Island von oben Quecksilberflüsse und moosgrünes Blut
Bunt schillern die Sanderflüsse, die sich ihren Weg durch schwarze Schotterfelder bahnen. Der Fotograf Lukas Gawenda hat sich Island aus der Vogelperspektive vorgenommen - entstanden sind Landschaftsaufnahmen, die wie Kunstwerke wirken.
Island grün-blau: Der Wind peitscht über den Nordatlantik, Böen lassen sich an der Wasseroberfläche ablesen. Dieses Bild von einem schwarzen Lavastrand machte Gawenda an der Südküste.
In der Nähe des Vulkans Hekla im Südwesten Islands liegt die Region Landmannalaugar. Dieser See könnte auch ein Swimmingpool für Außerirdische sein - er liegt mitten in einer Landschaft, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Schlangenlinien im Geröll: In Islands Süden gibt es Schwemmlandebenen, die aus der Luft spektakulär und surreal aussehen - unter anderem Skeiðarársandur und Mýrdalssandur. Sanderfelder bestehen aus Sedimenten, die bei Vulkanausbrüchen abgelagert und dann durch Gletscherläufe angeschwemmt wurden.
Islands Gletscherwelt: Diese eisige Flusslandschaft wirkt wie ein Quecksilber-Ölfarben-Zahnpasta-Mix.
Faszination Sanderfluss: "Die rote Farbe rührt vom Eisenoxid her, das Gelb wird aus dem sauren Moorboden gelöst, und das Blau stammt aus den Gletscherflüssen", schreibt Lukas Gawenda auf seiner Webseite. "Alles fließt zu einem Gesamtkunstwerk der Natur."
855 Meter hoch ist der Vulkan Brennisteinsalda, den Lukas Gawenda ebenfalls aus der Cessna fotografierte. Die Landschaft im südwestlichen Hochland ist so bunt gesprenkelt, als hätte hier gerade das indische Holi-Farbenfest stattgefunden.
Giftgrünes Blut: Wie ein feines Kapillarnetz wirken diese Strukturen in einem dunklen Lavafeld. Fotograf nennt die Aufnahme "Baum der Wildnis".