Fotostrecke Das Leiden der Jesiden
Die Emotionen sind ihr anzusehen. Eine irakisch-jesidische Frau hat soeben erfahren, dass der "Islamische Staat" (IS) 200 Menschen aus ihrem Dorf freigelassen hat. Immer wieder haben die Dschihadisten Verschleppte gegen Lösegeld gehen lassen - vor allem Ältere und Kranke, die dem IS lästig wurden.
Andere Frauen fallen sich in die Arme, als sie von der Freilassung hören. Der "Islamische Staat" hat im Sommer 2014 tausende Iraker, die der jesidischen Minderheit angehören, verschleppt, vor allem Frauen und Kinder. Knapp tausend sind inzwischen wieder frei. Sie haben Schreckliches hinter sich: sexuellen Missbrauch, Gewalt und Folter. Viele jesidische Männer wurden von den Dschihadisten sofort exekutiert.
Die Frauen machen eine Pause auf ihrem Weg nach Hause. Die Irakerinnen gehören der jesidischen Minderheit an. Sie waren im August von den Dschihadisten verschleppt worden und wurden im April 2015 wieder freigelassen.