Leerstand in Süditalien Biete Sonne, suche Rentner
Sardinien (Cala Luna): Häuser und Wohnungen, zum Kaufen wie zum Mieten, gibt es im sonnendurchfluteten italienischen Süden mehr als genug, meistens spottbillig. Was dort fehlt, sind Menschen mit Kaufkraft, die investieren und konsumieren.
Auch in den Abruzzen werden neue Einwohner gesucht: Hier die Kirche Santa Maria dell'Annunziata am Lago di Scanno. Mit besonders günstigen Steuern sollen nun neue Einwohner gewonnen werden.
Die Amalfiküste: Steuern sparen, wo andere Urlaub machen - Touristenorte sollen von der Sonderbesteuerung jedoch ausgenommen sein. Hier tummeln sich schon genügend Immobilieninteressenten, die die Preise nach oben treiben.
Die Region Molise (hier der Lago di Castel San Vincenzo) ist schön, bietet aber wenige Perspektiven für Jobsucher: Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote 14,6 Prozent und lag damit über dem landesweiten Durchschnitt.
Und am Abend eine Pizza auf der Piazza? Der Marktplatz in Bari lädt zum Verweilen ein. Eine Sieben-Prozent-Niedrigsteuer soll für die Rente gelten, aber auch für alle anderen Einkommen, die die Pensionäre haben und in Italien deklarieren wollen.
Das Castello Aragonese auf der Ostseite der Insel Ischia: Schöne Flecken Erde gibt es viele in Italien. In vielen Landstrichen im armen Süden fehlen jedoch zahlungskräftige Einwohner, die Häuser bauen oder renovieren und damit die lokale Wirtschaft ankurbeln.
Einen Ruhestand am Strand - davon träumen viele Nordeuropäer. In Sizilien, hier der Strand Santa Maria Del Focallo bei Pozzallo, könnte dieser Traum Realität werden.
Jede Menge Sehenswürdigkeiten gibt es gleich in der Nachbarschaft: Matera ist Weltkulturhauptstadt 2019.
Riace in Kalabrien: Der Bürgermeister des Dorfes hatte Migranten leerstehende Häuser, aber auch verlassene, verfallende Geschäfte zum Neuanfang angeboten - und das Dorf blühte auf.
Inzwischen ist der ehemalige Dorfvorsteher wegen illegaler Auftragsvergaben angeklagt. Die meisten Flüchtlinge wurden umgesiedelt, zumeist in Auffanglager, manche auch des Landes verwiesen. Heute ist Riace wieder ein sterbendes Dorf.