Jakobsmuscheln Seeschlacht im Ärmelkanal
Industriehafen von Shoreham: Der Bug der "Honeybourne III" ist an mehreren Stellen zerbeult, ein Teil der blauen Farbe ist abgeblättert.
Die Schrammen und Beulen stammen von den schwersten Zusammenstößen zwischen britischen und französischen Fischern seit Jahren.
Ende August konfrontierten in den frühen Morgenstunden drei Dutzend französische Fischerboote die "Honeybourne III" und vier weitere britische Fischerboote vor der Küste der Normandie.
Stuart von der Honeybourne-Besatzung berichtet von dem Vorfall: "Ich war unten und habe geschlafen, als jemand von der Crew herunterkam und sagte: 'Wir brauchen Hilfe, die Franzosen greifen an!'"
Viele Fischer in der Normandie sind stinksauer. Sie werfen ihren britischen Kollegen vor, die Bestände an Jakobsmuscheln zu "plündern".
Dimitri Rogoff (links im Bild), Chef der regionalen Fischereiorganisation CRPMEM, sagte der BBC, die britischen Fischer verhielten sich, als sei die Region eine "offene Bar": "Die fischen, wann sie wollen, wo sie wollen und so viel wie sie wollen." Und: Jakobsmuscheln seien in der Region "ein hochgradig sensibles Thema".