Irre Starallüren - DER SPIEGEL
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Die Exrawünsche der Stars Rosa Plüsch, weiße Lilien und Orangensaft

Ein komplett schwarzes Hotelzimmer, ein paar Schafe zum drauf schießen oder ein Satz Pornohefte: Wenn Stars unterwegs sind, haben manche die irrsten Sonderwünsche. einestages hat die seltsamsten und unverschämtesten Extravaganzen der Reichen und Berühmten zusammengetragen.
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Frischer Sitz: Ganz im Zeichen der Kabbala, der mystischen Tradition des Judentums, stehen die Rider-Forderungen von Madonna. Die Pop-Diva verlangt stets einen Meditationsraum, um vor dem Auftritt Energie tanken zu können. Ihre Entourage ist angehalten, ständig Kabbala-Wasser für sie bereitzuhalten. Und auch Reinlichkeit scheint ein wichtiger Punkt zu sein - an jedem Ort, den Madonna während ihrer Tournee 2006 aufsuchte, musste ein neuer Toilettensitz installiert werden, den nur sie allein benutzen durfte.

Foto: Kathy Willens / AP
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Teures Telefongespräch: Neben allerlei präzisen Verpflegungswünschen enthält der Rider von Britney Spears die Forderung nach einem Telefon, das keine eingehenden Anrufe empfängt. Sollte doch jemand auf diesem Apparat anrufen, oder die Nummer des Telefons bekannt werden, droht dem Promoter eine Strafzahlung in Höhe von 5000 Dollar.

Foto: REUTERS
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Hölle in Plüsch: Was bewog die Sängerin Lil' Kim dazu, sich einen Backstage-Raum zu wünschen, der 32 Grad warm und mit rosa Plüsch ausgekleidet sein musste?

Foto: J. Pat Carter / AP
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Schwarzer Humor: Als Unterkunft während eines Konzertmarathons in London im Jahr 2007 forderte Prince ein Hotelzimmer in Gruftoptik - schwarze Wände, schwarze Bilderrahmen, schwarze Kerzen und sogar einen schwarzen M&M's-Spender.

Foto: dpa
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Umweltschutz? Polizeischutz! Christina Aguileras Verpflegungsliste nimmt eine ganze DIN-A4-Seite ein. Darunter "One (1) 6 pack of Coke (Not Pepsi and no diet)". Doch nichts davon dürfe auf Plastiktellern oder in Plastikbechern serviert werden - der Umwelt zuliebe. Zugleich verlangt Aguilera eine Polizeieskorte, die sie im Falle eines Verkehrsstaus mit Blaulicht vom Hotel zum Konzert geleiten solle.

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Wir brauchen einen Doktor: Gleich auf der ersten Seite seines Riders verlangte Frank Sinatra einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt in Bereitschaft während seiner Auftritte. "Old Blue Eyes" fürchtete wohl gerötete Stimmbänder - dabei hätte er die jederzeit mit den Unmengen an Alkohol ölen können, die auf Seite 2 des Vertragswerks als Forderungen gelistet sind.

Foto: Getty Images
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Bitte nicht stören: Wenn die Hip-Hop-Sängerin Mary J. Blige im Hotel residiert, ist die Präsidentensuite gerade gut genug. Detailliert führt ihr Rider auf, wie sie sich den Aufenthalt ansonsten vorstellt. Ihre Entourage sei auf einer anderen Etage unterzubringen, Staubsaugen und jede andere Form von störenden Geräuschen auf dem Flur vor ihrer Suite streng verboten. Das Hotelpersonal wird außerdem angehalten, das "Bitte nicht stören"-Schild unbedingt zu beachten. Ganz offenbar ein besonderes Anliegen der Diva - dieser Punkt ist mit 26 Ausrufezeichen versehen.

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Schlafen im Dampfbad: Mariah Carey ist fast so etwas wie das Synonym für Star-Allüren. Mal fordert sie, man möge sie die Treppenstufen hoch tragen, ein anderes Mal soll sie sich während einer Show kleine Katzen zum Streicheln gewünscht haben. Ihr Zimmer muss stets mit ausreichend Luftbefeuchtern versehen sein, weil das die Stimme schone.

