Irre Schönheitsprodukte - DER SPIEGEL
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Irre Schönheitsprodukte Superbusen aus der Tube

Vom elektrischen Falten-Bräter über den aufblasbaren Push-up bis hin zur Nylonstrumpf-Creme: Klicken Sie sich mit einestages durch die schrägsten Schönheitsprodukte der Geschichte!
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Vermessener Liebreiz: Was aussieht wie ein modernes Folterinstrument, ist in Wirklichkeit ein Gerät zur Vermessung des Gesichts - der sogenannte Schönheits-Mikrometer. Miterfinder: der Hollywood-Kosmetikexperte Max Factor, auf dem Foto zu sehen beim Studium der Gesichtszüge seiner Klientin. Als perfekt galten folgende Parameter: Länge der Nase = Höhe der Stirn, Abstand zwischen den Augen = Breite eines Auges. Aufgenommen circa 1933.

Foto: General Photographic Agency/ Getty Images
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Heiße Luft: Die perfekte Oberweite garantiert dieser aufblasbare Push-up-BH, hier 1952 in Paris am lebenden Objekt präsentiert. In den Schlauch pustet die französische TV-Größe Jacques Angelvin - und zeigt sich von dem Resultat sichtlich beeindruckt. Büstenhalter mit aufblasbaren Kissen (inklusive Ablassventil) gibt es übrigens noch immer.

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Rationalisierte Rasur: Aus der Blütezeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert stammt diese von dem britischen Komiker Erik Sykes um 1960 wiederbelebte Rasiermaschine. Die Erfinder des Geräts preisen die rationalisierte Rasur als "behaglich und sicher" - die hier unters Messer geratenden Männer sehen das offensichtlich ein wenig anders.

Foto: Ken Howard/ Getty Images
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Himmlischer Hangover: Durchmachen und trotzdem gut aussehen - das Unmögliche verspricht diese mit Eiswürfeln gespickte Maske mit dem klingenden Namen "Hangover Heaven". Entwickelt hat sie der US-Schönheitsguru Max Factor in den Vierzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Ursprünglich sollte die Eis-Maske die Hollywood-Diven in den heißen Studios erfrischen - blitzschnell wurde daraus ein Gimmick für den Tag danach.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Vermummt schön: Wenn sie wüsste, wie gruselig sie aussieht, würde diese 1937 abgelichtete Dame wohl kaum so entspannt Zeitung lesen. Sie hat sich von einer Visagistin eine Schönheitsmaske auflegen lassen, mit der sie aussieht wie eine Mumie.

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Kampf der Kartoffelnase: Mitten im Zweiten Weltkrieg kam diese Nasenkorrektur-Maschine auf den Markt, die versprach, jede Kartoffel- und Stupsnase in ein perfekt ebenmäßiges Körperteil zu verwandeln. Aufgenommen 1944. Eine deutlich verbesserte Sehkraft wiederum...

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...sollten diese beiden, mit einem Gummiball versehenen Stäbe ermöglichen. Der Trick für den besseren Durchblick: Einfach jeden Tag 200-mal leicht von außen auf die Augen klopfen.

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Kampf den Sommersprossen: Im Florida der Dreißigerjahre erfunden - das Sommersprossen-Cape. Geeignet für alle Wasserratten, die partout keine braunen Pünktchen im Gesicht haben möchten - und dafür bereit sind, wie ein Halloween-Gespenst über den Strand zu huschen. Erhältlich mit integrierter Sonnenbrille.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Rosskur: Aus den USA der Fünfzigerjahre stammt dieses absurde Schönheitsprodukt. Wie von selbst purzeln, so die Annonce, überflüssige Pfunde bei Pferd und Reiter - dank übergeworfener Plastikumhänge. Je höher die Außentemperatur, desto ungemütlicher wird es unter dem Poly-Cape. Jockeys verlören auf diese Art "fünf Pfund pro Stunde", schwärmt die Anzeige im US-Magazin "Popular Mechanics".

