Fotostrecke Mozart an der Platte
Irgendwann ist dann doch mal Schluss: Am Donnerstag bestritt Jan-Ove Waldner sein letztes Pflichtspiel im Tischtennis. Der Mann ist eine Legende seines Sports.
In seiner Heimat Schweden wird er ebenso verehrt wie in China. Waldner hat das Tischtennis neu erfunden.
Er war über Jahre der Einzige, der den Chinesen an der Platte Paroli bieten konnte. Sechs Mal wurde er Weltmeister.
Sein größter Triumph aber war die Olympische Goldmedaille 1992 in Barcelona, als er im Endspiel Jean-Philippe Gatien bezwang.
Auf dem Höhepunkt seines Könnens war Waldner 1997. Er wurde Einzel-Weltmeister ohne jeden Satzverlust.
Im Endspiel hatte sein Gegner Wladimir Samsonow keine Chance gegen den Schweden.
Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney war er ganz nah an der zweiten Goldmedaille. Im Finale fieberte auch das schwedische Königspaar in der Halle mit. Es nützte aber nichts. Waldner unterlag dem Chinesen Kong Linghui.
Vier Jahre später, Waldner war mittlerweile 38, sein nächster Olympia-Coup. In Athen schaffte er es noch einmal bis ins Halbfinale. Erst da war die Endstation erreicht.
Zuvor hatte er noch einmal groß aufgetrumpft und den Deutschen Timo Boll sowie den Chinesen Ma Lin ausgeschaltet.
Das Mithalten mit den Allerbesten fiel ihm da schon schwerer, aber vom Publikum wurde er noch einmal gefeiert.
Zum Abschluss gab es einen Sieg und eine Niederlage vor rund 200 Zuschauern - darunter Waldners Mutter. "Es war ein schöner Abschied", sagte die Tischtennislegende hinterher.