gesamte Zeit entweder leicht oder gar nicht bekleidet über das Tropeneiland. Kein Wunder, dass die favorisierte Besetzung der Emmeline Lestrange...

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...absagte. Genauer gesagt übernahm das ihr Vater für die damals 17-jährige Jennifer Jason Leigh (rechts, "Weiblich, jung, ledig, sucht...", "Ich glaub', ich steh' im Wald"). Damit verschob sich ihre erste große Kinorolle zwar um einige Jahre, dafür bekam sie - anders als Brooke Shields , die die Rolle anschließend angenommen hatte - danach nicht jahrelang nur noch Nackedei-Angebote.

Ebenfalls mit dem Vorsprechen für diese Rolle davongekommen sind übrigens: Jodie Foster, Melanie Griffith, Michelle Pfeiffer und Sigourney Weaver.

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Seemansgarn?! Alle dachten, der Piratenfilm sei tot. Dann reanimierte Johnny Depp mit seiner überdrehten Interpretation des Piraten Jack Sparrow in "Fluch der Karibik" (2003) das Genre praktisch im Alleingang. Kaum zu glauben, dass die Produzenten ihm das Drehbuch nicht auf den Leib geschnitten haben, sondern dass...

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...unter anderem Witzfigur Jim Carrey, die ewige zweite Wahl Christopher Walken und sogar "Batman"-Darsteller Michael Keaton im Gespräch für den durchgeknallten Piraten waren.

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Romanverfilmung - Rock'n'Roll-Besetzung: Die Droogs, die ultrabrutale Jugendgang aus Stanley Kubricks Film "A Clockwork Orange" (1971), terrorisiert, mordet, vergewaltigt. Und wer den Film gesehen hat, wird wohl nie wieder den irren Blick von Malcolm McDowell vergessen, der ihren charismatischen Anführer Alex spielt. Am Anfang allerdings war jemand anderes für diese Rolle im Gespräch. Es war...

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...Mick Jagger. Der Sänger der Rolling Stones sollte nach Plänen des Studios den Alex mimen, der Rest der Band war angeblich sogar als Besetzung für die anderen Gangmitglieder im Gespräch. Und nicht nur das: die Beatles sollten den Soundtrack beisteuern. Davon träumten zumindest die Produzenten.

Dann übernahm Stanley Kubrick und warf alle Pläne über den Haufen. Dabei war es gar nicht so abwegig, Jagger die Rolle des Alex zu geben. Schließlich überzeugte der 1970 in Nicholas Roegs verstörendem Gangsterfilm "Performance" als Schauspieler.

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Hackender Heiland gesucht: Keanu Reeves ist mit seiner Rolle als Erlöser und Computernerd in dem Sci-Fi-Film "Matrix" (1999) verschmolzen wie sein Charakter Neo mit der künstlichen Computerwelt im Film. Dabei stand er ziemlich weit unten auf der Wunschliste der Wachowski-Brüder. Selbst...

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...Kevin Costner wäre den Regisseuren lieber gewesen. Die allererste Wahl für Neo soll allerdings Johnny Depp gewesen sein. David Duchovny wurde auch gefragt, doch der drehte lieber "Akte X - Der Film". Leonardo DiCaprio sagte auch ab - ihm waren die vielen Spezialeffekte im Film nicht geheuer. Außerdem waren Brad Pitt, Will Smith und Val Kilmer im Gespräch für die Rolle.

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Mit ganzem Herzen in die Finsternis: Als er die Hauptrolle des Captain Benjamin L. Willard in "Apocalypse Now" (1979) antrat, war Martin Sheen nicht gerade in bester Verfassung. Seine Schauspielkarriere steckte in der Krise, außerdem hatte er ein massives Alkoholproblem. Francis Ford Coppolas Angebot war also so ziemlich der letzte Strohhalm. Sheen griff zu, obwohl damals in Hollywood üble Gerüchte über die Dreharbeiten des irrwitzigen Filmprojekts im philippinischen Dschungel kursierten. Die Rolle war frei geworden, nachdem...

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...Harvey Keitel zwei Wochen nach Drehbeginn vom Regisseur gefeuert worden war.

Allerdings war auch Keitel nicht die erste Wahl. Vor ihm lehnten Steve McQueen, Clint Eastwood, Jack Nicholson und Al Pacino die Rolle des Captain Willard ab. "Ich weiß wie es laufen wird", sagte Pacino zu Coppola und brachte damit wohl die Befürchtungen aller Anwärter auf den Punkt, "du sitzt in einem Hubschrauber und sagst mir, was ich tun soll. Und ich krieche fünf Monate lang durch den Sumpf."