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Gesichts-Geschirr: Was aussieht wie eine ausgefallene Bondage-Maske, ist in Wirklichkeit eine Art Gurt, der abends auf dem weiblichen Kopf installiert wird. So verschwinden, wie die Werbung von 1933 suggeriert, im Schlaf nicht nur die Falten rund um die Lippen und auf den Wangen, sondern auch noch das Doppelkinn. "Morgens bitte abnehmen" - so der Rat der Vermarkter.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Mechanische Gymnastik: Um die Bauch-Beine-Po-Problemzone kümmert sich dieses Fitnessgerät aus den Sechzigerjahren - die lustlos blickende Dame übt sich in der sogenannten mechanischen Gymnastik. Aufgenommen 1963 in Frankfurt am Main.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz / Abisag Tüllmann
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"Glamour-Haube": Diese Dame, die sich leicht verkrampft an dem Schlauch festklammert, möchte nicht tauchen gehen, sondern ihre Schönheit mehren - indem sie sich vermindertem Luftdruck aussetzt. Der als "Glamour-Haube" angepriesene Vakuum-Helm sorgt dafür, dass die Blut-Zirkulation angeregt wird und sich die "Schönheits-Suchende" (so die Annonce von 1941) fühlt, "als würde sie durchs Gebirge wandern". Das Plastikfenster ermöglicht unbeschwerte Lektüre.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Kabelsalat: Den ultimativen Kick für die Haare versprach in den Dreißigerjahren diese ausgetüftelte Maschine zur Perfektion der weiblichen Lockenpracht. Die mit der Apparatur verkabelte Dame glaubt offenbar an die Technik - gottergeben trinkt sie ihren Tee.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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"Wohltat für das Outdoor-Girl": Zu einer Zeit, als Nylonstrümpfe noch ein Luxusgut waren, brachte ein findiger Schönheitsexperte diese Creme auf den Markt. Einmal aufgetragen, sei es "praktisch unmöglich, sie von einem echten Seidenstrumpf zu unterscheiden", so die Annonce von 1938. Die Erfinder priesen ihr Produkt als "Wohltat für das Outdoor-Girl".

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Fett-weg-Apparat: Lesen, schmökern und gleichzeitig die überflüssigen Fettpolster loswerden - das verspricht diese einzigartige, 1931 in dem US-Magazin "Modern Mechanix" vorgestellte Schönheitsmaschine. Eine Reihe rotierender Stäbe dreht sich um die Frau, "entfernt überflüssiges Fleisch", so die Werbung - und modelliert die Kurven dorthin, wo sie hübsch anzusehen sind.

Foto: blog.modernmechanix.com
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Schmierfrei dank Schablone: Verrutschter Lippenstift auf der Wange, in den Mundwinkeln, am Kinn? Alles nicht nötig - sofern man eine Schablone benutzt. Ein schmierfrei strahlendes Lächeln garantiert diese Lippenstift-Schablone, die in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts auf den Markt kam. Auch für die...

Foto: FPG / Getty Images
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...Wimpern wurde eine ähnliche Schablone entwickelt - wie gut es geklappt haben mag, die Wimperntusche quasi blind aufzutragen, ist nicht überliefert.

Foto: Fox Photos/ Getty Images
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Duschhaube: Make-up und Haare werden geschützt, der Hals bleibt dreckig - möglich macht es diese 1970 von der Münchner Schauspielerin Inge Marschall präsentierte Duschhaube.

Foto: Keystone/ Getty Images
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Abgeschnürte Kurven: Dünn dank Gummibandagen - dieses Produkt versprach, "überflüssiges Fleisch schnell und sicher zu reduzieren". Die von Jeanne Walter Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA entwickelten Kautschukbänder wurden laut Eigenwerbung in den europäischen Königshäusern ebenso benutzt wie von der amerikanischen High Society. Die auf der Zeichnung abgebildete Hals- und Kinnkrause gab es schon für drei Dollar. Das Produkt wurde beworben als "besonders geeignet für Rheumatiker".

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Kopf-Vibrator: Wer dieses Kopfmassage-Gerät benutzt, wird schön und klug, so die 1940 veröffentlichte Werbung für den neuen Kopfvibrator. "480 künstliche Finger", so die Annonce, sorgen dafür, dass nicht nur die Kopfhaut, sondern auch die Gehirnzellen besser durchblutet werden.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Dünn dank Bandwurm: "Keine Diät - keine Bäder - kein Sport!", verspricht diese Reklame -und wirbt für medizinisch gereinigte Bandwürmer im Glas. Diese "Freunde für eine schöne Gestalt" seien "leicht zu schlucken" und hätten keinerlei gesundheitsschädigende Wirkung. "Fett - der Feind, der Dein Leben verkürzt - verbannt!" - der Wurm macht's möglich.

