Jagdausflug in die CSSR - DER SPIEGEL
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Jagdausflug in die CSSR Staatliche Schweine

Reise in eine unbekannte Welt: Mit einem Jagdfreund besuchte Hobbyfotograf Ferdinand Keutner 1978 die Tschechoslowakei und lernte dabei viel über den Erfindergeist in der Mangelwirtschaft - und die Bedeutung von Schweinen für die sozialistische Ordnung.
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Gewehrprüfung: Beim Auspacken ist ein Malheur passiert, das Gewehr von Helmut ist auf den Boden gefallen. Er prüft, ob die Waffe Schaden genommen hat. Letztlich wird sich das aber erst im Gebrauch zeigen.

Foto: Ferdi Keuter
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Am Ende siegte der Jäger: Der Hirsch soll seinen eigenen Schuss nicht mehr gehört haben, versicherte mir der Schütze. Das Tier wurde 13 Jahre alt.

Foto: Ferdi Keuter
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Erster Jagderfolg: Nach dem Abschuss kam der Jäger ohne Beute zur Hütte, meldete sein Jagdglück. Dann begleitete ich ihn, um das Reh, an einem Holzast befestigt, aus dem Forst zu tragen. Für eine Person wäre das erlegte Tier zu schwer gewesen.

Foto: Ferdi Keuter
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Freunde für eine Weile: Auf dem Weg zur polnischen Grenze traf ich einen jungen Mann mit einem Schäferhund. Er sagte, er sei Hirte. Sein besonderes Interesse galt meiner Spiegelreflexkamera und meinen Zigaretten. Mit Gesten und Blicken suchten wir uns zu verständigen. Nach einiger Zeit musste er zu seinen Schafen zurück.

Foto: Ferdi Keuter
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Jagdtrophäe: Es ist ein besonderer Tag, ein Bock wurde erlegt. Die Jäger lassen sich mit ihrer Beute fotografieren.

Foto: Ferdi Keuter
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Geld fürs Geweih: Eine Gebührenordnung schreibt den Jägern vor, dass sie für jedes Geweih zahlen müssen. Da kann ein Schuss schnell teuer werden.

Foto: Ferdi Keuter
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Trinkfeste Gesellschaft: Die Nächte waren recht dunkel und kühl. Da gab es nur eins für uns - Pivo ohne Ende. Bald zupfte Josef die Fiedel und sang dazu. Auf dem Foto sind der Autor, Josef und Helmut (v.l.) an einem Abend in der Hütte zu sehen.

Foto: Ferdi Keuter
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Feierfreudiger Förster: Wenn wir gemeinsam in der Hütte gefeiert hatten, setzten wir Förster Richard auf sein Motorrad und schoben ihn an. Am Morgen war er immer pünktlich zum Jagdbeginn wieder an der Hütte.

Foto: Ferdi Keuter
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Flucht aus Javornik: Wir sind froh, bald unsere Jagdhütte im tiefen Forst beziehen zu können - das viele Grau in Javornik deprimiert uns.

Foto: Ferdi Keuter
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Vielseitiger Weidmann: Josef ist nicht nur Förster, Jäger und Jagdaufseher, sondern auch Koch. Seine Rehleber schmeckt köstlich - nur manchmal verwendet er zu viel Knoblauch.

Foto: Ferdi Keuter
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Verpflegung vom Förster: Der Weg zur nächsten Einkaufsmöglichkeit ist einige Kilometer entfernt. Da im kleinen Ort Weißwasser nur Nonnen wohnen, gibt es "irdische" Lebensmittel und Getränke nur bedingt. Förster Richard versorgt uns mit Bier. Hier laden wir die Verpflegung aus seinem Jeep auf - Pivo und Schnaps sind auch dabei.

Foto: Ferdi Keuter
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Schloss Jánský Vrch: Die ehemalige Residenz der Fürstbischöfe von Breslau in Javornik ist ein fast verfallenes Gebäude, das dringend einer Sanierung bedarf (Aufnahme von 1978).

