Jake Bugg Der blutjunge Old-School-Sänger
Der 18-Jährige Sänger Jake Bugg hat mit seinem gleichnamigen Debüt-Album die britischen Charts gestürmt. Gelingt ihm das jetzt auch in Deutschland?
Live and in Concert: Bugg war gerade auf Stadion-Tournee durch die USA mit Noel Gallagher und Snow Patrol. Das ist schon mal eine Hausnummer.
Schwein gehabt! "Im Profifußball ist der Wettbewerb sehr viel härter als im Musikgeschäft. Dreizehnjährige Kicker-Talente sind ein Haufen von egomanischen, Testosteron-befeuerten Alpha-Kindern. Ich war erleichtert, eine Alternative zu haben", sagt der begabte Kicker Bugg.
Mit altmodischem Brit-Pop gelang Jake Bugg der Durchbruch. "Vielleicht war Musik früher einfach aufregender", sagt er.
Musik bestimmt das Leben des Newcomers: Bugg spielt seit seinem zwölften Lebensjahr Gitarre, die ersten Texte verfasste er mit 14, mit 17 Jahren hatte er einen Plattenvertrag. "Es gibt kein Sicherheitsnetz, das mich auffangen könnte, falls ich als Musiker eines Tages abschmieren sollte", sagt er.
Zu seinen großen Vorbildern zählt Jake Bugg zum Beispiel Buddy Holly, der US-Rock'n'Roller, der bereits 1959 verstarb.
Immerhin! Die Haltung stimmt schon mal - viel mehr retro geht ja fast gar nicht. Und wem verdankt er die Liebe zur Musik? "Meinem Onkel, der damals mit einer Gitarre bei uns daheim reinschneite."
Ebenfalls einer von Buggs großen Helden: Jimi Hendrix, der US-amerikanische Gitarren-Wizard, der 1970 verstarb.
Folk-Rocker Don McLean, der vor allem für seinen Welthit "American Pie" bekannt ist. Als Jake Bugg den Don-McLean-Song "Vincent" in einer "Simpsons"-Episode hörte, war seine Reaktion diese: "Wow! Was ist das denn?! Ich war zwölf und hatte mich davor nicht weiter für Musik begeistert. Aber dieser Song schlug ein wie ein Blitz. Er inspirierte mich, er weckte mein Verlangen nach mehr Musik von McLean."
Bugg ist in einem Working-Class-Vorort von Nottingham groß geworden. "Ich wollte immer nur weg", sagt der 18-Jährige. Und heute? Gibt er Konzerte in Los Angeles.