Islands Nationalmannschaft Die Heimkehr der Helden
Die isländischen Fußballfans haben ihrer Nationalmannschaft einen stürmischen Empfang bereitet: Zehntausende kamen am Montagabend auf den Hügel Arnarhóll und in die Reykjaviker Innenstadt, um das Team zu feiern.
Die Fußballer fuhren in diesem Doppeldeckerbus durch die Stadt. Sie hatten es bei der EM überraschend ins Viertelfinale geschafft. Trotz ihrer 2:5-Niederlage gegen das Team aus Frankreich haben die Isländer in der Heimat jetzt Heldenstatus.
In Frankreich habe das Team nur eine Ahnung davon gehabt, wie in der Heimat mitgefiebert worden sei, sagte der scheidende Trainer Lars Lagerbäck dem isländischen Fernsehen RÙV. "Aber nun die Menschen auf dem Weg vom Flughafen ins Stadtzentrum winken zu sehen, ist einfach fantastisch."
"Es war ein fantastisches Turnier für so ein kleines Team wie uns", sagte Offensivspieler Gylfi Sigurdsson bei der Ankunft in Reykjavik. "Wir haben den Kids zu Hause die Hoffnung gegeben, dass so etwas möglich ist."
"Wir haben etwas Wunderbares erlebt. Ein Traum ist wahr geworden, wir sind stolz, unserem Land eine solche Freude bereitet zu haben", sagte auch Kolbeinn Sigthorsson, Torschütze beim 2:5 im Viertelfinale am Sonntag gegen Gastgeber Frankreich.
Kári Árnason, Ari Freyr Skúlason, Ögmundur Kristinsson, Theódór "Teddy" Elmar Bjarnason auf der Bühne in Reykjavik: Schätzungsweise 30.000 Isländer - ein Zehntel der Gesamtbevölkerung - waren zu den Spielen ihrer Mannschaft nach Frankreich gereist.
Mittelfeldspieler Arnór Ingvi Traustason mit einem jungen Fan in Reykjavik: Die Fußballer posierten für Selfies, gaben Autogramme und...
...nahmen Babys auf den Arm - so wie hier Kapitän Aron Gunnarsson. Gemeinsam mit ihren Fans stimmten die Spieler immer wieder den mittlerweile in ganz Europa bekannten Schlachtruf an: "Huh!"
Für die Fans war die Rückkehr ihrer EM-Helden eine höchst emotionale Angelegenheit. Auch aus der Politik gab es große Worte: "Ihr seid unser nationaler Schatz", sagte der isländische Ministerpräsident Sigurdur Ingi Jóhannsson beim Empfang der Mannschaft. "Es gibt immer noch Märchen."