Foto: Ferdi Keuter
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Versteckte Pracht: Trotz des tristen Zustandes des Schlosses Jánský Vrch in Javornik ahnt man, welche Pracht hier nach einer Restaurierung zu Tage kommen wird. Das Bild wurde 1978 vor der Sanierung aufgenommen.

Foto: Ferdi Keuter
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Bleibe für Ausflügler: Wir haben die Zivilisation weitestgehend hinter uns gelassen. In dieser Hütte im Wald von Bila Voda werden wir uns ausruhen, entspannen - einige von uns werden auf die Pirsch gehen und Hirsche jagen.

Foto: Ferdi Keuter
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Karges Heim: Unsere Hütte hatte nur einen Raum mit Küchenzeile. 1978 mutete man den Jägern noch eine solch einfach ausgestattete Bleibe an.

Foto: Ferdi Keuter
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Abtransport der Beute: Mit einen geländetauglichen Wagen ist Richard nicht ausgestattet. So werden die erlegten Tiere mit dem Krad ins Tal gebracht. An Kühlung der Beute denkt noch keiner - an die Sicherheit des Fahrers ebenso wenig.

Foto: Ferdi Keuter
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Zeichen des Verfalls: Feinste Schmiedekunst am Schloss Jánský Vrch, ehemalige Residenz der Fürstbischöfe von Breslau in Javornik. Die handwerkliche Arbeit rostet vor sich hin.

Foto: Ferdi Keuter
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Spuren der Vorfahren: Genau an der polnischen Grenze fand der Autor dieses Gemäuer. Deutsche Vorfahren hatten hier ein Zuhause.

Foto: Ferdi Keuter
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Kirche von Weißwasser: In diesem Ortsteil von Bila Voda hatte man den älteren Nonnen eine Bleibe zugewiesen. In kleinen Häusern lebten sie in Gruppen zusammen. In ihren angestammten Klöstern durften sie nach ihrer Pensionierung nicht mehr bleiben. Eine Kirche und einen Geistlichen ließ man ihnen aber.

Foto: Ferdi Keuter
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Unbekannter Friedhof: Die Ruhestätten deutscher Verstorbenen sind in einem vernachlässigten Zustand. Die Inschrift dieses Grabes auf einem unbekannten Friedhof in Bila Voda lässt sich kaum noch entziffern.

Foto: Ferdi Keuter
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Lebensmittelknappheit: Bei einer Tour durch die Umgebung von Bila Voda sahen wir die Warteschlange vor einem Lebensmittelgeschäft. Wir vermuteten, dass es Milch geben würde. Da aber leere Kannen nicht zu sehen waren, könnte es auch Butter oder Käse gewesen sein.

Foto: Ferdi Keuter
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Fröhlich am Fenster: In Podebrady (deutsch: Podiebrad) - der Stadt am rechten Ufer der Elbe - sehe ich diese junge Frau. Mit Gesten frage ich sie, ob ich sie fotografieren darf. Sie willigt ein und ruft ihre Mitbewohnerin noch dazu.

Foto: Ferdi Keuter
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Unter einer Brücke in Prag: Wir sind auf der Heimreise und machen noch einen Stopp in der Stadt an der Moldau. Das Wetter lädt zu einem Bummel ein, wir genießen einige Stunden in Prag.

Foto: Ferdi Keuter
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Touristenziel: Es gibt in dem Goldmachergässchen viele kleine Geschäfte. Schöne Andenken liegen neben Nippes und Kitsch.

Foto: Ferdi Keuter
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Andenken an Prag: Im Goldmachergässchen suchen wir nach einem Andenken. Im Schaufenster eines kleinen Ladens stehen zwei Keramikteller. Nachdem wir diese gekauft haben, ist die Auslage leer.

Foto: Ferdi Keuter
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