Am Ende dauerten die Dreharbeiten 16 Monate. Hauptdarsteller Martin Sheen erlitt einen Herzinfarkt - stieg aber aus dem Dschungelsumpf auf in den Olymp der großen Charakterdarsteller Hollywoods.

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Die Besetzung mit dem Kinnhaken: Als Regisseur Tim Burton endlich seinen "Batman"-Darsteller präsentierte, liefen die Comic-Fans Sturm. 50.000 wütende Protestbriefe erreichten die Warner Studios. Kein Wunder. Schließlich sieht man vom dunklen Ritter, wenn er sein Kostüm trägt, wenig mehr als das Kinn - und ein Kinn hat Michael Keaton nun wirklich nicht. Stars mit und ohne...

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...Kinn, die ebenfalls für die Rolle im Gespräch waren: Kevin Costner, Charlie Sheen, Pierce Brosnan, Tom Selleck und sogar Ulknudel Bill Murray. Auch Adam West, "Batman"-Darsteller der schrillen TV-Serie aus den sechziger Jahren, hielt sich selbst für eine bessere Besetzung als Keaton - und das, obwohl er Ende der Achtziger bereits in seinen Sechzigern war.

Der Wunschkandidat für den düsteren Comic-Helden war trotz der Riesenauswahl Mel Gibson. Das Kinn hätte er gehabt, doch die Zeit fehlte - Gibson drehte damals gerade "Lethal Weapon 2".

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Da wäre einem das Lachen vergangen: "Beverly Hills Cop" (1984) ist die Actionkomödie der achtziger Jahre. Vor allem, weil Eddie Murphy in seiner Paraderolle als Detective Axel Foley alle Register zieht. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet...

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...seine Besetzung zur Diskussion stand. Eigentlich sollten Mickey Rourke oder Sylvester Stallone die Rolle spielen. Auch Al Pacino war im Gespräch. Stallone verweigerte den Dienst, weil er weniger Witz und mehr Action wollte. Größere Radauszenen hätten allerdings das Budget überstrapaziert.

So verwirklichte Stallone seine Vorstellungen lieber in dem Actionstreifen "Die City-Cobra" (1986). Der Film geriet zu einem seiner brutalsten Flops. Aber immerhin lernte Stallone am Set seine spätere Frau Brigitte Nielsen kennen - von der er sich zwei Jahre später wieder scheiden ließ.

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Ein Wunschverbrecher aus dem Folk: Bonnie Parker und Clyde Barrow sind das schillerndste Gangsterpärchen der amerikanischen Geschichte. In "Bonnie und Clyde" (1967) hauchten Warren Beatty und Faye Dunaway den legendären Antihelden Leben ein. So viel, dass sich der Filmklassiker von Arthur Penn und die wahre Geschichte für viele für immer vermischten. Kaum zu glauben, dass Warren Beatty, der den Film auch produzierte, sich nicht von Anfang an selbst als Hauptdarsteller besetzen wollte, sondern...

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...Bob Dylan. Beatty war schlicht fasziniert von der Ähnlichkeit zwischen dem Outlaw Clyde Barrow und dem damals 25-jährigen Folk-Musiker Dylan. Warum aus der Besetzungsidee nichts wurde, ist nicht überliefert.

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Merkwürdige Muse: Regisseur Lars von Trier ist bekannt für verstörende Filme. Eines seiner düstersten Werke ist "Breaking The Waves" (1996). Eine strenggläubige Protagonistin, die von ihrem querschnittsgelähmten Mann zu immer demütigenderen und aggressiveren Sex-Erfahrungen mit anderen Männern überredet wird - das sind Triers Zutaten für einen cineastischen Alptraum.

Die bis dahin völlig unbekannte Schauspielerin Emily Watson erhielt für ihre Rolle in dem Drama eine Oscar-Nominierung. Doch als von Trier das Drehbuch für den Höllentrip verfasste, dachte er an eine ganz andere Hauptdarstellerin. Nämlich an...

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...Madonna. Von Trier schickte der Popqueen das Drehbuch sogar - und wundert sich bis heute, dass er nie eine Antwort erhielt.

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Mach uns den Morrison: Ein Jahr lang lebte Val Kilmer das Leben von Jim Morrison, trug seine Kleidung, hing an seinen Lieblingsplätzen am Sunset Strip herum. Später sagten die überlebenden Doors, dass Kilmer seinen Job so gut gemacht habe, dass sie seine Stimme in den Songs nicht von der Morrisons unterscheiden konnten. Trotzdem war Kilmer nicht die erste Wahl für die Rolle der Rockmusik-Ikone. Das "The Doors"-Projekt...

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...geisterte bereits 20 Jahre lang durch Hollywood. In dieser Zeit waren unter anderem Tom Cruise und John Travolta als Morrison-Wiedergänger im Gespräch. Travolta sang sogar mit der Band - und sie überlegten mit ihm auf Tour zu gehen. Am Ende war der Schauspieler ihnen aber zu lieb, um den selbstzerstörerischen Jim zu ersetzen.

