James Rodríguez WM-Held, Temposünder, Bankdrücker
Im Trikot von Real Madrid: Vor zwei Jahren wechselte James Rodríguez per Leihbasis von Real zum FC Bayern München. Die Bayern besaßen eine Kaufoption über 42 Millionen Euro, ließen sie aber verstreichen.
Mit den Münchnern wurde James zweimal Meister, in dieser Saison gewannen sie zudem den DFB-Pokal.
Insgesamt bestritt er für den Klub 67 Pflichtspiele, er traf dabei 15-mal und bereitete 20 Treffer vor.
Unter Trainer Niko Kovac gehörte James längst nicht immer zur Startelf. Auch deshalb dürfte es nicht zur weiteren Zusammenarbeit kommen.
Traumtor für die Ewigkeit: Mit seinem Volleytreffer aus 20 Metern gegen Uruguay führte James Kolumbien 2014 ins WM-Viertelfinale. Mit starken Leistungen beim Turnier wurde er plötzlich zum Superstar.
Hier bejubeln James und seine Mitspieler den Treffer, der zum schönsten der WM gekürt wurde.
Im Gedächtnis geblieben ist auch das Bild von James, auf dessen Arm es sich im Spiel gegen Brasilien eine gigantische Heuschrecke bequem machte.
Mit sechs Treffern wurde James in Brasilien zum Torschützenkönig des Turniers. Das brachte ihm einen Vertrag bei Real Madrid ein.
James in Madrid: Die Ablöse soll damals 80 Millionen Euro betragen haben.
Im Schnitt war er für Real pro 90 Minuten an fast genau einem Tor direkt beteiligt - ein herausragender Wert. Dennoch konnte er sich in Madrid nicht ganz durchsetzen.
AP/dpa
Vor allem unter Trainer Zinédine Zidane blieb James häufig Reservist, zudem sorgte er abseits des Spielfelds für negative Schlagzeilen. Er raste er mit mindestens 100 km/h mehr als erlaubt über eine Madrider Stadtautobahn, zudem soll er sich mit Zidane angelegt haben.
Wohin James nun wechselt, ist offen. In Madrid dürfte er wohl nicht bleiben. Als Interessenten gelten unter anderem Neapel und Juventus.