James Bond Als Agent wäre 007 eine Null
Der erste James Bond war der Schotte Sean Connery (hier 1962 mit Ursula Andress in "007 jagt Dr. No"). Der britische Geheimdienst hätte ihn niemals eingestellt. Wie wir aus gerade veröffentlichen Dokumenten des MI5 wissen, durften der ideale Agent nicht größer als 1,72 Meter sein. Connery misst stattliche 1,89 Meter.
George Lazenby spielte den Agent 007 mit der Lizenz zum Töten nur ein einziges Mal 1969: "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" hieß der Streifen. Er wurde für die Rolle ausgewählt, weil er blendend aussah und gut schwimmen konnte. Aber er entwickelte schnell Starallüren, und das kommt weder in Hollywood noch beim MI5 gut an.
Roger Moore, der dritte Bond (hier 1974 mit seinem Gegenspieler Christopher Lee in "Der Mann mit dem goldenen Colt"), hätte es als Agent im Dienste Ihrer Majestät auch nicht weit gebracht. Er verkörperte den Typ Gentleman, den sie im richtigen Leben gar nicht gebrauchen konnten. Zu elegant, zu stylish. MI5 verlangte ausdrücklich Typen, die auch in Lumpen überzeugen.
Timothy Dalton spielte den 007 zweimal: 1987 in "Der Hauch des Todes" und 1989 in "Lizenz zum Töten". Den Kritikern hat er gut gefallen, aber dem Shakespeare-Fan war das Agentendasein möglicherweise nicht blutrünstig genug. Mit 1,88 war er übrigens auch zu groß für den Job bei MI5.
Der Ire Pierce Brosnan trat immerhin viermal in der Rolle des Superagenten an. Wie seine Vorgänger machte auch er im Smoking die beste Figur - viel zu fein für die Mühen der Ebene, die der echte Geheimdienst für seine Agenten vorsieht. Stundenlang im Regen eine Zielperson ausspähen? Selbst ein patschnasser Brosnan würde noch auffallen.
Daniel Craig ist mit seinen 1,77 Meter zwar fast klein genug für den Dienst als Agent, aber mit seiner athletischen Figur ist er genau das Gegenteil von unauffällig. Immerhin hat er keine Scheu, auch einmal richtig Schmutz zu fressen, wie 2008 in "Ein Quantum Trost".