Italien-Testspiel Witzfigur und Wackelabwehr
Witzfigur: Schon am Rosenmontag kam Lukas Podolski beim Karnevalsumzug in Köln nicht besonders gut weg. Die Jecken spielten dabei auf einen möglichen Wechsel des derzeit formschwachen Stürmers zum FC Bayern an. Beim Testspiel in Florenz blieb der 20-Jährige blass und wurde nach 45. Minuten durch Schalkes Gerald Asamoah ersetzt.
Wackelabwehr: Jens Lehmann konnte einem Leid tun. Wie in dieser Szene beim frühen Gegentreffer zum 0:1 durch Alberto Gilardino (r.) ließen seine Vorderleute um Robert Huth (l.) den Torhüter vom FC Arsenal oft im Stich.
Ärger: Für Bundestrainer Jürgen Klinsmann war der Auftritt in Florenz "eine große Enttäuschung" - viele Fans werden es wohl drastischer formuliert haben.
Totalausfall: Michael Ballack (l.) kämpfte zwar (hier gegen Alessandro Nesta), ließ aber jegliche Kreativität im deutschen Mittelfeld vermissen.
Timing: Sebastian Deisler (l.) hatte zwar die einzige Torchance für Deutschland im ersten Durchgang, kam aber wie hier gegen Alessandro Del Pierro meist einen Schritt zu spät.
Schreibarbeit: Schiedsrichter Eduardo Iturralde Gonzalez aus Spanien hatte alle Hände voll zu tun, die Gegentore der Deutschen zu notieren.
Treffsicher: Ob die Deutschen in dieser Situation schon ahnten, dass der Abend in einem Debakel endet? Alberto Gilardino jedenfalls eröffnete in der vierten Minute das Schützenfest für die Italiener.
Torlos: Bremens Miroslav Klose (r.), derzeit mit 17 Treffern in der Bundesliga der erfolgreichste deutsche Stürmer, war bei Fabio Cannavaro (l.) und dessen Kollegen vollkommen abgemeldet.
Ballnähe: Klinsmann am Seitenrand. "Jeder hat von Potenzial", sagte er nach der Partie über seine Spieler.
Traurig: Rund um das Spiel und im Stadion kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern. Dabei zeigten einige Ewiggestrige auch den Gruß der Faschisten.
Fassungslos: Der deutsche Fußball in Person von Robert Huth (l.) und Jens Lehmann am Boden.