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An der Besetzung herumgeschraubt: Wer an Frankensteins Monster denkt, hat sofort den eckigen Schädel aus dem Film von 1931 vor Augen. Boris Karloff gelangte als wortkarges Monster in "Frankenstein" zu Weltruhm - doch der Brite mit dem russischen Künstlernamen war zuerst gar nicht für die Rolle vorgesehen. Stattdessen sollte ein Schauspieler, der im selben Jahr auch einer anderen Ikone des Horrorfilms Gesicht lieh, den Quadratschädel mimen. Der...

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..."Dracula"-Darsteller Bela Lugosi lehnte jedoch ab. Die Rolle hatte ihm einfach zu wenig Text.

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Drehbuch nicht kapiert: Bevor Peter Jackson Ian McKellen die Rolle des weißhaarigen Zauberers Gandalf in "Der Herr der Ringe" (2001) andiente, lag das Drehbuch bei...

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...Sean Connery. Aber der kapierte die Geschichte einfach nicht und hatte deswegen wenig Lust, 18 Monate für das Projekt vor der Kamera zu stehen. Ein Déjà-Vu: Zwei Jahre zuvor boten ihm die "Matrix"-Macher die Rolle des Morpheus, die später Lawrence Fishburne spielte, an - auch hier passte er.

Nachdem er zwei Rollen verpasst hatte, die Filmgeschichte schrieben, sagte er ausgerechnet bei der mäßigen Comic-Verfilmung "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" zu. Warum? Weil er auch dieses Script nicht kapiert hatte.

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Jobvermittler: Robert Englund rechnete sich kaum Chancen auf die Rolle des Luke Skywalker in "Star Wars" aus. Englund, der später als personifizierter Alptraum Freddy Krueger in der Horrorfilmserie "Nightmare On Elmstreet" berühmt wurde, ging trotzdem zum Casting - und schickte, nachdem er seine Absage kassiert hatte, seinen damaligen Mitbewohner hin. Es war...

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...Skywalker-Darsteller Mark Hamill.

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Reality Kino: Es war eine der heikelsten Besetzungen der Filmgeschichte. Für seinen Film "Boulevard der Dämmerung" (1950) über einen vergessenen Stummfilmstar suchte Regisseur Billy Wilder eine Schauspielerin, die tatsächlich am Sprung in den Tonfilm gescheitert war.

Gloria Swanson, hatte zwar schon einige der sogenannten "Talkies" gedreht - aber ihre große Ära war die Stummfilmzeit. Sie sagte zu (genau genommen wurde sie von George Cukor ("Vom Winde verweht") überredet). Allerdings war sie gar nicht Wilders erste Wahl. Er wollte...

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...Pola Negri. Die dunkelhaarige Sexbombe gehörte in den zwanziger Jahren zu den größten Stars des amerikanischen Stummfilms, hatte Affären mit Charlie Chaplin und Rudolph Valentino. Doch ihr erster Tonfilm "Um eine Fürstenkrone" sollte sie mit einem Streich aus Hollywoods Starolymp radieren - das Publikum fand ihren starken polnischen Akzent einfach zu befremdlich.

Es kursieren zwei Legenden darüber, warum sie die Rolle nicht bekam. In der einen lehnte Negri ab, weil sie es schlicht absurd fand einen ehemaligen Star zu spielen. In der anderen rief Billy Wilder sie an und stellte schon am Telefon fest, dass ihr Akzent noch immer zu stark war.

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Der Rambo kommt besser allein: Für den ersten Teil der "Rambo"-Serie setzte sich Sylvester Stallone gegen Dutzende Hollywood-Größen durch. Neben Clint Eastwood, Steve McQueen, Al Pacino, John Travolta, Nick Nolte und Michael Douglas wurde sogar der eher schmächtige Dustin Hoffman gefragt, ob er den Part des Vietnam-Veteranen übernehmen will.

Im zweiten Teil stand natürlich fest, dass Stallone John Rambo spielen würde. Doch noch immer vertrauten die Produzenten nicht auf den italienischen Hengst als einziges Zugpferd. Dieses Mal wollten sie ihm einen Sidekick unterjubeln. Es war...

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...John Travolta. Das jedoch verhinderte Stallone. Obwohl er mit dem Star aus "Saturday Night Fever" befreundet ist und ihn zwei Jahre zuvor für die Hauptrolle in "Staying Alive" besetzt hatte. Bei dem Tanzfilm mit dem berühmten Bee-Gees-Hit führte Stallone nicht nur Regie, er hatte sogar am Drehbuch mitgeschrieben.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?