Ausbruch des Mont Pelée Binnen Sekunden war die Stadt ausgelöscht
Katastrophe ungeheuren Ausmaßes: Der Ausbruch des Mont Pelée auf der Karibikinsel Martinique am 8. Mai 1902 vom Wasser aus gesehen. Die Rauchsäule über der Insel war kilometerweit zu sehen. Die Naturkatastrophe kostete 30.000 Menschen das Leben.
Rätselhafte Verwüstung: Der Blick auf den Vulkan Mont Pelée auf Martinique nach dem Ausbruch im Mai 1902 aus dem südlichen Teil der Stadt St-Pierre. Da es kein Lavastrom war, der die Stadt vernichtet hatte, wurden die Hintergründe der Katastrophe im Nachhinein eingehend erforscht. Die Untersuchung der Geschehnisse mündete später in die Entstehung einer neuen Wissenschaft - der Vulkanologie.
Nach der Katastrophe: Von der Stadt St-Pierre auf Martinique waren nach dem Ausbruch des Vulkans Pelée am 8. Mai 1902 nur noch Trümmer übrig. Vor dem Ausbruch hatten die Behörden nur die Risiken zu Tal stürzender Lavamassen bedacht - und hofften, diese würden durch zwei Täler zwischen dem Vulkan und der Stadt gestoppt werden. Tatsächlich sollte eine verhängnisvolle Lawine aus Gas, Stein und Asche der Stadt zum Verhängnis werden.
Erinnerung an bessere Tage: Eine Postkarte von St-Pierre zeigt die Küstenstadt auf Martinique vor dem Ausbruch des Mont Pelée. Die Stadt wurde aufgrund ihrer Schönheit auch das "Paris der Karibik" genannt.
Seltenes Dokument: Eine Aufnahme der Rue Lucyin in St-Pierre auf Martinique während des Ausbruchs des Mont Pelée im Mai 1902. Nur wenige Augenzeugen konnten nach der Naturkatastrophe von dem berichten, was sich in der Stadt zugetragen hatte.
Blitzartig ausradiert: Nur wenige Augenblicke dauerte es, bis die glühende Wolke aus Asche, Stein und Gas, die der Mont Pelée am 8. Mai 1902 ausspuckte, über St-Pierre hinweggefegt war. Doch zurück blieb nur ein Trümmerfeld.
Menschenleere Straßen: Nach dem Ausbruch des Vulkans Pelée im Mai 1902 ist die Stadt St-Pierre auf Martinique vollkommen zerstört. Nach der Katastrophe bemühte man sich um einen schnellen Wiederaufbau. Doch Teile der zerstörten Gebäude wurden als Erinnerung an die Katastrophe bis heute stehengelassen.
Späte Hilfe: Ein Plakat für eine Wohltätigkeitsveranstaltung für die Katastrophenopfer des Vulkanausbruchs 1902 auf Martinique. Die Katastrophe auf der französischen Kolonialinsel erregte auch auf dem französischen Festland großes Aufsehen - sie war die erste (und bis heute einzige) vulkanische Katastrophe auf französischem Territorium.
Ausgelöscht: Nach dem Ausbruch des Vulkans Pelée im Mai 1902 auf Martinique liegt die früher belebte Straße Grand Rue Victor Hugo im Zentrum von St-Pierre in Schutt und Asche. Vor der Katastrophe bildete St-Pierre das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Karibikinsel. Nach dem Ausbruch kehrte der Ort nie mehr zu seinem früheren Glanz zurück.
Trügerische Sicherheit: Eine Gruppe von Flüchtlingen um 1902 auf der Rue du Pave in Fort-de-France auf Martinique. Durch Beteuerungen des Gouverneurs Mouttet war vor dem Unglück der Eindruck entstanden, St-Pierre sei nicht nur sicher, sondern sogar sicherer als das Umland vor einem Ausbruch - woraufhin sich bald Flüchtlinge aus der Umgebung in der Stadt scharten.
Verwüstung auf dem Wasser: Ein Gemälde des zerstörten Hafens von St-Pierre auf Martinique 18 Stunden nach dem Ausbruch des Vulkan Pelée am 8. Mai 1902. Kaum ein Schiff, das vor der Stadt vor Anker lag, entkam der zerstörerischen Druck- und Hitzewelle.