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Schnabelbrille: Kein Sonnenbrand mehr auf der Nase, aber dafür vielleicht auch keine Freunde mehr - diese Apparatur sorgt dafür, dass nicht nur die Augen, sondern auch die Nase von schädlichen UV-Strahlen verschont werden. Entwickelt wurde diese Nasen-Sonnenbrille von einem Erfinder aus Los Angeles, präsentiert wurde das Gerät 1932 in dem US-Magazin "Popular Science". Genau das Gegenteil...

Foto: blog.modernmechanixx.com
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...bezweckte dieser im gleichen Jahr beworbene Sonnenstrahlen-Kollektor: Mithilfe des Metall-Fächers sollte so viel UV-Licht wie möglich ins Gesicht gelenkt werden. Der als "Rivierasonne" bezeichnete Apparat sei kürzlich in Berlin eingeführt worden, schrieb das US-Magazin "Modern Mechanix" im Juli 1932.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Strahlend schön: Dieser Lippenstift garantierte besonders leuchtende Farben - dank neuartiger radioaktiven Partikel. Die in den frühen Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts entwickelte Produktpalette "Tho-Radia" umfasste Reinigungsmilch, Hautcreme, Puder, Rouge, Lippenstift und Zahnpasta, in denen jeweils radioaktives Thorium-Chlorid und Radiumbromid enthalten waren: Stoffe, die damals in dem Ruf standen, belebend zu wirken.

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Seif dich dünn: "Fett ist verrückt", meinen die Hersteller der legendären "La Parle" Fett-weg-Seife. Das Anfang des 20. Jahrhunderts von einem New Yorker Unternehmen auf den Markt gebrachte Wundermittel verspricht, überflüssige Pfunde "einfach, bequem und vor allem sicher" wegzuschmelzen - und das ohne Diät oder Gymnastik. "Absolut harmlos, gelingt immer", will die Werbung weismachen.

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Supersize me: "Wie messen Sie eine Frau?", fragt diese Anzeige - und garantiert eine "extra Dimension" für all jene, die diese Busen-Hormoncreme der Marke ""Her Highness" (zu Deutsch: "Ihre Hoheit") benutzen. Wer nicht zufrieden ist, so die US-Werbung aus den Sechzigerjahren, bekommt immerhin sein Geld zurück.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Falten-Bräter: Diese elektrische Maske enthält mehrere Heizspiralen. Einmal eingeschaltet, wird das Gesicht tüchtig aufgeheizt - und verschwinden die Falten wie von Zauberhand. Entwickelt wurde dieser nicht ungefährlich anmutende Apparat von dem Wiener und New Yorker Schönheitsexperten Dr. Joseph Brueck (Foto). Die US-Werbeanzeige stammt von 1933.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Für Schönheit leiden: 1949 veröffentlichte das US-Magazin "Mechanix Illustrated" diesen Artikel über neue Schönheits-Gimmicks, die - so der Text - "selbst die hässlichste Ente in einen Star verwandeln". Dies waren eine spezielle Strahlen-Maschine zur Glättung von Hautunebenheiten, eine Apparatur zur Straffung des Kinns, ein ominöser "Wellen-Oszillator" zur Stimulation von Nerven und Drüsen sowie ein elektrisches Massagegerät zur Modellierung der perfekten Figur. Die behandelten Damen blicken durchweg fröhlich unter ihren Foltergeräten hervor.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Mit Röntgenstrahlen gegen den Bart: Recht gesundheitsschädlich mutet diese auf der Basis von Röntgenstrahlen funktionierende Apparatur zur Rasur des männlichen Bartes an: Nach Auftragen einer speziellen Paste wird die Haut direkt mit Röntgenstrahlen behandelt - bei regelmäßiger Prozedur sollen sogar Narben auf dem Kinn verschwinden. "Garantiert nicht gesundheitsschädlich", so die Anzeige von 1924.

Foto: blog.modernmechanixx.com
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Plastikhöschen mit Sauna-Effekt: "Besser aussehen - sich besser fühlen - den Körper aufwecken" - mit diesem Slogan warben selbsternannte "Gesundheitswächter" in den USA für ihre "Wonder Sauna Hot Pants". Dank der aufblasbaren One-size-Plastikhosen, die in den Siebzigerjahren auf den Markt kamen, sollte das Fett genau dort abgebaut werden, wo man dies wünsche - mithilfe des archaischen Schwitz-Effekts. Die Hersteller warben damit, dass die Sauna-Hot-Pant sogar von dem großen Jedermann-Sport-Verband "Amateur Athletic Union" (AAU) anerkannt sei.

Foto: REUTERS
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