Mobile Festungen Die Luxusjachten der Superreichen
Die längste private Motorjacht der Welt ist die 180 Meter lange "Azzam". Weder bestätigt noch dementiert wird, dass der Auftraggeber für das Schiff mit vier Jetantrieben und insgesamt 70.000 kW (95.000 PS) Scheich Khalifa Bin Zayed Al Nahyan war, der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate. 400 Millionen Dollar soll er für das Schiff gezahlt haben.
Gebaut wurde die "Azzam" in der Lürssen-Werft in Bremen. Vor drei Jahren lief sie dort vom Stapel. Für Luxusjachten gilt: Bis zu zehn Prozent des Kaufpreises fallen jährlich an Betriebskosten an. Bei der "Azzam" wären das also 40 Millionen Euro.
Dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch gehört die "Eclipse", die mit 163 Metern Länge drittgrößte private Motorjacht der Welt. Sie ist eine regelrechte Festung, mit zahlreichen Abwehrmöglichkeiten gegen Paparazzi oder Angreifer, aber auch mit vielen Annehmlichkeiten: Auf insgesamt neun Decks befinden sich ein Pool, ein Kino, eine Disko und zwei Landeplätze für Hubschrauber. Außerdem an Bord: 20 Jet-Skis und vier Motorboote.
Die "Eclipse" wurde 2010 von Blohm+Voss gebaut. Angeblich steht sie derzeit zum Verkauf, weil Abramowitsch ein neues Schiff kaufen möchte. Für die "Eclipse" soll er damals eine Summe zwischen 400 und 800 Millionen Euro gezahlt haben.
... der "Sailing Yacht A". Sie wird derzeit in Kiel gebaut. Offizielle Angaben zum Volumen der Jacht gibt es noch nicht, aber es scheint gigantisch zu sein. Unterhalb der Wasserlinie verfügt das Schiff über eine Panorama-Lounge, Beiboote - und ein eigenes U-Boot. Erste Probefahrten auf der Ostsee gab es schon.
Die "Sailing Yacht A" ist 143 Meter lang, die Masten sind bis zu 90 Meter hoch. Die Segel werden automatisch gesetzt - und nehmen zusammen die Fläche eines halben Fußballplatzes ein.
54 Männer und Frauen werden benötigt, um das Schiff zu segeln, heißt es. Für das ungewöhnliche Design ist der Franzose Philippe Starck verantwortlich.
Auftraggeber des keilförmigen Dreimasters ist der russische Milliardär Andrej Melnitschenko. Experten schätzen den Wert des Schiffes auf mindestens 200 Millionen Euro.
Die "Al Said" ist 155 Meter lang und bietet auf sechs Decks Platz für eine 150-köpfige Besatzung sowie 65 Gäste. Eigner des 2008 übergebenen Schiffes, das bei Lürssen in Bremen gebaut wurde, ist der Sultan von Oman.
Ebenfalls auf der Lürssen-Werft in Bremen entstand die Jacht "Topaz". Das Schiff ist 147 Meter lang und gehört Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan, dem Bruder des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate. Das Schiff ist regelmäßig im Mittelmeer im Einsatz. Dort treffen sich ...
Der Hafen von Cannes wirkt auf Superreiche wie ein Magnet. Im Juli und August findet hier das Schaulaufen der Megajachten statt.
Der Hafen von Saint-Tropez. "Milk Run" wird die Strecke entlang der Mittelmeerküste von den Menschen genannt, die an Bord der Jachten arbeiten. Denn für sie wiederholt sich die Strecke ständig. Sind die Eigner von Bord, geht für sie alles von vorne los: mit den Gästen der Superreichen.