Verstummter Riese: Die etwa 500 Kilometer nordöstlich der Küste Venezuelas gelegene Insel Martinique ist heute ein Anziehungspunkt für Touristen in aller Welt. Auch in St-Pierre tummeln sich heute wieder Urlauber. Vom Strand aus hat man dort einen guten Ausblick auch auf Mont Pelée - der allerdings seit über 100 Jahren ruhig geblieben ist.
Falsche Hoffnungen: Schon zu Beginn des Jahre 1902 hatte der Vulkan Pelée begonnen, Rauchwolken auszustoßen - doch die Bevölkerung und vor allem die örtlichen Behörden verkannten den Ernst der Lage. Nachdem am 7. Mai der Vulkan Soufrière auf der Nachbarinsel St. Vincent ausgebrochen war, hofften die Bewohner von St-Pierre, dies habe den Druck auf Mont Pelée verringert. 24 Stunden später existierte die Stadt nicht mehr.
Urgewalten: Nur Teile der Grundmauern der Kirche von St-Pierre blieben nach dem Vulkanausbruch vom 8. Mai 1902 stehen. Die enorme Druckwelle des Ausbruchs ließ selbst schwere Dampfschiffe im Hafen vor der Stadt kentern.
Vom Hafenarbeiter zum Superhelden:Nachdem Louis-Auguste Cyparis unter ungewöhnlichen Umständen die Katastrophe von St-Pierre überlebt hatte, startete ein Medienrummel um ihn, der bis über seinen Tod hinaus anhalten sollte.
Cyparis reiste nicht nur mit dem berühmten Barnum & Bailey Circus um die Welt und erzählte seine Geschichte. Er wurde auch postum zum Comic-Helden gemacht - in dem DC-Comicstrip "The Yawning Mouth of Hell" von Leo Dorfman. Allerdings gab der Comic nicht viel auf Faktentreue: In ihm wurde Cyparis zum hellseherischen Superhelden stilisiert, der den Ausbruch im Traum voraussah.
Glück im Unglück: Nur eine Handvoll Menschen unter den 30.000 Bewohnern der Küstenstadt St-Pierre überlebte den Vulkanausbruch. Einer von ihnen war der Hafenarbeiter Louis-Auguste Cyparis, im Ort unter dem Rufnamen "Samson" bekannt. Er saß zum Zeitpunkt der Katastrophe gerade im Gefängnis.
Fehleinschätzung: Eine Gruppe Forscher 1902 während einer Exkursion auf den Vulkan Pelée auf Martinique vor dem großen Ausbruch. Gouverneur Louis Mouttet selbst schickte noch kurz vor der Naturkatastrophe ein wissenschaftliches Komitee auf eine Expedition zum Gipfel des Vulkans, um die Lage einzuschätzen. Doch die fachliche Kompetenz der Gruppe ließ zu wünschen übrig: Sie verkannte den Ernst der Lage.
Politischer Sprengstoff: "Frankreich folgt dem Hilferuf von Martinique", titelte "Le Petit Journal" im Juni 1902 nach dem Vulkanausbruch des Mont Pelée am 8. Mai. Doch bald kamen Zweifel auf, wie hilfreich Frankreich dem Schicksal seiner Kolonie in der Karibik wirklich zugespielt hatte: Gerüchte über einen französischen Kolonialbeamten, der Vorzeichen des Ausbruchs vertuschen ließ, gingen um.
Der Vesuv der Karibik: Kurz vor dem Ausbruch versuchte die örtliche Zeitung "Les Colonies" in St-Pierre noch zu beschwichtigen: "Mont Pelée muss von St-Pierre nicht mehr gefürchtet werden als der Vesuv von Neapel." Ironischerweise befand sich der Vesuv damals in einer seiner bisher längsten Aktivitätsperioden. Der fehlgeschlagene Beschönigungsversuch erwies sich als geradezu prophetisch: Am 8. Mai 1902 kam fast die gesamte Bevölkerung St-Pierres bei einem schweren Ausbruch des Mont Pelée ums Leben.
Davongekommen: Schon Wochen vor dem Ausbruch am 8. Mai starben etliche Menschen in Siedlungen am Hang des Mont Pelée durch eingestürzte Dächer oder eine verheerende Schlammlawine. Viele der Überlebenden kamen nach St-Pierre, um hier Schutz zu suchen. Sie ahnten nicht, dass die Stadt am schwersten getroffen werden würde.