Foto: Pascal Le Segretain/ Getty Images
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Drehen am Drehbuch: Unter Marlon Brandos Sonderwünschen litten vor allem Regisseure und Kollegen. Der für seine Exzentrik bekannte Brando tyrannisierte das komplette Set, ließ Drehbücher mehrmals umschreiben und verdoppelte so schon mal die Produktionskosten. Regisseure verweigerten sich nicht selten mit "Seiner Hoheit", wie Brando von manchen genannt wurde, zu arbeiten.

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Markenbewusst: Sheryl Crows Woche ist klar strukturiert - jedenfalls wenn es nach den Alkoholsorten geht, die laut ihrem Rider bereitstehen müssen: Montags eine Flasche Maker's Mark Bourbon. Dienstag: Bombay Gin. Mittwoch: Courvosier Brandy. Donnerstag: Champagner (gute Qualität). Freitag: Tequila. Samstag: Eine Flasche Vodka und ein Tetrapack Orangensaft. Sonntag: Noch mal Tequila.

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Schafe im Hotelzimmer: Obwohl je ein Hotel-Concièrge einen ausgefalleneren Wunsch gehört hat? Der Maler Salvador Dalí, der regelmäßig einen Monat lang mit seinen zwei Ozelots im Hotel Le Meurice in Paris weilte, verlangte, man möge ihm eine Schafherde auf sein Zimmer bringen, damit er mit einem Revolver auf die Tiere schießen könne. Außerdem mussten Hotelangestellte für den Surrealisten im Garten Fliegen und Käfer fangen - Leckerlis für seine beiden exotischen Haustiere.

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Angst vor Schnee: Pop-Legende Elton John reiste bereits zweimal für Schneekonzerte ins österreichische Ischgl - umso verwunderlicher, dass der Musiker dem weißen Zauber offenbar gar nichts abgewinnen kann. 1995 ließ er sich über den Schnee tragen, 2008 musste ein Pistenwagen ihn trockenen Fußes zu seinem Flügel bringen. Auch Seilbahn scheint dem Star nicht genehm, er bevorzugte den Helikopter für die Anreise auf einen Alpengipfel. Dort hatte ein ausgewähltes Blumenarrangement und ein Extraraum für seine Brillen für ihn bereitzustehen.

Foto: REUTERS
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Schnaps und Sex: Die Rocker von Guns 'n' Roses sorgten regelmäßig für Skandale - ihre Anforderungen für den Backstage-Bereich waren dagegen rührend simpel. Schnaps, Zigaretten, ein bisschen zu Essen und Pornomagazine, schon waren die Gunners glücklich.

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Umkleide mal anders: Die meisten Rider lesen sich wie ein Vertrag, verfasst von stocksteifen Anwälten - nicht so bei Iggy Pop und seiner Band The Stooges. Angeblich von einem Roadie der Stooges aufgesetzt, findet sich auf jeder Seite ein Lacher. Für Iggy Pops Ankleide zum Beispiel hat er folgenden Vorschlag: "Weißt du, was richtig nett wäre? Wenn du es hinbekämst, diesen Raum weniger wie eine typische Rock-'n'-Roll-Ankleide aussehen zu lassen sondern... interessant. Lass jemanden etwas künstlerisches Flair versprühen. Kennst du irgendwelche Homosexuellen?".

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Bugatti und Hubschrauber: Damit ihr Gatte Brad Pitt sich während ihrer Dreharbeiten zu "Wanted" nicht langweilte, ließ Angelina Jolie kurzerhand seinen Bugatti einfliegen. Außerdem sollten ihm ein paar Hubschrauberflugstunden die Wartezeit auf die Gattin versüßen.

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Ganz in Weiß: Jennifer Lopez mag es weiß, wenn sie unterwegs ist. So forderte sie eine komplett weiße Garderobe mit weißen Möbeln und weißen Lilien. Auch ihre Hotelzimmer müssen diesen Ansprüchen genügen, sie haben außerdem exakt 25,5 Grad warm zu sein. Streng verboten: Schokolade.

