Island / Finanzkrise Auferstanden aus Finanzruinen
Fünf Jahre ist es her, da stand Island plötzlich vor dem Staatsbankrott. Im Herbst 2008, gleich nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers, brachen die drei Großbanken des 323.000 Einwohner kleinen Landes zusammen: Kaupthing, ...
... Landsbanki ...
...und Glitnir. Die drei Banken hatten bei einer wahnwitzigen Expansionstour durch Europa einen Schuldenberg angehäuft, an die zehnmal so hoch wie Islands Wirtschaftsleistung.
Zehntausende verloren ihre Ersparnisse, die isländische Krone stürzte ins Bodenlose.
Premier Geir Haarde rief den nationalen Notstand aus und schloss seine Rede mit "Gott segne Island". Nur Notkredite der nordischen Nachbarn sowie des Internationalen Währungsfonds retteten den Staat vor dem Kollaps.
Das Konzerthaus Harpa am Hafen von Reykjavik ist heute das Symbol für den Wiederaufstieg Islands.
Bjarni Benediktsson soll nun Islands wirtschaftliche Zukunft sichern. Seine konservative Unabhängigkeitspartei und ihr Koalitionspartner, die Fortschrittspartei, haben den Wählern versprochen, die umstrittene Kapitalsperre abzuschaffen, die noch immer das Wachstum bremst.