"Iter": Milliardenschweres Großprojekt - DER SPIEGEL
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"Iter" Milliardenschweres Großprojekt

Problemlos verfügbarer Brennstoff, kaum Abfall: Eigentlich soll im Kernfusionsreaktor "Iter" die Energieversorgung der Zukunft getestet werden. Doch die Kosten des internationalen Projekts explodieren. Nach SPIEGEL-Informationen scheut Deutschland milliardenschwere Zusatzbelastungen.
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"Iter"-Baustelle aus der Luft: Umrahmt von sattgrünen Nadelwäldern wartet das akribisch planierte Areal beim südfranzösischen Örtchen Saint-Paul-lès-Durance auf den ersten Spatenstich im Juli. Eine Kathedrale der Neuzeit soll hier auf gelb-rotem provençalischem Grund entstehen: der internationale Kernfusionsreaktor "Iter", eines der größten Forschungsprojekte der Welt

Foto: Agence ITER France
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Geplanter Aufbau von "Iter" (grafische Darstellung): Die Baukosten des Fusionsreaktors explodieren, im Extremfall steht das ganze Vorhaben auf der Kippe.

Foto: ITER Organization
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Das "Iter"-Konzept: In dem sogenannten Tokamak-Reaktor soll bis zu hundert Millionen Grad heißes Plasma von Magneten eingeschlossen werden. In der Anlage, die an einen Donut erinnert, sollen die Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium kontrolliert zu Helium verschmelzen.

Foto: ITER Organization
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Das "Iter"-Konzept: Die Reaktion funktioniert nach dem Prinzip des Sternenfeuers, das in unserer Sonne lodert.

Foto: ITER Organization
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Planierarbeiten auf dem "Iter"-Gelände (im Juni 2008): In den vergangenen Monaten haben die Bauleute Erde vom Gesamtvolumen der Cheopspyramide bewegt, heißt es. Und das ist erst der Anfang: Bald sollen hier die ersten Gebäude entstehen, eine eigene kleine Stadt.

Foto: AFP
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"Iter"-Mitarbeiter (im Mai 2009): Die Befürworter des Vorhabens sagen, es ginge um nichts weniger als die Energieversorgung der Zukunft - mit quasi unendlich verfügbaren Brennstoffen und beinahe abfallfrei.

Foto: Agence ITER France
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Schwerer als der Eiffelturm: Das Bild zeigt das Vakuumsystem des Reaktors. Zum ersten Mal soll ein Fusionsreaktor mehr Energie liefern, als zu seinem Betrieb nötig ist.

Foto: ITER Organization
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Vorabeiten für "Iter"-Konstruktion (in Japan, Januar 2008): Die Japaner wurden mit einem kleineren Fusions-Forschungsreaktor und einem Hochleistungscomputer dafür entschädigt, dass "Iter" nicht bei ihnen steht, sondern im fernen Europa.

Foto: ITER Organization
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Konkurrenzprojekt "National Ignition Facility": In dieser US-Großanlage soll ebenfalls die Kernfusion getestet werden, allerdings mit Hilfe von Lasern, die ein sogenanntes Target, eine Kugel aus Tritium und Deuterium, verdampfen sollen.

Foto: Lawrence Livermore National Laboratory
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"National Ignition Facility" (mit eingezeichneten Football-Feldern zum Größenvergleich): Im Kraftwerksbetrieb würde das Konzept nur funktionieren, wenn mehrere dieser kleinen Kügelchen pro Sekunde entzündet werden könnten.

Foto: Lawrence Livermore National Laboratory
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?