Islands EM-Debüt Erstes Spiel, erstes Tor, erster Punkt
EM-Debüt: Erstmals ist Island bei der Endrunde einer Europameisterschaft dabei. Die vielen mitgereisten Fans feierten ihr Team lautstark.
Auch auf dem Platz begannen die Isländer eindrucksvoll. Das Team von Lars Lagerbäck spielte mutig nach vorn und hatte die erste große Chance des Spiels: Gylfi Sigurdsson scheiterte mit seinem Abschluss allerdings an Portugals Torwart Rui Patricio.
Island hielt von Anfang an dagegen, ohne sich dabei in der eigenen Hälfte zu verstecken. Hier gehen Ragnar Sigurdsson und Danilo Pereira ins Kopfballduell.
Dann die vorerst beste Gelegenheit der Portugiesen: Cristiano Ronaldo flankte punktgenau in die Mitte, aber Nani köpfte Torwart Hannes Halldórson an - Chance vertan.
Anschließend war wieder Halldórsson zur Stelle. Ronaldo kam nicht mehr richtig an den Ball heran.
Der Superstar von Champions-League-Sieger Real Madrid war auf der Jagd nach einer neuen Bestmarke. Noch nie hatte ein Spieler bei vier verschiedenen EM-Endrunden getroffen. Zlatan Ibrahimovic hatte seine Chance am Vortag gegen Irland nicht genutzt. So hatte Ronaldo die Chance, diesen Rekord als Erster zu erreichen.
Noch vor der Pause fiel der erste Treffer. Portugal ging verdient in Führung. Ronaldo musste allerdings weiter auf seinen historischen Treffer warten.
Denn Nani war der Torschütze zum 1:0. Der Angreifer von Fenerbahce Istanbul erzielte seinen ersten Treffer bei einer EM-Endrunde - obwohl er schon zum dritten Mal dabei ist.
Aber schon kurz nach der Pause war Island zurück im Spiel. Völlig überraschend fiel der Ausgleich: Eine weite Flanke von der rechten Seite nahm Birkir Bjarnason direkt - und traf ins Tor.
Der Mittelfeldspieler vom FC Basel feierte damit den ersten EM-Treffer in der isländischen Fußball-Historie.
Anschließend entwickelte sich eine packende Schlussphase. Auch Island setzte immer wieder Akzente, die größte Chance hatte aber wieder mal Nani. Er verlängerte einen Freistoß von Raphaël Guerreiro nur Zentimeter neben den Pfosten.
Auch Ronaldo hatte noch eine Großchance, aber er scheiterte ebenfalls per Kopf. Sein Abschluss aus kurzer Distanz war zu unplatziert. Es blieb beim Remis zum Auftakt. Ein ernüchternder Start für die Portugiesen und ein toller Einstand für Island.
Island kann nach seinem Traumstart nun weiter träumen - vom Achtelfinale.