Ison: Kamikaze-Komet beginnt zu zerbrechen - DER SPIEGEL
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Kamikaze-Komet "Ison" beginnt zu zerbrechen

Der Komet "Ison" rast derzeit auf unsere Sonne zu. Wenn er den Stress seiner Reise übersteht, könnte er bald so hell leuchten wie der Vollmond. Neuste Beobachtungen belegen, dass er Teile seines Kerns abgesprengt hat.
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"Ison" auf dem Weg Richtung Sonne: Auf diesem "Hubble"-Foto aus dem April 2013 ist der Schweif noch relativ klein. Seine aktuelle Reise könnte gleichzeitig seine letzte sein.

Foto: REUTERS/ NASA/ ESA
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Während "Ison" der Sonne entgegenrast und einen riesigen Schweif entwickelt hat, spitzt sich seine prekäre Lage zu: Aktuelle Beobachtungen an der Wendelstein-Sternwarte der Universität München offenbaren, dass Teile des Kometenkerns abgebrochen sind.

Foto: Michael Jäger
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Der Anfang vom Ende? "Wir sehen klare Indizien, dass mindestens ein größeres Stück des Kometenkerns abgebrochen ist", sagt Hermann Böhnhardt vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.

Foto: MPI für Sonnensystemforschung
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"Ison" auf dem Weg (Aufnahme des Eso-Teleskops Trappist, 15. November 2013): Der Helligkeitsausbruch des Kometen dauert an - und der Schweifstern hält die Forscher weiter in Atem.

Foto: TRAPPIST/E. Jehin/ESO
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Nachbearbeitete "Hubble"-Aufnahme von "Ison": Weil die Sonne den Kometen erwärmt, strömen aus seinem festen Inneren schon große Mengen an Gasen aus. Sie reißen Staubteilchen mit - und die etwa 5000 Kilometer weite Koma und der beeindruckende Schweif entstehen. Er ist mehr als 90.000 Kilometer lang.

Foto: NASA/ ESA/ PSI/ Hubble Comet ISON
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Diagramm von "Isons" Flugbahn: Der Komet, der wohl aus der Oortschen Wolke stammt, reist wahrscheinlich das erste Mal in den inneren Bereich des Sonnensystems - und kommt dabei der Sonne sehr nahe. Der Kern des Kometen besteht, wie bei anderen Kometen auch, aus Eis und Staubpartikeln, weswegen man die Schweifsterne auch als schmutzige Schneebälle bezeichnet.

Foto: NASA/ JPL-Caltech
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Bald so hell wie der Mond? Auf dieser Aufnahme vom September 2012 war "Ison" noch sehr unauffällig.

Foto: Ligustri Rolando/ NASA
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Aufnahme des "Swift"-Teleskops vom 30. Januar: "Ison" war zu diesem Zeitpunkt rund 740 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.

Foto: NASA/ Swift/ D. Bodewits, UMCP
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Wanderung von "Ison": In den kommenden Monaten wird der Komet die Sternbilder Zwillinge, Krebs und Löwe passieren.

Foto: NASA/ Goddard Space Flight Center/ Axel Mellinger
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Gefährliche Reise: "Ison" wird nur rund 1,2 Millionen Kilometer von der Sonnenoberfläche entfernt sein, wenn er den Stern passiert. Dabei werden gewaltige Kräfte auf den Himmelskörper einwirken. Eis in seinem Kern wird direkt in Gas verwandelt, außerdem wird er große Mengen Staub ausstoßen. Es ist auch möglich, dass der Komet zerbricht.

Foto: NASA
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Vorbeiflug an der Sonne: Nachdem er den sonnennächsten Punkt passiert hat, wird "Ison" - in sicherer Entfernung - die Erde passieren. Nach Angaben der Nasa wird er sich unserem Planeten nur auf rund 64 Millionen Kilometer annähern. Auch wenn er zerbrechen sollte, droht durch die Teilstücke keine Gefahr.

Foto: NASA
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