Jahresrückblick: Mai 2008 Die erschütterte Großmacht
Erdbeben in China: Die Erde bebt wie noch nie am 12. Mai 2008 in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Mindestens 70.000 Menschen sterben in den Trümmern ihrer Häuser. Besonders tragisch: Viele Schulgebäude stürzen ein, weil beim Bau offenbar gepfuscht worden war. Tausende Kinder kommen so ums Leben.
Erdbebenopfer: Rettungskräfte bergen Körper aus einem bei dem Erdbeben zusammengebrochenen Wohnhaus im chinesischen Lixi. Die Opfer waren vermutlich gerade beim Essen - die Frau, die sich schützend über ihr Kind warf, hält noch ihre Essstäbchen in der Hand.
Provisorische Behausungen im Stadion: Durch das Erdbeben obdachlos gewordene Menschen haben sich in einem Sportstadion in Shifang Zelte aufgestellt. Die größeren Orte hatten noch Glück im Unglück, Rettungskräfte können sie schnell über die mehrspurigen Autobahnen erreichen, die vom Erdbeben nicht zerstört wurden. Kleineren Orten, vor allem in Tälern, ergeht es wesentlich schlechter. Sie sind tagelang von der Außenwelt abgeschnitten. Hilfskräfte können sie nur zu Fuß erreichen - das schlechte Wetter lässt keine Hubschraubereinsätze zu.
Zerstörte Stadt: In Beichuan sind bei dem Erdbeben riesige Steinbrocken auf die Straße gestürzt und haben ein Auto unter sich begraben.
Hilfe nach dem Beben: Rettungskräfte suchen in den Trümmern eines Wohnhauses nach Opfern. Die zuerst für die Bergungsarbeiten eingesetzte Armee war mit ihren Aufgaben oft überfordert.
Lebenszeichen aus den Trümmern: Ein Überlebender streckt seine Hand aus den Trümmern eines Gebäudes. Nach dem Erdbeben im Mai 2008 ließ die chinesische Regierung angesichts der verheerenden Lage sogar Retter aus dem ungeliebten Japan ins Land. Für viele Verunglückte kommen sie zwar zu spät, agieren aber so feinfühlig, dass sie viele Chinesen für sich einnehmen können.
Überlebt: Chinesischen Soldaten tragen einen Verletzten aus den Trümmern seines Hauses. Nach dem schwerden Erdbeben wurde klar, bei wie vielen Häuser in der Provinz Sichuan tatsächlich am Bau gepfuscht wurde. Besonders tragisch dabei war, dass es sich oft um öffentliche Gebäude wie Schulen handelte.
Trauer und Schmerz: Eine Mutter beugt sich voller Schmerz und Trauer über den leblosen Körper ihres Kindes, das beim Einsturz eines Schulgebäudes ums Leben gekommen ist. 7000 Klassenzimmer wurden bei dem Beben im Mai 2008 zerstört, Tausende Kinder wurden unter ihnen begraben.
Hilfe naht: Eine chinesische Krankenschwester hält einem zwischen Trümmern eingeklemmten Überlebenden die Hand.