Islamismus Der Terror der Einwandererkinder
Omar Abdel Hamid El-Hussein: Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass der mutmaßliche Attentäter von Kopenhagen sich bei seiner Tat von der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) inspiriert fühlte. Er tötete zwei Menschen.
Bereits 2013 hatte El-Hussein in einem Zug einen Mann mit einem Messer angegriffen.
Wohnanlage Mjølnerparken in Kopenhagen: Hierher flüchtete El-Hussein nach der ersten Tat.
Bilder einer Überwachungskamera: El-Hussein war ein gewöhnlicher Krimineller, bevor er zum Terroristen wurde. Er war offenbar - wohl auch wegen seiner palästininensischen Herkunft - in Bezug auf den Nahostkonflikt früh stark politisiert. Das unterscheidet ihn von den Terroristen aus Frankreich. In der Schule soll er immer wieder gesagt haben, wie sehr er Juden hasse.
Die Schule, auf die der Attentäter zuletzt ging: El-Hussein galt als guter Schüler. In seiner Freizeit war er ein talentierter Boxer.
Attentäter Mohamed Merah: Der Franzose aus Toulouse hat im März 2012 sieben Menschen getötet, darunter drei Kinder aus einer jüdischen Schule. Auch er hatte bereits als Jugendlicher eine kriminelle Laufbahn eingeschlagen.
Terroristen Chérif und Saïd Kouachi: Die beiden Brüder verübten am 7. Januar 2015 das Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo", das weltweit für Empörung sorgte. Die Terroristen töteten insgesamt zwölf Menschen, elf davon in der Redaktion. Als Kinder lebten sie zeitweise in einem Heim. Beide wurden schon seit Jahren von den Sicherheitsbehörden beobachtet.
Attentäter Amédy Coulibaly (in Bekennervideo): Der Franzose mit malischen Wurzeln hat im Januar 2015 eine Polizistin erschossen und dann einen jüdischen Supermarkt überfallen und Geiseln genommen. Im Supermarkt tötete er vier Menschen. Er wurde bei seinen Aufenthalten im Gefängnis radikalisiert. Zuvor war er ein Krimineller gewesen, der auch vor dem Einsatz von Waffen nicht zurückschreckte.
Grande Borne: In der Banlieue südlich von Paris lebte Amedy Coulibaly, einer der Pariser Attentäter. Grande Borne symbolisiert das Scheitern der Vorstädte - das Viertel gehört zu den verrufensten Cités Frankreichs. Fotografen und Kameraleute trauen sich selbst tagsüber kaum hinein. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 40 Prozent, das Einkommen der Familien bei weniger als 10.000 Euro pro Jahr.
Djamel Beghal: Amedy Coulibaly und Chérif Kouachi trafen den Islamisten in einem Gefängnis südlich von Paris und hielten auch nach ihrer Entlassung Kontakt zu ihm.
Terrorist Coulibaly: Die jungen Bewohner seiner Banlieue Grande Borne bezeichnen sich selbst als "racaille" (Abschaum). Die Älteren machen Überfälle, so wie Coulibaly es auch tat, bevor er von Islamisten radikalisiert wurde.