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Tierische Abmachungen: Keine Ledersofas, keine Stoffe mit Fellaufdruck, keine tierischen Nahrungsmittel - Paul McCartney ist strikter Veganer und duldete auf seiner Tournee 2002 nichts, wofür ein Tier gequält oder getötet wurde. Arbeiten durften Tiere jedoch für ihn - vor dem Soundcheck hatte eine Hundestaffel das Gelände auf Bomben abzusuchen. Jedes Geschenk für ihn oder die Band sollte außerdem vorher einem peniblen Sicherheitscheck unterzogen werden, bevor es seinen Adressaten erfreuen durfte.

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Hauptsache Hunde: Hatte je jemand ernsthaft vor, Barbara Streisand zu töten? Aus Angst um ihre Sicherheit verpflichtet die Schauspielerin Veranstalter dazu, das komplette Areal vor einem Auftritt von einer Hundestaffel der Polizei absuchen zu lassen. Während der Show dagegen waren Sicherheitskräfte streng verboten.

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Keine braunen M&Ms: Das Vertragswerk von Van Halen aus dem Jahre 1982 gilt als der heilige Gral der Rider. Er ist 53 Seiten lang und listet bis ins kleinste Detail alle Wünsche der Band auf, beispielsweise Anzahl und Größe der zu liefernden Handtücher und eine lange Liste von Essens- und Getränkewünschen. Unter anderem auch M&Ms, aber unter keinen Umständen braune. Dieses Detail, so verriet die Band später einmal, war jedoch nur als Test dafür gedacht, ob der Veranstalter das Dokument auch wirklich ernstgenommen hatte.

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Klare Vorlieben: Irgendwie wirkt es immer, als wäre es Amy Winehouse egal, was sie in sich hineinkippt - doch nichts da! Ihr Rider führt präzise auf, womit sie sich vor, während und nach dem Konzert in Stimmung hält: Zwei Flaschen Rotwein (Rioja), ein Kasten Bier (am besten Corona - kein Stella! Kein Carlin!), eine große Flasche Vodka (Smirnoff oder Zubrowka) und eine Flasche Champagner (gekühlt, nach der Show).

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Bargeld lacht: Die Ansprüche von Soul-Star Aretha Franklin an das Catering vor einem Konzert waren vergleichsweise einfach, es reichten Kanapees und Ginger Ale, heiße und kalte Vorspeisen, frische Früchte. Das dicke Ende kam nach der Vorstellung. Da wollte die tourerfahrene Bühnenlegende nämlich von ihrer Gage 25.000 US-Dollar in bar ausgezahlt bekommen.

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Spieglein, Spieglein...: Als Gast ist Justin Timberlake vermutlich der Alptraum eines jeden Hoteliers. Der Sänger wünscht sich einen Spiegel über dem Bett und ein privates Fitness-Studio. Außerdem aber ist das Personal angehalten, mehrmals am Tag die Türklinken zu desinfizieren. Ansprechen darf das niedere Volk den Star auf keinen Fall.

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Kochen auf dem Klo: Reichlich seltsam wirkt der Wunsch von Weltstar Sofia Loren - während längerer Aufenthalte in Hamburg und Sankt Petersburg bat die berühmte Schauspielerin darum, eines der zwei Bäder ihrer Hotelsuite in eine Küche zu verwandeln. Nicht etwa, damit ihr dort ein Koch die außergewöhnlichsten Speisen kredenzte - sondern damit die italienische Diva für sich selbst Spagetti kochen konnte.

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Zicke am Set: "Grey's Anatomy"-Star Catherine Heigl war bereits am Set der Arztserie als Exzentrikerin verschrien, und auch bei anderen Drehs zeigte sie ihre biestige Ader. So soll sie mehrfach Crewmitglieder weggeschickt haben, nur, weil ihr deren Visage nicht gefiel.

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